Düsterbruch, der neueste Krimi von Eva Almstädt, ist eine weitere Folge mit der Kommissarin Pia Korittki.
Und, vorweg: Düsterbruch ist ein echter Pageturner!
Diesmal beginnt alles mit einem scheinbar unauffälligen Selbstmord. Dann geschehen zwei echte Morde, dazu gesellt sich ein alter Fall von Kindesentführung. Und auf einmal ist in dem kleinen Dorf Düsterbruch buchstäblich die Hölle los. Organisiertes Verbrechen, Russenmafia, Drogenhandel, ein seltsamer Pastor oder doch eine alte Familienfehde? Eva Almstädt legt wieder einmal gekonnt mehrere Fährten, denen der Leser nachspürt. Nicht mit blutigem Gemetzel oder rasenten Szenenwechseln hält sie ihre Leser bei Spannungslaune, sondern mit einer Sprache wie ein Seziermesser, behutsam eingesetzt, und wo jedes Wort sitzt. Wie in den vorherigen Folgen gelingt es der Autorin sehr gut, in menschliche Abgründe einzutauchen. Hinzu kommt die menschliche Seite der Ermittler , nicht zuviel, nicht zuwenig. Pias Liebesleben ist immer noch durcheinander (immer die Männer...), auch wenn ihr kleiner Sohn ihr einerseits hilft, sich mehr auf ihr Privatleben zu focussieren, andererseits die Arbeit nicht gerade leichter macht. Diesen Spagat zwischen der neuen Verantwortung als alleinerziehender Mutter und dem Pflichtbewusstsein als Kommissarin fand ich besonders gelungen heraus gearbeitet.
Zum Schluß verdichtet sich die Handlung und führt zu einer plausiblen, spannenden Lösung des Falles. Dass nicht alle Fäden von Anfang bis zu Ende fortgesetzt worden sind, ist mit Sicherheit dem vom Verlag gewollten Umfang des Buches geschuldet.
Fazit: Davon bitte mehr!