Produktinformation
|
Desir zu Deutsch Wunsch, Verlangen hat sie ihre Aufnahme genannt; so heißt auch das erste der Deux Morceaux op. 57, das sie mit poetischer Brillanz zur mystischen Traumlandschaft erhebt. Ebenso die anderen Werke auf der CD, etwa Skrjabins aufwühlende Sonate Nr. 3 in fis-Moll oder die vier Preludes op. 37. Fragil und doch fest ineinander verwoben erscheinen sie, diese Traumbilder und durch Gouraris Vortrag höchst suggestiv. Ein Entrinnen scheint hier nicht möglich und so wundert man sich über Anna Gouraris traurige Erkenntnis, die sie im Interview äußerte: Wenn ich Skrjabin spiele, habe ich oft das Gefühl, dass das Publikum froh ist, wenn es vorbei ist. Es gibt immer so eine Unruhe im Saal. Viele Menschen sitzen nur einfach da, wollen sich bei Musik eigentlich nur entspannen aber nicht wirklich sich auf sie einlassen und von der Struktur her verstehen. Was waren das doch für Zeiten, als Skrjabins Musik ob seiner Sinnlichkeit noch als pornographisch bezeichnet wurde! Teresa Pieschacón Raphael
Mein einziger kritischer Einwand betrifft weder die Pianistin noch die dargebotene Musik, sondern das Beiheft, und geht an die Adresse der Produktionsfirma: Ich finde es schade, dass dieses, statt sachliche Informationen zur Musik zu bieten, neben hübschen Porträtfotos der sehr ansehnlichen Künstlerin lediglich mit einem schwärmerischen Essay aufwartet, der Anna Gouraris Spiel verherrlicht. Ist das nicht, wenn, die Aufgabe der Rezensenten? Und außerdem spielt sie ja viel zu gut, als dass sie diese vorweggenommene Preisung ihrer Qualitäten nötig hätte.
Wenn ich von diesem Einwand absehe, mein Fazit: eine faszinierende Klavierplatte!
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|