Produktinformation
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Moviemans Kommentar zur DVD: Rauschen beeinträchtigt Farben wie Kontraste sehr stark. Das zieht die Bildwertung ziemlich in den Keller. Akustisch werden zwar keine Spitzenwerte erreicht. Der Ton ist aber durch und durch im guten Bereich.
Bild: Auffallend grobe Kontraste, die beiderseits Überbelichtungen (00:34:32) wie undiffernzierbare Dunkelfelder (00:03:24 Klinikhalle) einschließen, hat das Bild dieser Disc zu eigen. Rauschen (Himmel und Haus, 00:04:30) konnte weder in Innen noch in Außenszenen vermieden werden und überzieht nicht nur Häuserwände, sondern überträgt sich auch gerne auf Gesichter und Kleidungsstrukturen (Claude im Treppenhaus, 00: 04:57). Auch farblich hat das Bild stark unter den penetranten Rauschfeldern zu leiden. Die Farben fallen überwiegend graustichig und blass aus (Claude vor Fenster, 00:55:19), was die düstere Atmosphäre des Filmes gleichermaßen zu stützen weiß. Unangenehm leidet zudem die Detailschärfe am kräftigen Rauschen. Dabei besteht diese in Szenen, die nicht von Rauschen beeinträchtigt sind, mit vorbildlicher Klarheit (Gesichtsporen, 00:20:50 oder Augenbrauen, 00:35:13). Artefakte halten sich mild zurück.
Ton: Lebendig und plastisch gestaltet sich die Kulisse, die zahlreiche Feinheiten aufweist, welche sich über alle Kanäle abwechslungsreich und fein abgestimmt in den Raum hinein übertragen. Deftige Effekte grollen durch alle Boxen und bemühen auch den Subwoofer vorbildlich. Lautstärke und Volumen der Stimmen fallen dabei in deutscher und französischer Version gleichermaßen harmonisch ausgebaut aus. Lediglich die französischen Stimmen sind besser auf die jeweilige Atmosphäre der Szene abgeglichen. Auch die Entfernung zum Mikro, die nicht immer die gleiche ist, vermittelt einen authentischeren Raumklang als in der Synchronisation. In beiden Versionen klingt Regen aber genauso saftig und nass (00:48:41), wie Schritte eindrucksvoll plastisch durch Gänge hallen.
Extras: Die Extras sind zwar nicht umfangreich aber das neben dem Trailer zum Film (3:14 min.) enthaltene Making Of (29:51 min.) gibt detaillierten Aufschluss über alle nennenswerten Fakten zum Film. Von der Idee übers Drehbuch bis zum Thema "Multiple Persönlichkeiten" wird alles behandelt, was von Interesse sein könnte. Nur vielleicht ein wenig zu schnell, für die Fülle an Material. Dazu gibt es Szenen vom Dreh. Eine Bildergalerie (3:31 min.) bietet als Slideshow leicht grobkörnige aber sehr stimmungsvollen Bilder. Leider war das dann aber auch schon alles. --movieman.de
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Claude hat 27 Menschen umgebracht und soll sich nunmehr vor Gericht für ihre Taten verantworten. Doch bevor ein Prozess anfangen kann, soll ihr Geisteszustand untersucht werden, um die Frage der Schuldfähigkeit zu klären.
Der Weitere Handlungsverlauf wird in einer Art Parallelmontage erzählt. Einerseits werden die letzten sieben Tage bis zu ihrer Verhaftung rekapituliert, andererseits läuft die 3 Monats Frist zum Abschluss des psychiatrischen Gutachtens. Durch geschickt eingeflochtene Rückblenden wird immer wieder der Bezug zwischen Gegenwart und Vergangenheit dargestellt. Der Zuschauer wird in ein Labyrinth von verschiedenen Persönlichkeiten, Visionen, Träumen, Erinnerungen und Vorsehungen hineingezogen und verliert gleichsam der Protagonisten immer mehr den Blick fürs Reale. Verzweifelt sucht auch er nach dem Faden der Ariadne, sucht nach Orientierungspunkten nach einem Ausweg ….doch eine Differenzierung zwischen Sein und Schein wird zusehends schwieriger.
In diesem Sinne bringt es auch der Einführungsmonolog auf den Punkt:
Das Individuum besteht aus der Summe der zahlreichen Möglichkeiten die es in sich birgt. Nur um das völlige Chaos zu vermeiden, haben sie sich daran gewöhnt, den Eindruck von Einheit nach Außen zu vermitteln. Was andere ihren Charakter nennen, ist in Wirklichkeit nur der Panzer, der schützen soll was sie wirklich sind. So werden sie zu dem, was sie wirklich sind. Sobald sie einer Gefahr ausgesetzt sind, enthüllen sie für einen kurzen Augenblick das, was sie mit so viel Mühe zu verbergen suchen. Das nein ist ein schlechterer Lügner als das ja...
Fazit: Ein düsterer, raffinierter und hochkomplexer Psycho-Thriller, der vor allem auch durch die überdurchschnittliche schauspielerische Leistung von Sylvie Testud (Claude) überzeugt.
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