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Dämonisch [2 DVDs]
 
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Dämonisch [2 DVDs]

Bill Paxton , Matthew McConaughey    Freigegeben ab 18 Jahren   DVD
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
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Rezensionen

OFDb.de

Mit Regiedebuts geht man ja meistens etwas sanfter um, weil hier ja jemand seine ersten Schritte hinter der Kamera macht.
Und mag auch Bill Paxtons erster Film nicht gerade nie vorher Gesehenes präsentieren, so ist er doch gerade für ein Debut ein hochinteressanter Streifen. Denn wer würde als sein Gesellenstück sonst sich einfach mal auf eine Exkursion ins Land der fanatisch religiösen Killer begeben, wenn nicht jemand, der bereit ist, volle Power zu fahren.

Und so sieht dann auch das Ergebnis der Bemühungen aus, als hätte der Mann es nicht erwarten können. Das Skript ist so dicht gestrickt, daß es überzulaufen droht und zerfasert dann gegen Ende hin in verschiedene Richtungen, aber das kann das Gesamtergebnis nicht mehr vollends kippen.

Fangen wir vorne an: die Exposition ist Genre pur, wenn Matthew McConaughey Powers Boothe beim FBI aufsucht, natürlich in einer dunklen und stürmischen Nacht, und ihm berichtet, er sei der Schlüssel zu einer Mordserie, die gerade eine ganze Abteilung beschäftigt, der Hand-Gottes-Fall.
Und um seine kryptischen Andeutungen zu deuten, holt er weit aus und schildert, wie alles angefangen hat.
Einstmals waren er, Fenton, und sein Bruder Adam gemeinsam mit dem Daddy eine glückliche, wenn auch mutterlose Familie, bis Daddy eines Nachts die göttliche Eingebung auf die Pfanne bekommen hat, daß er von jetzt an Dämonen töten soll, immer in Siebener-Listen.
Und seine Söhne sind von nun an gezwungenermaßen mit von der Partie...

Kinder und Horror sind so eine Sache, die sich nicht jeder traut; Kinder und religiöser Mordwahn sind noch eine Spur happiger, weil realistischer und solange sich das Netz um Fenton (der jüngere Adam folgt seinem Vater begeistert und glaubt jedes Wort) immer enger zieht, strahlt der Film genau die beklemmende Wirkung aus, die einen Thriller ausmachen sollte. Die Psycho-Mühle, die der Junge ertragen muß, ist nicht von schlechten Eltern.
Dabei bleibt Paxton, der den durchgeknallten Daddy selber spielt, stets auf der finster-realistischen, aber blutarmen Seite; die schiere Ausweglosigkeit für die Opfer jedoch macht die Bilder nicht weniger dringlich.
Wir sehen nie Leichen, wie sehen nie die Auswirkungen der Axthiebe, aber die Simplizität des Wahns beschwört mehr leises Grauen, als das bloße Zeigen je hätte erreichen können.
Aber gerade die Simplizität bringt die Bilder mehr zum Glänzen. Ein reflektierter Lichtstrahl als Gottesbotschaft, einen Sonnenstrahl durch die Wolken führt den wahnsinnigen Mann zur scharfen Klinge, schließlich sehen wir den Engel mit dem Flammenschwert aus der Höhe herab schweben.

Die erzählerische Klammer erweist sich aber gegen Ende als Sackgasse, denn als der Reifungsprozess der Jungs dem Ende zugeht und Fenton den FBI-Agenten inzwischen auf den Leichenfriedhof geführt hat, muß natürlich noch ein Plot-Twist, eine Überraschung, eine unerwartete Wendung her. Der Film schreit geradezu danach, von der ersten Sekunde und Paxton liefert relativ unspektakulär, so daß jeder von sich behaupten kann, er hätte mitgedacht und vorausgeahnt.
Dann legt das Skript noch eine Schippe nach und ergänzt die Story tatsächlich noch mit einer übernatürlichen Wendung, die die ganzen Ereignisse in einem neuen Licht erscheinen lassen. Überraschend ist der Clou tatsächlich, aber beseitigt so gleichzeitig jegliche Spur von Realismus, den der Film so sorgfältig mit sich geführt hat.
Man könnte glatt von Entwertung sprechen, aber die Wirkung der Kinderhandlung hält zum Glück lange genug vor, daß die Wendung nicht den ganzen Film tragen muß.

Insgesamt muß man die Hingabe und den Enthusiasmus Paxtons loben, aber bei der Themenauswahl wäre weniger Vielfalt und mehr Konzentration mehr. Der Eindruck bleibt aber überwiegend positiv.

--- Silvan Prefetzky (Moonshade)

VideoMarkt

Seit 1979 terrorisiert ein Serienkiller, der sich "God's Hand" nennt, Texas. Da meldet sich ein junger Mann bei der Polizei und gibt an, der Mörder sei sein Vater. Nach einer Vision hatte sich das einst liebevolle Familienoberhaupt genötigt gefühlt, auf einer Liste aufgeführte Menschen nach Hause zu bringen und mit der "magischen Axt" zu ermorden. Während er die Aussage aufnimmt, kommt dem protokollierenden Beamten der junge Mann, der behauptet, eben seinen Bruder begraben und dem Vater assistiert zu haben, immer seltsamer vor...

Video.de

Drachentöter Matthew McConaughey brilliert in diesem beklemmenden Psychothriller als labiler Zeuge. Bill Paxton, der neben der Regie auch die zweite Hauptrolle übernahm, pendelt einfühlsam zwischen fürsorglicher Milde und rasender Besessenheit. Der junge Matthew O'Leary, in dessen Gesicht sich die im Off stattfindenden Morde widerspiegeln, erweist sich als herausragende Neuentdeckung. Künstlerisch anspruchsvoll und psychologisch herausfordernd, dürfte dieser spannende Horrortrip besonders bei Genrefans gut ankommen.

Blickpunkt:

Regisseure träumen davon Schauspieler zu sein, und auch umgekehrt trifft diese Hollywood-Weisheit häufig zu. Kreative Ausflüge in unerprobtes Terrain dieser Art fallen nicht immer positiv aus, doch Bill Paxton ('Twister', 'Apollo 13') gelingt es mit seinem Regiedebüt, einen beachtlich intensiven psychologischen Thriller abzuliefern. Er begibt sich zugleich vor die Kamera, um eine der sorgfältig skizzierten Rollen zu übernehmen. Als verwitweter Vater von zwei Söhnen glaubt er, dass die Familie von Gott mit der Mission beauftragt worden ist, sündhafte Dämonen in Normalbürgergestalt zu vernichten. Die bedächtig erzählte Story, um den (inneren) Konflikt zwischen religiösen Wahnvorstellungen und moralischer Rationalität entfaltet sich aus der Rückblendenperspektive einer der mittlerweile erwachsenen Sprösslinge.

Während der Titelsequenz wird per Zeitungsausschnitten und Tatortfotos ein erster Einblick in die blutige Handschrift eines Serienmörders gegeben, der sich 'God's Hand' nennt. Anschließend sieht man einen, sich Fenton Meiks (hervorragend: Matthew McConaughey, der bereits im U-Bootfilm 'U-571' mit Paxton vor der Kamera stand) nennenden, jungen Mann, der im Büro des FBI-Agenten Wesley Doyle (Powers Boothe) aufkreuzt und verkündet, die Identität des seit 1979 tätigen 'God's Hand'-Killers zu kennen. Fenton beginnt von seiner Kindheit zu erzählen und entwirft ein zunächst positives Bild. Sein Vater (Paxton schwankt perfekt zwischen liebevoll und erschreckend) ist Automechaniker und kümmert sich fürsorglich um Fenton (Matt O'Leary) und Adam (Jeremy Sumpter). Doch die Idylle bekommt für Fenton einen Riss, als Vater Meiks eine Vision zu haben glaubt. Er beginnt, Leute von einer 'Engel gegebenen' Liste nach Hause zu bringen und mit einer 'magischen' Axt zu ermorden. Damit nicht genug, er will, dass ihm seine beiden Söhne bei der 'noblen Aufgabe der Dämonenvernichtung' zur Hand gehen. Während der jüngere Adam bald Feuer und Flamme ist, sträubt sich Fenton mit aller Kraft. Er informiert den örtlichen Sheriff (Luke Askew), doch der glaubt ihm nicht. Agent Doyle kommt Fenton, der behauptet, vor wenigen Stunden seinen Bruder begraben zu haben, immer seltsamer vor. Die überraschenden Schlusspointen bieten Raum für Interpretation.
Darin liegt der Reiz dieses im Stil alter Schule erzählten Stücks abnormalem Americanas. Die beklemmende Atmosphäre erinnert an das ebenfalls in Texas angesiedelten Morddramas 'Lone Star', in dem McConaughey mitspielte, aber auch an düstere Klassiker wie 'Die Nacht des Jägers' oder 'Ein Köder für die Bestie'. Paxton verzichtet auf die Darstellung der Morde, sondern lässt den Horror und die Abscheu über diese im Off mit entsprechenden Soundeffekten geschehenden Taten im Gesicht des jungen Fentons widerspiegeln. Der Zuschauer wird gezwungen, die Lücken mit der eigenen Imagination auszufüllen. Bei der gekonnten Kameraarbeit wurde viel Wert auf künstlerischen Ausdruck gelegt, was sich in verwaschener Bildqualität und den Kameraeinstellungen niederschlägt. Die ausgezeichneten schauspielerischen Leistungen, vor allem auch des Jungmimen O'Leary, verleihen dem paranoiden Psychopanoptikum Dramatik, die vom passend subtilen Score noch untermalt wird. ara.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Intensiver Psycho-Thriller, in dem Bill Paxton einen Serienkiller spielt, der seine beiden Söhne mit ins Verderben zieht.

Kurzbeschreibung

Seit 20 Jahren hält der Serienkiller "God's Hand" Amerika in Atem. Eines nachts taucht der geheimnsivolle Fenton Meiks im Büro des FBI-Agenten Doyle auf und behauptet, die Identität des Mörders zu kennen. Meiks zieht Doyle mit einer unglaublichen Geschichte in seinen Bann: Vor Jahren hatte sein Vater eine göttliche Vision. Ein Engel gab ihm eine Liste von Dämonen in Menschengestalt und ernannte ihn zum Auserwählten, der die Erde vom Bösen befreien soll. Seitdem mussten Fenton und sein jüngerer Bruder mit ansehen, wie ihr Vater in seinem Wahn reihenweise Unschuldige abschlachtete. Doch damit nicht genug: Für seinen blutigen Feldzug erwartete er die Mithilfe seiner Söhne. Agent Doyle ist fasziniert von Meiks Story, doch dann entdeckt er seltsame Widersprüche...

Produktbeschreibungen

Seit 20 Jahren hält der Serienkiller ,God′s Hand′ Amerika in Atem. Eines nachts taucht der geheimnisvolle Fenton Meiks (Matthew McConaughey) im Büro des FBI-Agenten Doyle auf und behauptet, die Identität des Mörders zu kennen. Meiks zieht Doyle mit einer unglaublichen Geschichte in seinen Bann: Vor Jahren hatte sein Vater eine göttliche Vision. Ein Engel gab ihm eine Liste von Dämonen in Menschengestalt und ernannte ihn zum Auserwählten, der die Erde vom Bösen befreien soll. Seitdem mussten Fenton und sein jüngerer Bruder mit ansehen, wie ihr Vater in seinem Wahn reihenweise Unschuldige abschlachtete. Doch damit nicht genug: Für seinen blutigen Feldzug erwartete er die Mithilfe seiner Söhne. Agent Doyle ist fasziniert von Meiks Story, doch dann entdeckt er
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