Auf 144 Seiten packt diese Comicadaption von Tim Seeley und Andrew Dabb einen Roman, der in Deutschland dank kaufmännischen Schindluders in zwei Bänden von insgesamt über siebenhundert Seiten erschien - warum muss man Geschichten immer auseinanderreißen? -, und das ist natürlich eine harte Kürzung. So liest man einen Schnelldurchgang durch den besten Band der Dämonendämmerung und das ist schon eine ziemlich oberflächliche Sache. Die Zeichnungen sind klassisch amerikanisch und wirken sogar ein bisschen muffig. Und allein mit den paar Dialogen versteht man die Geschichte wahrscheinlich kaum, wenn man sie nicht schon in schriftlicher Form zu sich genommen hat.
Ziemlich dröge Kost, nicht wirklich sympathisch gezeichnete Charaktere und eine völlig gedrängte Erzählweise - alles in allem ist dieser Comic wirklich kein erbaulicher Gegenstand, und dann ist da auch noch der recht hohe Preis. Kann man wirklich lassen ...