Der "Fremde", der von den Dämonen seiner grausamen Vergangenheit besessen ist, bringt den scheinbar friedlichen Ort Bescos mit einem verführerischen Angebot ziemlich durcheienander.
Chantal, eine junge unzufriedene Frau, seit langer Zeit auf der Suche nach ihrem Glück, steht plötzlich vor einer schweren Entscheidung.
Sieben Tage liefet sich das Gute und das Böse einen fürchterlichen Kampf. Sieben Tage, in denen jeder für sich eine Entscheidung treffen muss: etwas riskieren, etwas opfern, um sich den Lebenstraum zu verwirklichen oder der Versuchung zu widerstehen und somit alles beim Alten lassen.
Paulo Coelho setzt sich mit dem Wesen des Menschen auseinander. Engel und Dämon duellieren sich persönlich... aber was ist gut und was ist böse? Genau die Frage versucht Coelho in seinem Buch zu klären. Er weist auf, dass in jedem Menschen beides lebt, dass Feigheit und die daraus resultierende Angst der Grund für die Gelähmtheit der Menschen ist, die vor einer schwierigen Entscheidung stehen.
Das Gute und das Böse schlummert in jedem Menschen, jeder hat die gleichen Triebe. "Es ist alles eine Frage der Selbstkontrolle. Und eine Frage, wie man sich entschied. Nichts weiter." (S. 193)
Ein packendes Buch, so philosophisch und so wahr, so dass ich Cesare Medail nur recht geben kann: "Der Dämon und Fräulein Prym ist ein Roman über Veränderungen, die auch den Leser am Ende verändert zurücklassen."
Dieses Buch ist ein Muss für alle, die nach Antworten suchen, die das Wesen des Menschen angehen. Wer dies nicht anstrengenden philosophischen Büchern entnehmen will, sollte sich an diesen spannenden Roman halten.