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Dämmerschlaf: Roman Gebundene Ausgabe – 26. August 2013


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Manesse Verlag (26. August 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3717521721
  • ISBN-13: 978-3717521723
  • Originaltitel: Twilight Sleep
  • Größe und/oder Gewicht: 14,1 x 3,2 x 22,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 232.873 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ernüchternd, dass sich so wenig geändert hat in fast hundert Jahren; schön aber, dass dieser geschliffene, sprachfunkelnde Roman in einer ebenso geschliffenen Übersetzung wieder vorliegt.« (Frankfurter Rundschau, 24.08.2013)

»Klarsichtig und herrlich ironisch lässt Edith Wharton die Fassade der Roaring Twenties in ihrem Roman bröckeln.« (Dorstener Zeitung, 26.08.2013)

»Die Neuübersetzung von Andrea Ott lässt den Klassiker wieder aufleben – als Sittengemälde, das anschaulich von Dekadenz und vermeintlichem Glamour erzählt.« (Gong / Bild + Funk, 13.09.2013)

»Wharton hält die Sachlage in einem Halbdunkel, das in seiner Diskretion ebenso reizvoll ist wie durch den Spielraum, den es der Vorstellungskraft des Lesers verschafft.« (NZZ Online (CH), 24.09.2013)

»Wie Edith Wharton diese Gesellschaftskritik vor dem Leser in Form einer großen Komödie ausbreitet, ist nichts weniger als elegant.« (Wiener Zeitung (A), 05.10.2013)

»Alles, was hier abgehandelt wird, trifft ins Herz unserer Gegenwart. Rausmogeln gilt nicht.« (Salzburger Nachrichten (A), 12.10.2013)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Edith Wharton (1862–1937) war ein Kind der Upperclass von New York, deren gesellschaftliche Zwänge ihr literarisches Lebensthema wurden. Sie veröffentlichte zahlreiche enorm erfolgreiche Romane. 1921 wurde die Autorin mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet, 1923 mit der Ehrendoktorwürde der Universität von Yale, beide Male als erste Frau.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von cachingguys am 7. September 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Wegen Terminabsagen hat Pauline Manford plötzlich eine ganze Stunde in ihrem sonst minutiös ausgearbeiteten Terminplan frei. „Eine Stunde ist für alles zu lang“, sagt sie und besonders wenn man gezwungen ist sich selber zu beschäftigen. Denn ihr, als Mitglied der High Society von New York in den goldenen Zwanziger Jahren, ist es fast bis zur Perfektion gelungen im Zustand des schmerzfreien Dämmerschlafs zu leben, ausgefüllt mit rhythmischer Gymnastik, Maniküre, Komitee.- und Partyplanungen und Wunderheilern. Wenn da nicht verschiedenste Familienprobleme wären, wie zum Beispiel die anstehende Trennung von ihrem Sohn Jim und seiner Frau, die Selbstverwirklichung sucht. Flüssig zu lesen bekommt man detaillierte Einblicke in die Gedanken der Personen und trotzdem bleibt vieles an der Oberfläche und genau das ist der Punkt, der das Buch aus macht. Eine brillante und messerscharf analysierte fast satirische Gesellschaftskritik, die zwischen all der Oberflächlichkeit hervorquillt. Bedenkt man, dass das Buch vor über 80 Jahren erschien ist es doch immer noch oder wieder hoch aktuell.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Bücherwurm - Eine Kundin aus Wülfrath am 23. Oktober 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Ich habe mich sehr darauf gefreut, diesen neuen bzw. wiederentdeckten Roman der bereits 1937 verstorbenen Autorin zu lesen. Allerdings wurden meine zugegebenermaßen sehr hohen Erwartungen nicht gänzlich erfüllt.

Die Geschichte spielt in den goldenen zwanziger Jahren im betriebsamen und lärmenden New York und spiegelt in Form einer Gesellschaftssatire das Leben der sogenannten Upperclass, d.h. der oberen Gesellschaftsschicht wieder. Stellvertretend für all diese Mitglieder der High Society wird das Leben und Treiben der Familie Manford beleuchtet. Dies geschieht aus unterschiedlichen Perspektiven, wie z.B. aus der Sicht der Ehefrau Pauline, ihres Mannes Dexter oder auch durch die " Brille " von Tochter Nona. Ihr tägliches Dasein ist geprägt von einem lückenlos ausgefüllten Terminkalender mit mehr oder weniger sinnvollen Tätigkeiten und Beschäftigungen. Besonders Pauline ist es daran gelegen, jede Minute " sinnvoll " auszufüllen. Freie Zeit gibt es nicht. Selbst eine " Ruhekur " gerät zur wohlgeplanten Aufgabe und es kann durchaus vorkommen, dass ein Maniküretermin wichtiger ist, als ein ungeplantes, aber dringend erforderliches Gespräch mit der Tochter. Änderungen im Terminplan sind eigentlich nicht vorgesehen und höchst unwillkommen. Jegliche Abweichung oder Störung im strukturierten Tagesablauf ist absolut unerwünscht. Auch für wohltätige Zwecke wird sich eingesetzt. Hierbei kann es durchaus geschehen, dass sich Sinn und Zweck der unterstützten Angelegenheiten widersprechen . Das ist vollkommen nebensächlich, hauptsache man ( Frau ) engagiert sich. Das wichtigste im Leben ( von Pauline ) ist das Bewahren , das Festigen und der Ausbau der gesellschaftlichen Position.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Amazon Customer am 22. September 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Edith Wharton zeichnet in ihrem gleichnamigen Roman das Bild einer Gesellschaft im "Dämmerschlaf".
Im Fokus stehen dabei die Frauen der Familie Wyant / Manford. Nona und ihre Mutter Pauline stehen für zwei völlig unterschiedliche Frauentypen. Pauline ist das unerschütterliche Familienoberhaupt. Jede Minute ihres Tages ist völlig verplant. Viele der Termine dienen im Grunde jedoch nur dazu, das stressige gesellschaftliche Leben auszugleichen. Freie Minuten oder gar Stunden kann Pauline nicht genießen, auch diese müssen "sinnvoll" verplant werden um ihr ein gutes Gefühl zu geben. Das unter all dieser Hektik und der Oberflächlichkeit auch der Wunsch nach einem Sinn stehen kann lässt sich nur erahnen. Pauline ist immer auf der Suche nach dem neuesten Wunderheiler oder Messias und genießt deren "religiöse" Botschaften.
Nona ist noch Single und zwar eigentlich in ihren Cousin verliebt, versagt sich selbst aber eine Beziehung zu ihm, da er noch verheiratet ist. Nona scheint von dem "zu viel" und "zu schnell" des gesellschaftlichen Lebens genug zu haben und sucht nach einem tieferen Sinn. Sich selbst etwas zu verbieten und bestimmte Wünsche zu unterdrücken scheint ihr Weg zu sein sich von der lebefreudigen Gesellschaft zu distanzieren.
Als dritte Frau der Familie wird Lita präsentiert, die Schwiegertochter von Pauline, die weder der Hektik des gesellschaftlichen Lebens noch der Suche nach Sinn viel abgewinnen kann. Stets nur auf ihren eigenen Genuss fixiert, schnell gelangweilt und ziellos stellt sie eine einen totalen Kontrast zu Nona und Pauline dar.
Die widersprüchlichen Charaktere werden von Edith Wharton so detailliert und absurd dargestellt, dass es eine echte Freude ist.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von mondy am 9. September 2013
Format: Gebundene Ausgabe
Inhalt
New York in den 20ern: Pauline Manfords Leben ist fast perfekt. Ihr Terminplan ist von morgens bis abends voll, sie wird von den Mitgliedern der High Society für ihre Partys bewundert und auch ihre zweite Ehe läuft glänzend. Doch dann wird die Ehefrau ihres Sohnes widerspenstig. Sie möchte sich selbst verwirklichen und ein Filmstar werden. Ein Familienmitglied auf einem Hollywood-Plakat ... das geht gar nicht! Und so bereitet Pauline eine Gegeninitiative vor, die die ganze Familie herausfordert.

Meine Meinung
Eigentlich bin ich kein übermäßiger Fan der 20er, aber dieses Buch hat mich geradezu angelacht. Die Gestaltung finde ich wunderschön und außerdem fand ich es interessant, einen Roman über die High Society der damaligen Zeit zu lesen ... geschrieben von einer Dame, die genau aus diesem Milieu kommt und damit bestens Bescheid weiß. Und trotz manch zäher Stelle hat es sich gelohnt.

Die Darstellung der Upper Class gelingt Edith Wharton unglaublich gut. Diese Oberflächlichkeit und Selbstsucht (die durch scheinbare Nächstenliebe verschleiert wird) steckt so tief in den Menschen, dass sie es selbst gar nicht mehr merken. Pauline engagiert sich für die Geburtenkontrolle und gleichzeitig für die uneingeschränkte Mutterschaft ... dass dies sich widerspricht, fällt ihr gar nicht auf bzw. stört sie nicht. Hauptsache, man ist präsent. Manche Ereignisse sind wirklich zum Schreien, allerdings war ich mir manchmal selbst nicht sicher, ob zum Schreien komisch oder frustrierend.
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