- Anzahl Disks: 1
- BBFC: Freigegeben ab 15 Jahren
- Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen Alle Rezensionen anzeigen (71 Kundenrezensionen)
- ASIN: B0001B3ZB4
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Produktinformation
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Mit "Cube" katapultierte sich Vincenzo Natali hoch auf die Liste aller Sci-Fi-Liebhabers. Die anspruchsvolle Geschichte und die opulente Bildsprache des ehemaligen Storyboard-Zeichners stieß auf viel Gegenliebe und machte "Cube" zu einem Kulthit und Überraschungserfolg. Dass Natali die unvermeidbare Fortsetzung einem anderen überließ und stattdessen neues Material ausprobierte, spricht nur für ihn. Und mit "Cypher" knüpft er genau dort an, wo er mit "Cube" aufgehört hat. Wiederum gelingt ihm ein Sci-Fi-Thriller zum Mitdenken, der viel Stoff für Diskussionen lässt. Die vermeintlich überraschende Wendung am Ende ist zwar recht vorhersehbar und das zu herzige Ende konterkariert den ansonsten düsteren Ton, doch das nimmt dem Film nichts von seinem Reiz. Ort der Handlung ist eine nicht näher definierte Zukunft. Im Kampf um die Vormacht im High-Tech-Markt scheuen die beiden dominierenden Firmen Digicorp und Sunway Systems vor keinen Methoden zurück. Mit Agenten und Doppelagenten versucht jeder dem anderen die größten Industriegeheimnisse zu entlocken. Mitten in diesen Kampf gerät der kleine, aber ehrgeizige Angestellte Morgan Sullivan (Jeremy Northam). Im Auftrag von Digicorp soll er sich auf Konferenzen von Sunway Systems einschleichen und diese per Funk ans Hauptquartier übertragen. Dass es in den Meetings nur um Kosmetikartikel und Käse geht, weckt noch nicht Morgans Misstrauen. Erst als ihm die mysteriöse und scheinbar allwissende Schönheit Rita (Lucy Liu) vor Digicorp warnt und er von unerklärlichen Visionen heimgesucht wird, beginnt Morgan seine Arbeit für Digicorp zu hinterfragen. Er fasst langsam Vertrauen zu Rita und erhält eine Schachtel roter Pillen von ihr. Als er sie einnimmt, erkennt er, was wirklich auf den Konferenzen vor sich geht. Es beginnt ein irres Verwirr- und Intrigenspiel, in dem Morgen niemandem mehr trauen kann.
BILD: Note 1-2
Eines muss man McOne lassen: Die Bildqualität ist fast immer fantastisch. Wieso große Studios dies mit ihren großen Budgets oft nicht so hinbekommen, bleibt ein Rätsel. "Cypher" präsentiert sich in einem gewollt kühlen Farbdesign, das die gewünschte Atmosphäre sehr gut an den Zuschauer bringt. Dies stellt den Kontrast natürlich vor Herausforderungen, die er allerdings mit Leichtigkeit meistert. Fast noch beeindruckender ist jedoch die Schärfe des Bildes, die selbst kritischen Augen stand hält. In einzelnen Szenen kommt ganz leicht ein wenig Rauschen durch, und ab und an gibt es durch Rauschfiltereinsatz bedingte Nachzieher. Aber das ist schon die einzige Kritik an einem ansonsten wirklich tadellosen Transfer.
TON: Note 2
Im Grunde genommen ein sehr ruhiger Film, werden immer wieder sehr geschickt und vor allem sehr effektiv Surroundeffekte eingestreut. Allerdings kann man sich nicht ganz des Eindrucks erwehren, dass dies nur zur Show geschieht. So gibt es Szenen, in denen im Vordergrund etwas geschieht (beispielsweise das Öffnen eines Wasserhahns), das dazu passende Geräusch, dann aber von hinten auf den Zuschauer einprasselt. Dennoch gibt es viele Szenen, in denen der Ton wrklich perfekt eingesetzt wird - so gut, dass nun unbedingt DTS auf die DVD gehört hätte, ist er aber nicht.
Bereits die Verleih-DVD ist ziemlich klasse. Wenn im Dezember dann noch eine Zusatz-Scheibe mit Extras hinzukommt, gehört die DVD in die Sammlung eines jeden Sci-Fi-Enthusiasten.
Es kommt allerdings entscheidend auf die Erwartungshaltung an. Wer einen Action-Streifen erwartet könnte enttäuscht werden (so wie diejenigen, die der Meinung sind, daß die wenige "Action" den Film auch nicht besser macht) - Cypher ist kein Action Film und wurde auch nicht als solcher konzipiert.
Wie man dem Audiokommentar von Regisseur Natalie entnehmen kann, hat er den Film auch einigen großen Studios "angeboten". Diese wollten daraus allerdings einen (wie sollte es anders sein) Sci-Fi Action Blockbuster machen, was Natalie Gott sei Dank ablehnte (sinnenleerte Action Blockbuster gibt es ja mehr als genug).
Was mich besonders an Cypher fasziniert hat, ist die sehr komplexe Story, die auf einem exzellenten Drehbuch basiert (interessante Infos hierzu finden sich ebenfalls im Bonusmaterial). Das Timing paßt perfekt zum Film - man wird von Beginn an nicht zu schnell mit Informationen überschüttet, so daß man der Story gut folgen kann. Wer bereit ist die vorhandenen Hirnwindungen auch zu benutzen, kann der komplexen Story bis zum Schluß gut folgen. Wer allerdings eine "Gehirn-auf-Durchzug-Handlung" (ist ja manchmal auch nicht schlecht) bevorzugt, wird diese dann ganz schnell nur noch als "Identitätenwirrwar" empfinden.
Aufgrund der Komplexität des Drehbuchs hat Natalie übrigens darauf bestanden, daß der Drehbuchautor während der gesamten Dreharbieten anwesend ist.
Ebenfalls sehr beeindruckt hat mich der Look des Films. Dieser ist sehr unterkühlt - was sich aber im Verlauf des Films zunehmend ändert und im direkten Zusammenhang mit der "Verwandlung" der Hauptfigur steht. Die Kulissen sind gleichermaßen beeindruckend. Es wurde darauf geachtet den Film möglichst "zeitlos" zu gestalten. In Anbetracht des Budgets ist das Ergebnis überaus gut gelungen.
Aufgrund des geringen Budgets hat mich die gebotene Bild- und Tonqualität überrascht. Das Bild bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau und weist einige Produktionen, die wesentlich mehr Geld zur Verfügung hatten, in die Schranken. Der Ton weiß ebenfalls zu gefallen. Da es sich bei Cypher aber um einen eindeutig Dialog-lastigen Film handelt, kann man kein Surround-Feuerwerk erwarten. Da wo es notwendig ist, wird man aber nicht enttäuscht. Der Subwoofer zum Beispiel bekommt zwar nicht allzu viel zu tun, aber wenn, dann richtig !!
Mein persönliches Fazit lautet daher: "WOW, was für ein (guter) Film."
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