Nachdem mir einige Bekannte die Bücher von Cussler nahegelegt haben, habe ich mit Cyclop meinen ersten Tauchgang in die Welt von Dirk Pitt und Co. unternommen. Ich muss aber leider sagen, dass meine Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden.
Die Darstellung von Dirk Pitt, dem Helden vieler Cussler-Romane ist mir ein wenig kitschig und arg wohlwollend. Ausdrucksstark, immer gutaussehend, immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort, mutig und schier unverwüstlich rast er von einem Abenteuer zum nächsten. Dabei ist Pitt kein Elitesoldat oder Geheimagent, sondern schlicht und einfach Meeresbiologe, was viele seiner Eigenschaften sehr übertrieben aussehen lässt.
Zunächst capert Pitt an der Küste Floridas in James Bond Manier ein führerloses Luftschiff, um sich anschließend mit eben diesem auf die Suche nach dem Wrack der Cyclop und dem legendären Schatz "La Dorada" zu machen.
Die nachfolgenden Ereignisse bergen sicherlich einiges an Spannung, und auch der Unterhaltungswert dieses Buches ist nicht abzustreiten, aber gewisse Dinge erzeugen dann doch eher Kopfschütteln. Dabei prägen Dinge wie ein kleiner Koffer, der vier komplette Tauchausrüstungen, eine schussfeste Plane sowie ein kleines Boot mit Außenborder enthält, eine Badewanne mit Motor und eine Funkstation, mit der man (in diesem Fall natürlich die Russen) ein Spaceshuttle entführen kann einen eher zweifelhaften James Bond Charakter, der so gar nicht zu einem Meeresbiologen passen will.
Naja, lange Rede kurzer Sinn: interessant und spannend ist das Buch allemal, nur man sollte nicht allzu große Ansprüche stellen.