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Cybernetics | Kybernetik. The Macy-Conferences 1946-1953. Bd. 1 Transactions/Protokolle
 
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Cybernetics | Kybernetik. The Macy-Conferences 1946-1953. Bd. 1 Transactions/Protokolle [Taschenbuch]

Claus Pias
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 734 Seiten
  • Verlag: diaphanes; Auflage: 1., Aufl. (November 2003)
  • Sprache: Englisch, Deutsch
  • ISBN-10: 3935300352
  • ISBN-13: 978-3935300353
  • Größe und/oder Gewicht: 23,8 x 17 x 5,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 202.390 in Englische Bücher (Siehe Top 100 in Englische Bücher)
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Produktbeschreibungen

perlentaucher.de, Buchnotiz zu Frankfurter Rundschau vom 25.04.2005

Peter Bexte spricht eine Empfehlung aus. Wer wissen will, was es mit der Kybernetik auf sich hat, der möge doch die Bände "Cybernetics - Kybernetik" über die berühmten Macy-Konferenzen von 1946-1953 lesen. Die Kybernetik, so Bextes Erklärung für den Erfolg dieser Inter-Disziplin, an der unter anderem Mathematiker, Anthropologen, Psychiater und Philosophen beteiligt sind, "antwortete auf einen Modernisierungsschub". Dessen Essenz war im Wesentlichen die Erkenntnis: Alles ist Information. Und Kybernetik war also die "Theorie für alles". Die beiden Bände versammeln die Protokolle der insgesamt zehn Sitzungen, seinerzeit herausgegeben von Heinz von Foerster, damit er Englisch lerne, jetzt neu ediert von Claus Pias. Vieles vom spirit jener Konferenzen wird auf diesen Blättern eingefangen, so der Rezensent begeistert, die Verwirrungen (Digital? Analog? Was ist noch mal was?), das langsame Herantasten an eine neue Denkweise - kurz, ein Blick "in die Kinderstube der Informationsgesellschaft". Dazu Bildmaterial und bibliografische Angaben. Der zweite Band liefert ergänzende Essays und Dokumente "aus dem organisatorischen Umkreis" der Konferenzen.

Kurzbeschreibung

Zwischen 1946 und 1951 wurden unter dem Titel Cybernetics. Circular Casual, and Feedback Mechanisms in Biological and Social Systems insgesamt zehn Konferenzen unter der Schirmherrschaft der Josiah Macy, Jr. Foundation veranstaltet. Diese sogenannten Macy Conferences markieren das vielleicht folgenreichste wissenshistorische Ereignis der Nachkriegsgeschichte. Auf den neuen begrifflichen Grundlagen von Informa-tion, Feedback und analog/digital suchten sie eine universale Theorie der Regulation, Steuerung und Kontrolle zu entwickeln, die für Lebewesen wie für Maschinen, für ökonomische wie für psychische Prozesse, für soziologische wie für ästhetische Phänomene zu gelten beanspruchte. Diese Konzepte sollten in den folgenden Jahrzehnten in Biologie, Neurologie, Soziologie, Sprach- und Computerwissenschaften, aber auch in Psychoanalyse, …kologie, Politik und …konomie ausschwärmen und eine epochale Schwellensituation von der Thermodynamik zur Kybernetik (Wiener), von der Disziplinar- zur Kontrollgesellschaft (Deleuze), von der Industrie- zur Informationsgesellschaft (Lyotard) markieren. Die Macy-Konferenzen sind von herausragendem wissenschaftshistorischen Interesse, weil es sich bei ihnen nicht um abgeschlossene Texte handelt, sondern um interdisziplinäre Unterhandlungen, in denen noch an- und ausgeschlossen, aufgehoben und verworfen wird.

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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Als Zaungast dabei, 22. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Cybernetics | Kybernetik. The Macy-Conferences 1946-1953. Bd. 1 Transactions/Protokolle (Taschenbuch)
Die Josiah Macy, Jr. Foundation hat zwischen 1946 und 1951 zehn interdisziplinäre Konferenzen veranstaltet, die Wissenschaftsgeschichte geschrieben haben. Unter dem Titel «Cybernetics. Circular Causal, and Feedback Mechanisms in Biological and Social Systems» hat sich eine einmalige Elite von Wissenschaftlern aus Mathematik, Physik, Soziologie, Biologie, Psychologie und Medizin in New York zusammengefunden, um Erkenntnisse aus der damals neuen Kybernetik zu gewinnen. Norbert Wiener, Heinz von Foerster, Paul Lazarsfeld, Margaret Mead, John von Neumann und Claude Shannon gehören zu den bekanntesten Forschern dieser hochkarätigen Versammlung, die nach Einsichten suchte, wie eine universale Theorie der Regulation, Steuerung und Kontrolle zu entwickeln wäre.

Die ursprünglich von Heinz von Foerster edierten Protokolle der fünf Konferenzen zwischen 1949 und 1953 sind fünfzig Jahre später vom Diaphanes Verlag neu aufgelegt worden. Der über 700-seitige Band ist eine faszinierende Rundschau der Themen, die die Wissenschaft der Nachkriegszeit bewegten und in der Folge auf viele Disziplinen Einfluss nahmen. Er bietet eine einmalige Gelegenheit, hinter die verschlossenen Türen dieser Konferenzen zu blicken und als Zaungast dabei zu sein, wenn die Crème der Crème der damaligen Wissenschaft Thesen vorbringt, nachhakt, ergänzt, Mutmassungen anstellt, wieder verwirft und neue vorschlägt. Warren S. McCulloch geht in seinem Schlusswort auf die Schwierigkeit ein, einen Konsens zu finden, nicht zuletzt weil die Methoden, Fachsprachen und Forscher so unterschiedlich waren. «Our most notable agreement is that we have learned to know one another a bit better, and to fight fair in our shirt sleeves. [O]ur consensus has never been unanimous. Even had it been so, I see no reason why God should have agreed with us.»

Dieser Band ist eines jener Bücher, die man an einer beliebigen Stelle aufschlagen kann und mitten im Geschehen ist. Ob man sich für das Lernverhalten von Tintenfischen, mechanische Schachspieler oder die Entwicklung von Sprache im Kindesalter interessiert, bleibt zweitrangig.

Begleitet werden die Protokolle durch einen lesenswerten 500-seitigen Band, der alte und neue Beiträge zur Geschichte der Kybernetik enthält.

(Mit freundlicher Genehmigung von SWITCH. Rezension erschienen im SWITCH Journal März 2009.)
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