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Auch Kriegerinnen können irren.
Ihren Schultern wird eine Verantwortung aufgebürdet, die weit über ihr eigenes Leben und ihre eigenen Wünsche hinausgeht. Ihr werden Opfer und Entscheidungen abverlangt, die einem empfindenden Wesen unerträglich sein müssen. Und sie wird lernen, daß es einen Preis für Härte gibt, den jeder Mensch bezahlen muß.
"Sei unbesorgt, Krieger des Orkvolkes. Die Herrscherin der ewigen Schwärze hat bereits ihre gnädigen Arme nach ihr ausgestreckt... Schon bald wird sie die Leiden dieser grausamen Welt vergessen h..."
"Sie stirbt! Ihr müßt ihr helfen verdammt!!!", brüllte Loric den Priester entsetzt an. Sich während eines Festmahls am Terzianischen Hofe in das Weinglas eines Dorators zu erleichtern hätte nicht unpassender sein können. Lorics Begleiter wollten am liebsten im Erdboden versinken, doch ihm selbst war mittlerweile alles egal. Mit zwischen Zorn und Entsetzen schwankender Stimme brüllte er den in der Schwärze verborgenen Vertreter der Todesgöttin an. "Sie hat keine Zeit mehr!" Dann war lange Momente nur das hektische Atmen des Orks zu vernehmen, der sich mit bebenden Lippen bemühte, die Schwärze um sich mit seinen Augen zu durchdringen.
"Ihr vergeßt, wo Ihr seid, Ork", kam es mit Grabenskälte aus der Dunkelheit. "Ich bin..." wollte Loric zurückbrüllen, doch ein eigenartig kaltes Flüstern übertönte mühelos sein gewaltiges Organ.
"Ihr seid in den Hallen von IHR, die das Ende von allem ist. Und Ihr werdet IHR den Respekt zollen, der IHR zusteht." Der Ork spürte, wie etwas Kaltes seinen Fuß umschloß. Eine schwarze, tintenähnliche Flüssigkeit, die langsam aus dem Boden quoll und an ihm und Cvon nach oben kroch. Doch Loric war über einfache Furcht hinaus. Fasziniert stellte er fest, wie frei ein Geist sein kann, der davon ausgeht, nichts mehr zu verlieren zu haben.
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Mit eigentlich zuviel Einfühlungsvermögen für einen Mann beschreibt der Autor den Werdegang der jungen Hauptfigur und baut sie zu einer großen Tiefe auf. Auch die anderen Charaktere sind sehr präsent, wenngleich einige eher mysteriös oder geheimnisvoll andere eher vertraut wirken. Besonders aufregend finde ich, wie der Autor versucht, die Denkweise und Kultur der Etherna, einer Echsenrasse, zu zeigen. In dieser Form habe ich das nur selten gesehen. Vielleicht noch in den 'Käferkriegen' von Robert Asprin.
Fazit: Ich habe das Buch gekauft, weil ich das erste Buch des Autors - Elfenmond - so wunderschön fand. Cvon ist teilweise etwas düster und insofern etwas heikel für mich. Alles in allem hat mir das Buch aber sogar noch besser gefallen. Mir fehlten zwar die teilweise sehr lustigen Passagen und die wunderschöne Liebesgeschichte des Vorgängers, dafür sind die Charaktere in Cvon unglaublich gut gelungen.
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