...liegt ein Fenster mit Blick in eine wunderschöne Welt verborgen. Zum Beispiel in die eines genialen Künstlers, wie hier der Fall. Der letzte Streckenabschnitt auf Frusciantes' Albenmarathon mit dem sinngemäßen Namen (6 Platten in 6 Monaten) hat es wieder geschafft komplett anders auszusehn als die 5 davor und kommt einem doch vertraut vor. Aus einem einfachen Grund; die Musik die hier geschaffen wurde verdient diesen Namen auch,sie ist noch echte Kunst, ein Spiegelbild von John Frusciantes' Seele, auf das absolut wesentliche reduziert, einfach ehrlich und vor allem GUT. Musikalisch sind diesmal größtenteils Akkustikgitarre und auch das Klavier im Vordergrund. Außerdem hat Herr F. richtig verdammt gut singen gelernt; so trällert er perfekte Tonleitern die selbst professionelle Gesangslehrer staunen lassen würden. Im vergleich zu dem noch vollkommen schiefen Gejohle noch auf Niandra LaDes schon bewundernswert. Außer dem Opener sind eigentlich alle Lieder sehr ruhig und melancholisch, jedes für sich schafft unglaublich dichte Atmosphäre, wundervolle Melodien, aber vor allem sind sie, auch wenn ich mich wiederholen muss, ehrlich. Es gibt wohl kein Wort was dieses mit Minimalstaufwand produzierte Album besser beschreibt.
Anspieltips: The Past Receds, Time Tonight, Ascension