Ich lerne mit diesem Buch in der Schule Latein, und gehöre auch zum ersten Jahrgang der dieses Buch "testen" soll. Die Texte sind ansprechend, und nicht zu trocken. Die ersten Lektionen (von insgesamt 50)handeln von zwei römischen Jugendlichen, genannt Quintus und Flavia. Ihr Verhalten passt aber nicht in die römische Zeit, und auch mein Lehrer findet, dass sich die Römer und vorallem die jüngeren Personen im alten Rom nicht so verhalten haben.
Die nächsten Lektionen steigen dann mit eher bekannten Personen und Ereignissen ein, um dann später auf Themem einzugehen, von denen nicht jeder etwas weiß. Zu jeder Lektion gibt es einen kurzen Text (deutsch) auf der 1.Seite des Kapitels, gefolgt von der Erklärung der neuen Grammatik (die aber sehr oft kompliziert ist), und ein paar Beispielsätzen. Dann folgt der meist einseitige Text(latein), zu dem die Vokabeln am Ende des Buches zu finden sind, und manche unter dem Text stehen. (Die darunter stehenden Vokabeln finde ich persönlich sinnlos, denn sie gehören eigentlich in die Vokabelliste am Ende des Buches.) Auf der nächsten Seite sind Aufgaben zur neue erlernten Grammatik, und ein weiterer, kurzer Text zum übersetzen. Dann folgt meistens nocheinma eine Textseite (deutsch),um nochmehr Informationen zu geben. So wurde bei Latein-Text über einen Brief von Flavia am Ende im deutschen Text erklärt, wie man damals geschrieben hat.
Die Textthemen sind zumeist der neuen Grammatik angepasst, so wird das Futur (Zukunft) eingeführt, und im Text geht es um eine Wahrsagerin.
Die Vokabeln sind am Ende des Buches pro Lektion ordentlich aufgelistet, nach Vorkommen im Text. Es folgt nach den Vokabeln noch ein kleines Lexikon, in dem alle Vokabeln des Buches alphabetisch aufgelistet sind, und einem kleinen Vermerk, wann die Vokabel vorkam.
Optisch ist das Buch schön gestaltet, und nicht so trocken, wie man bei einem Lateinbuch vielleicht denkt. Die einzelnen Kapitel weisen viele Bilder auf, um das Thema zu veranschaulichen, und auch sonst ist das Buch nicht grau in grau.
Es geht nur sehr schnell kaputt, den es hat keinen richtigen Einband, und schon nach einem Jahr, sieht es aus als würde es gleich ausseinanderfallen.
Leider weißt das Buch viele Fehler auf. So werden grammatikalische Regeln erklärt, und im dazugehörigen Latein-Text schon falsch gemacht. Einmal war sogar die Erklärung der Grammatik falsch, wurde im Text aber richtig gemacht. In unserer Klasse ist bereits ein dicker Ordner entstanden, in dem alle Fehler, die selbst dem schlechtesten Lateinlehrer auffallen, aufgeschrieben wurden. Mein Lehrer rief einmal bei den "Produzenten" des Buches an, um ihnen Verbesserungsvorschläge zu nennen, doch die Antwort darauf war, dass man sich auf diese Regeln geeinigt hätten, und das sowieso jeder anders machen würde. Das soll also heißen, man macht jahrelang Latein, um dann nocheinmal alles neu zu lernen, weil es im Buch falsch ist? Auf Regeln kann man sich nicht einigen, gerade in einer Sprache nicht, denn diese sind festgelegt.
Das Lernen zieht sich, und der normale Schulplan gerät durcheinander. Zum Lesen einer Lektüre, wie Caeser, fehlen einem doch wesentliche Vokabeln. Eingeführt in der sechsten Klasse, müssen wir jetzt in der neunten Caeser und das Buch gleichzeitig bearbeiten, da das Buch sehr lang ist, was sich manchmal als sehr sinnlos erweist.
Ich empfehle dieses Buch nicht für Leute, die alleine und vorallem schnell (aber in einer Gruppe, und trotzdem schnell geht auch nicht) wesentliche Grammatikregeln lernen möchten, denn ohne ein passendes Grammatikbuch wie z.B. Grammadux, kann man aus diesem Buch nur Vokabeln lernen.
Cursus ist bei weitem nicht perfekt, und weist viele Fehler auf.