Der kleine convenience Store, oder Kombinistoa wie Japaner zu sagen pflegen, macht schlechte Umsätze. Die Kundschaft bleibt aus. Das allerdings scheint die Besitzer, ein wirklich eigenartiges Ehepaar, kaum zu interessieren. Da der Laden von einer grösseren Handelskette aufgekauft wurde, muss das gesamte Inventar erfasst werden. Eine Gesandte namens Ryoko soll dies erledigen, erhält aber von den Besitzern keinerlei Unterstützung. Alleingelassen kämpft sich die Angestellte durchs Warenlager und macht dabei, von unheimlichen Stimmen begleitet, manch seltsame Entdeckung. Schon sehr bald wird Ryoko klar, dass das Ehepaar ein düsteres Geheimnis wahrt. Ryoko ist in grosser Gefahr.
Mit Cursed ('Chô' kowai hanashi A: yami no karasu) ist Regieneuling Yoshihiro Hoshino ein netter Film gelungen, der zu unterhalten weiss. Die Story über rachesüchtige Geister ist sicherlich nicht neu, aber warum muss das Rad denn auch immer wieder neu erfunden werden? Hoshinos Figuren sind effektiv in Szene gesetzt und die Schauspielerische Leistung der fast ausschliesslich mit Filmdebutanten besetzten Rollen, ist überraschend gut. Wie oft beim japanischen Suspense, ist auch bei Cursed wenig Drive in der Handlung (steht ja schon fast im Widerspruch zur Bedeutung des Wortes), was vor allem nicht Asien orientierten Cineasten schnell langweilig werden könnte. Im Gegensatz zu beispielsweise Ju-On oder Kairo (Pulse), ist das Storyboard von Cursed zudem eher schlicht und gradlinig gehalten. Etwas mehr Raffinesse hätte dem Film gut getan.