Wenn Sie Ihre Gäste einmal nach allen Regeln der Kunst kulinarisch verwöhnen wollen und sich auch an etwas exotischere Gerichte heranwagen wollen, sollten Sie sich einmal das Curry-Buch aus der Teubner-spezial Edition ansehen. Leider wird es jedoch in den meisten Fällen beim „ansehen" bleiben, denn die Gerichte hören sich zwar sehr interessant an, doch viele der Zutaten sind leider etwas zu extravagant für unsere Region. Schließlich gibt es Emufleisch, Känguruh-Hüftsteaks oder Papageifische nicht unbedingt an jeder Straßenecke zu kaufen und selbst die Zutaten für „Curry von gefüllten Paprikaschoten" können so manche Hausfrau auf die Palme oder besser gesagt auf eine Einkaufs-Odyssee bringen, denn wo bekommt man Bockshornkleesamen und was ist bitteschön Garam masala? Diese ausgefallenen Zutaten ziehen sich leider wie ein roter Faden durch viele Rezepte des Buches. Und obwohl es über eine exzellente Warenkunde, zahlreiche Ratschläge und Küchentipps rund um das Thema Curry beinhaltet, helfen auch die verführerischsten Bilder von köstlich anmutenden Gerichten nicht darüber hinweg, dass ein Rezept, für das es keine Zutaten zu Kaufen gibt, wertlos ist. So kann man zusammenfassend leider nur sagen, dass das Curry-Buch ausschließlich etwas für sehr erfahrene Köche ist, die auch weite Einkaufsfahrten und längere Kochsessions in Kauf nehmen, wenn am Ende ein ganz besonderes Essen auf dem Tisch stehen soll.