klemperer erzählt aus seiner jugend. von seiner kindheit in einem kleinen ort, in dem sein vater rabbiner war, kritischer rabbiner, den es schließlich nach berlin in die "reformgemeinde" zieht, einer jüdischen gemeinschaft, deren mitgleider sich von alten jüdischen riten vielfach verabschieden und auf integration in die bürgerliche gesellschaft der jahrhundertwende bedacht sind. er erzählt von seinerr schulzeit in berlin, seiner kaufmannslehre und seinen reisen, vom ersten weltkrieg. es könnte oftmals fast die geschichte eines normalen, bürgerlichen deutschen auf dem (um)weg zur professur sein. fast. das buch ist stilistische wunderbar geschrieben, spannend zu lesen, anschaulich, facettenreich.