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Zwölf Jahre später arbeitet Chloe alias C.J. Townsend als hartgesottene Staatsanwältin in Miami -- die Beste in ihrem Fach. Eines Tages nimmt die Polizei bei einer Verkehrskontrolle einen Mann fest, der im Verdacht steht, mehrere junge Frauen ermordet und verstümmelt zu haben, und C.J. wird mit der Anklage betraut. Doch als sie dem mutmaßlichen Mörder gegenübertritt und seine Stimme hört, bleibt ihr fast das Herz stehen: Dies ist der Mann, der sie vor zwölf Jahren vergewaltigt hat. Die abgebrühte Anwältin C.J. wird in einen tiefen Gewissenskonflikt gestürzt. Eigentlich müsste sie den Fall wegen Befangenheit ablehnen. Andererseits bietet sich ihr die einmalige Chance, sich an dem Mann zu rächen, der beinahe ihr Leben zerstört hätte.
Kaum zu glauben, dass Cupido Jilliane Hoffmans erster Roman ist. Die amerikanische Autorin beweist von der ersten Seite an eine erzählerische Souveränität, die Vergleiche mit den ganz Großen des Genres wie John Grisham und Thomas Harris ausnahmsweise einmal nicht übertrieben erscheinen lassen. Atemlose Spannung, die teilweise an die Grenze des Erträglichen geht, eine komplexe Hauptfigur und ein glaubhafter und interessanter Konflikt sorgen dafür, dass dem Leser kaum Zeit zum Umblättern bleibt. Der realistischen Darstellung der Gerichtsszenen merkt man Jilliane Hoffmans Erfahrungen als ehemalige Staatsanwältin in Florida an. Das ungewöhnliche Ende des Romans verrät ihren Mut, ausgetretene Pfade zu verlassen und eigene Wege zu beschreiten. Das furiose Debüt einer Autorin, von der Freunde nervenaufreibender Thriller noch einiges zu erwarten haben! --Steffi Pritzens -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Um mit dem Leben nach der Vergewaltigung fertig zu werden, verlässt Chloe New York und wird jemand anderes: C.J. Townsend, stellvertretende Staatsanwältin in Miami/Dade-County und eine vermeintlich graue Maus.
Während einer Verkehrskontrolle wird zufällig ein Mann festgenommen, der als der Verdächtige in den „Cupido-Morden" gilt. Während seiner Anhörung vor Gericht erkennt C.J. an seiner Stimme und an einer Narbe an seinem Unterarm, dass er der Mann ist, der sie 1988 in New York vergewaltigt hat. Eigentlich müsste C.J. den Fall an einen anderen Staatsanwalt abgeben, weil ihre Unvoreingenommenheit gegenüber dem Verdächtigen nicht gewährleistet ist. Sie ficht einen inneren Kampf mit sich aus und als sie erfährt, dass ihre Vergewaltigung schon längst verjährt ist und Robert William Bantling im Staat New York deswegen nicht mehr belangt werden kann, entschließt sie sich, den Fall nicht abzugeben. Fraglich ist nur, ob sie Gerechtigkeit oder Rache sucht......
Jilliane Hoffman hat mich mit ihrem Erstlingswerk total begeistert, ich konnte „Cupido" kaum aus der Hand legen. Sie hat C.J.'s zwölfjährigen Albtraum so realistisch geschildert, als ob ihr selbst zumindest etwas Ähnliches passiert wäre.
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