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Wie „Branded" (Alissa Quart) oder „No Logo" (Naomi Klein) oder früher "Schafft das Fernsehen ab!" (Jerry Mander) attackiert Lasn die Herrschaft der Marken, Konzerne und des Konsumkapitalismus über die Köpfe und Seelen der Menschen. Mit dem Zweck, uns überflüssige und schädliche Dinge zu verkaufen: Drogen, Autos, Mode und Junkfood. Das macht ihn so wütend - und mich auch. Wut findet Lasn ganz toll, viel besser als die Ohnmacht des Zynismus oder des Cool-Seins - daß er vor diesem Buch schon diverse Projekte initiierte, um seinen Ärger in konstruktive Bahnen zu lenken: die „Media Foundation", das „Adbusters Magazine", das „Culture Jammers Network".
Versuche, andere Ideen unter die Leute zu bringen, weg von Konsum und endlosem Fernsehen. Höchste Zeit, da kann ich ihm nur zustimmen. Lasns Ziele sind klar: die Medien müssen Allen gehören; Konzerne müssen Verantwortung für Ihr Tun tragen; in Verkehr und Energiewirtschaft müssen „reale Preise" Einzug halten (eine Tankfüllung müßte 250 Dollar kosten); Konzerne sind keine Personen. Dazu wartet er mit Beispielen auf, aus seinen eigenen Erfahrungen: wie rede ich mit Telefonmarketing-Personen, wie streite ich mit lokalen Fernsehsendern um Sendezeit, wie macht man Produkte uncool, wo finde ich Hebelpunkte für meine Nachbarn, wie hilft das Internet, wie umzingele ich einen Fast-Food-Shop.
Daneben erhält man auch noch einen Einblick in die Geschichte: Aldous Huxley's „Schöne Neue Welt", Punk, Situationisten, Dadaisten, 68er... nicht zu vergessen: die bunten Bilder mit Beispielen zu Adbusting: das Baby voller Markentatoos, das CK-Huhn in handlichen Portionen, oder Joe, das desillusionierte „Camel"-Kamel...
Die Bilanz des Buches ist: Hör auf, Dich zu unterwerfen! Spiele nicht mit! Werde unfreundlich! Du wirst sehen, wieviel Spaß das macht! Viel mehr Spaß, als passiv, unter Unbehagen, doch klaglos, die „Soma"-Pillen der Konzerne zu schlucken.
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