Welcher Student der Kultur- und Sozialwissenschaften hat nicht schon vom "linguistic turn" gehört bzw. sich mehr oder weniger eingehend damit beschäftigt.
Seit den 70'er-Jahren ist er in aller Munde.
Bachmann-Medick stellt in ihrem Buch dar, wie sich die Kulturwissenschaften seitdem über mehrere "turns" hinweg entwickelten, und so den "linguistic turn" peu à peu zum Verblassen brachten.
Aktuelle kulturwissenschaftliche Diskussionen rund um den "spatial turn", "iconical turn" aber auch andere Entwicklungen (interpretive, performative, reflexive / literary, postcolonial, translational turns) werden einzeln und verständlich abgehandelt.
Verständlich ist eh das Schlüsselwort: hier erhält man einen Überblick, ohne ständig auf andere Werke rekurrieren zu müssen bzw. ohne ständig einen Fremdwörter-Duden zu gebrauchen.
Kurz: für jeden, der in Sachen "Kulturwissenschaft" auf dem Laufenden sein möchte ist dieses Buch ein absolutes "must have".