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Cultural Hacking: Kunst des Strategischen Handelns: Die Kunst des Strategischen Handelns
 
 
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Cultural Hacking: Kunst des Strategischen Handelns: Die Kunst des Strategischen Handelns [Taschenbuch]

Thomas Düllo , Franz Liebl
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Springer Vienna; Auflage: 1 (14. Dezember 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3211232788
  • ISBN-13: 978-3211232781
  • Größe und/oder Gewicht: 24 x 15,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 674.479 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Cultural Hacking - Kunst des Strategischen Handelns illustriert die M”glichkeiten kultureller Innovation heute. Von den Dadaisten ber Situationismus und Punk existiert eine direkte Entwicklungslinie zu aktuellen Formen subversiver Strategien. Und diese folgen der Logik von Hackern: in fremde Systeme eindringen, sich darin orientieren und dann neue und berraschende Orientierungen einfhren. Die Herausgeber haben Experten versammelt, die Cultural Hacking in unterschiedlichsten Anwendungskontexten praktizieren - und zwar als Designer, Knstler, Manager, Aktivisten, Wissenschaftler.
Das Arsenal ihrer strategischen Ans„tze umfasst: Placebo-Produkte - Uniformierende Markenkommunikation - Terroristische Appropriation - Coolness-Kompetenz - Dekonzeptuelles Coding - Hysteriebasierte Marktsegmentierungen - Brand Hacking

Über den Autor

THOMAS DÜLLO. 1990–2001 Gechäftsführer der Angewandten Kulturwissenschaften an der Universität Münster. Seit 2001 wissenschaftlicher Assistent an der Universität Magdeburg, Studiengang Cultural Engineering. FRANZ LIEBL. Seit 1994 Lehrstuhlinhaber an der Wirtschaftsfakultät der Universität Witten/Herdecke; derzeit Inhaber des Aral Stiftungslehrstuhls für Strategisches Marketing.

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Einleitungssatz
Thomas Dullo, geb. 1954, nach Studium der Germanistik, Philosophie, Kunstgeschichte und Erziehungswissenschaft in Munster, nach Promotion in Literaturwissenschaft und Tatigkeiten als Lehrer und Journalist von der Literaturwissenschaft zur Kulturwissenschaft konvertiert. Lesen Sie die erste Seite
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Format:Taschenbuch
Die beiden Herausgeber bearbeiten das Feld der Kultur der eigenen Herkunft nach aus zwei Richtungen, in denen 'Übergriffe' zwischen verschiedenen Systemen selbst schon zur Methodik gehören: aus der Perspektive des "Cultural Engineering" bzw. des Strategischen Marketings. "Hacking" ist zugleich Erkundung (Exploration) eines Gebiets und dessen Erweiterung durch Überschreitung bzw. bewusste 'Verletzung' der Grenzen. Es knüpft der Form nach an Auseinandersetzungen mit dem System Gesellschaft und seinen Subsystemen (Wirtschaft, Kunst, Kultur, Religion usw.), an die schon die frühen Avantgarden der Moderne 1900 angetrieben haben (Surrealismus, Dadaismus, Situationismus). Neu am heutigen Cultural Hacking ist den Autoren zufolge der Fokus auf der Ökonomie als Widerpart: Nachdem vor allem die Religion als Skandalon weggefallen ist, konzentriert sich die Auseinandersetzung auf das Paar "Kunst und/vs. Konsum".
Die Geste des Hackings bedeutet im Kern nicht Auflehnung gegen eine (über)mächtige Ökonomie, sie schafft oder ermöglicht vielmehr Souveränität durch Strategien der Einverleibung, Anverwandlung und Umdeutung (Neu-Codierung). „Es geht bei diesen Interventionen um ein Bewältigen und Mitgestalten von alltäglichen Transformationsprozessen - und damit um kulturelle Innovation in ihrem allgemeinsten Sinn."(S. 31) Der Nutzen ist, so stellt es dieser Band dar, ein doppelter. Zum einen liefert Cultural Hacking eine den tatsächlichen Herausforderungen (besser) angepasste Strategie, die mit der Segmentierungserfahrung der Lebenswelt Schritt halten kann. Sie trägt aber auch den Erfordernissen der Ökonomie Rechnung, weil sie „Andockstellen in den Vorstellungswelten der Konsumenten" eröffnet, die selbst von jener Segmentierung betroffen sind.
So gesehen wäre Cultural Hacking selbst wieder eine zeitgemässe Form der Aneignung von gesellschaftlichen Prozessen, die im rohen Zustand unverdaulich sind - eine spielerische, dabei zugleich oft sehr disziplinierte Übersetzungsarbeit. Sie produziert keine Interlinearversionen, sondern erzeugt kulturelle Bilder neu, indem sie das Material umschafft.
Die insgesamt 18 Beiträge des Sammelbands bewegen sich zwischen theoretischer Aufbereitung - die den Leser gelegentlich durch eine gekünstelte Theoriesprache enervieren - und Dokumentation verschiedener Praxisformen des Cultural Hacking. Es dürfte kein Zufall sein, dass diese Impulse, wie die umfangreiche „Bestandsaufnahme" zu „Art and Business of Cultural Hacking", am meisten Gewinn bringen. Darstellung bekommt einem Phänomen, dass sich durch Paradoxierung, Interaktion und Authentifizierung auszeichnet (S.348), offenbar besser als der Versuch, es frühzeit wieder in eine Diskurstheorie einzubinden.
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