Dieses Buch unterscheidet sich von anderen Italienkochbüchern dadurch, dass man nicht nur Rezepten, sondern auch der spezifischen Warenkunde ein besonderes Augenmerk schenkt und ausgiebig die Spezialitäten der einzelnen Regionen dieses gesegneten Landes näher beschreibt. Natürlich ist vom Wein und von Spirituosen die Rede und es werden durchaus nicht nur die Gebiete des Chianti in der Toscana und des Brunello im Piemont hervorgehoben!
Über Reis und Nudeln, über Tomaten, Zitronen und über Trüffel wird ebenso ausgiebig berichtet, wie über Fische, Schalen- und Krustentiere, über Schafe , Ziegen und andere Proteinträger, als auch über das Milchprodukt Käse und dessen Facettenreichtum.
Schinken aus San Daniele ist als Belag eines "Panino" oder "Tramezzino" eine Köstlichkeit in italienischen Bars. Wer in Venedig "Harrys Bar" besucht sollte allerdings " Carpaccio di Cipriani" probieren, wenn man der Empfehlung der Autoren Glauben schenken darf. Wie stellt man " Risi e Bisi" her und was ist Polenta? Was macht den Kick bei " Risotto alla Milanesa" aus? Wo wir gerade von dieser Mailänder Spezialität sprechen , kennen Sie " Ossobuchi alla Milanese "oder " Scalopine al Limone"?
Kennen sie die Spezialiäten der Räucherkammern des Aostetals ?
Hat man Sie bereits mit den Geheimnissen der Herstellung von " Castelmagno" und " Gorgonzola" vertraut gemacht? Kennen Sie die Fundstellen von weißen Trüffeln aus Alba? Oder zumindest eine delikate Trüffelspeise? " Uova alla piemontese con tartufo bianco" soll besonders fein schmecken, wie die Einheimischen hinter vorgehaltener Hand verraten. Wer Nudeln mag, sollte sich mit Pestorezepten befassen, um " Pesto alla Genovese" zuzubereiten , benötigt man keinen Kochkurs, schwieriger wird es , wenn man "Capellini" selbst herstellen möchte. Diese kauft man besser fertig!" Mortadella", "Coppa" und "Salsiccia" kannte man schon zu Zeiten Cassanovas in Italien und von " Aceto Balsamico" glaubten adelige Familien im frühen 17. Jahrhundert die Tinktur wecke Tote auf! Wie schneiden Italiener das Fleisch ihrer Rinder und ihrer Schweine? Was bereitet man aus "Lombata", was aus "Fesa" und was aus "Fianchetto" oder "Prosciutto" zu? Haben Sie sich schon mit der Küche der alten Römer befasst? Sich mit Apicius auseinandergesetzt? Die Autoren berichten über diesen Zeitgenossen des Kaisers Augustus und erklären genau, wie man " Sala cattabia Apiciana" ( Hühnersalat a la Apicius) zubereitet.
Was Antipasti sind, weiß mittlerweile jeder, aber wer hat als Vorspeise schon mal " Taralli" oder " Bottarga" auf dem Teller gehabt? Womit hat der Leibkoch des Papstes im 16.Jahrhundert diesen erfreut? Mit " Anatra alla Scappi" ! Das Rezept für Scappis Ente kann man zuhause nachkochen und seinen Gästen stilnachempfindend Kaffeewärmer auf den Kopf setzen. Mit Nudelgerichten aus allen Regionen Italiens wird aufgewartet und mit Pizza-Klassikern ebenfalls. Die Fischsuppe " Zuppa di pesce di Gallipoli" zeigt, welche Fische und Meeresfrüchte die Italiener bevorzugen. In keiner Region wird so opulent gekocht , wie in Sizilien. " Il Timballo del Gattopardo" scheint die Mafiosi freundlich zu stimmen und " Granita" verschafft ihnen die Abkühlung, die ihre erhitzten Gemüter pausenlos nötig haben. Wer Meeresfrüchte mag, sollte sich mit den Rezepten " Calamari Ripini", "Aragosta al Forno" oder mit " Scampi a zuppetta" befassen und abschließend eine wunderbare " Zabaione" oder eine andere "Dolci" genießen , hinterher wie ein Russe "Grappa" trinken und dabei feinsinnig auf Goethes Frage: " Kennst du das Land , wo die Zitronen blühn?" eine ehrliche Antwort finden!
Empfehlenswert!