"Cujo" ist ein für Stephen King in mancher Hinsicht typisches Buch: Vor allem ist es, wie die meisten anderen Romane Kings auch, von der ersten (allerdings manchmal auch erst von der 100., was aber in "Cujo" nicht der Fall ist) bis zur letzten Seite spannend und unterhaltsam; beim Leser kommt keine Langeweile auf und man möchte das Buch am liebsten in einem durch lesen. Aber auch weitere Stärken Kings sind in "Cujo" wieder einmal zu bewundern: Zum einen ist da sein psychologisch einfühlsamer Erzählstil: Im Gegensatz zu manch anderem Horrorautor macht Stephen King klar, warum seine Figuren so und nicht anders handeln, indem deren Gedanken und Gefühle (in diesem Fall besonders schön und interessant, da es sich zum Teil um die Gedanken und Gefühle der Hauptfigur, Cujo, der ein Hund ist, handelt) detailgenau und einfühlsam beschreibt; so kommt manch eine Handlung, die von außen betrachtet völlig irrational und unwahrscheinlich erscheint, dem Leser nur konsequent vor. Zweitens ist Kings Erzählstil wirklich erwähnenswert (deshalb sollte, wer kann, die englische Originalversion lesen!); ein feiner Humor und eine gewisse Ironie sind immer in seinen Sätzen zu finden, was das Lesevergnügen nicht unerheblich steigert. Drittens schafft es Stephen King auch in "Cuko" mal wieder, aus einer ganz alltäglichen, ja beinahe idyllischen Situation, eine furchterregende und erschreckende Horrorgeschichte aufzubauen; viele der Situationen in Kings Geschichten dürften dem Leser aus der eigenen Erfahrung bekannt sein (hier fährt zum Beispiel eine Frau samt Kind in einem Auto, um dann auf Cujo zu treffen ...). Ach ja, und "Cujo" spielt mal wieder in Castle Rock; wer viele Bücher Kings gelesen hat, wird die Querverweise wohl schon kennen. Außerdem ist "Cujo" eins der Bücher, zu denen man sich ruhig auch den entsprechenden Film anschauen kann; zwar geht hier natürlich die psychologische Ebene verloren, dafür ist er wirklich spannend und gut gemacht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)