Obwohl Asphyx bereits Ende der Achtziger ein Demo gleichen Namens veröffentlicht hatten, entschloss man sich nach dem fulminanten "The Rack"-Debut offensichtlich dazu, einige ältere Songs auf dieser EP nochmals neu zu interpretieren. "Crush the Cenotaph" besteht mehr oder weniger aus zwei alten Demo-Songs plus einem bis dato noch unveröffentlichten Song namens "The Krusher", der später allerdings auch auf der "Last One on Earth"-Scheibe vertreten sein wird - angereichert durch zwei konzertante Livemitschnitte von Kompositionen des Albums "The Rack". Worin also der Reiz dieser Veröffentlichung bestehen soll, möchte nun vielleicht jemand fragen?
Erstlich wartet "Crush the Cenotaph" mit einem Mördersound auf, der ungeheuer böse und crunchy aus den Amps quillt - um Längen besser, als dies etwa bei den alten Demos der Fall war! Sägende Gitarren, ein wummernder Bass und wohl akzuentierte Drums sorgen für ein unvergleichliches Death-Metal-Inferno, wie man es in dieser Form wohl selten zu Ohren bekommt und das vielleicht deshalb einen so originellen Eindruck hinterlässt; irgendwie lässt sich jener atypische Sound wohl am ehesten als eine wohltemperierte Mischung zwischen alten Autopsy und alten Entombed beschreiben. Die Songs selber kommen dafür wieder in Asphyx-typischer Manier daher, d. h. schleppenden Passagen folgen aggressive Knüppelparts, die es in sich haben, und die Riffs sind sowieso hochkarätig und eingängig, wie wir dies von Asphyx eben gewohnt sind! Gewiss, auf die beiden Live-Tracks hätte man ebenso gut verzichten können, aber hier ging es wohl in erster Linie darum, das Opus auf eine halbwegs angemessene Spielzeit zu bringen. Fazit: Die volle Punktzahl für die Studiosongs, für die etwas überflüssig erscheinenden Livemitschnitte müssen wir jedoch leider einen Punkt abziehen, was in Summe vier satte Sterne ergibt! Übrigens findet sich die gesamte "Crush the Cenotaph" auf der neuesten "Last One on Earth"-Edition als Bonusmaterial wieder, was den Kauf dieser EP wohl für viele a priori überflüssig macht. Aufgrund des Kults wohl nur etwas für Nostalgiker!