"Black Light Burns" ist die neue Hauptbetätigung von Wes Borland, ehemaliger Gitarrist der Gruppe "Limp Bizkit". Das war der Typ, der immer die schwarzen Kontaktlinsen trug. Zusammen mit Danny Lohner (Nine Inch Nails, a Perfect Circle ), Josh Eustis (Telefon Tel Aviv) und Josh Freese (The Vandals, A Perfect Circle, Nine Inch Nails) bildet er diese "Soupergroup".
Um es kurz zusammenzufassen : Das Album ist hip, verrückt, cool, gruftig, interessant, unberechenbar, technisch perfekt, manchmal düster aber so wahnsinnig spannend. Josh Freeze, dieser unglaublich gute Drummer raubt einem fast den Atem. Wes Borland hat von Danny Lohner diese so düster klingenden "Nine inch Nails" Gitarren übernommen und irgendwie orientiert sich der Sound auch an den NIN und den düsteren Werken von "a perfect circle", die wiederum geprägt sind von den düsteren Werken von Maynard James Keenan von "Tool".
Die erste Single "Lie" bringt den Sound der Band am Besten rüber : Eine komplett düstere Bassline und die magische Keyboard Spur lassen leicht das gruseln aufkommen, bis dann im Refrain diese unfassbar dreckig klingende Gitarre von Wes Borland auftaucht. Ein Gruftie - Song erster Güte. Aber das Teil rockt, das ist sensationell !
Der Opener "Mesopotamia" ist ein ganz besonders Highlight der CD. Beim ersten mal hören kann man den Song überhaupt nicht einordnen. Ein relativ schneller Beat Rhythmus, untermalt von merkwürdigen Gitarren und diesen hohen Keyboard Sequenzen klingt genau wie eine Titelmelodie aus "The Monsters". Nach zwei Minuten kommen dann die Gitarren stärker hervor, und man merkt, das es sich doch um einen Rock - Song handelt. Nach drei Minuten kommt dann auch noch das Drumsolo von Josh Freese, und spätestens dann bin ich schon fast in Trance. Einfach genial.
Wes Borland experimentiert auf dem ganzen Album mit diversen Geräuschen und Klängen, auch als Sänger macht er sich richtig gut. Das Songwriting einiger Songs ist wirklich erstklassig. Borland versucht in den Songs, eine gewisse Spannung aufzubauen, bis jeweils gegen Mitte hin das Lied meist eine soundmässige Wendung nimmt. Meist tauchen plötzlich andere Instrumente, Geräusche oder Rhythmen auf, die den Song in eine ganz andere Richtung lenken. Besonders zu hören bei Animal, ein cooler Rocker, der im Refrain plötzlich das Tempo drosselt. Ein ganz besonderes schwarzes Highlight ist auch der Song "Coward", bei dem nach drei Minuten plötzlich die Melodie komplett anders wird, Keyboards dazukommen und sich die Gitarren verstärken. Genau gleich ist es auch bei "Mark", welches nach zwei Minuten komplett neue, überraschende Elemente in den Song einbaut. Einfach genial !!
Ein besonderer Genuss ist das cool groovende "4 Walls", eine tolle Uptempo Nummer, mit mehreren, überraschenden Klangexperimenten.
Die letzen drei Songs sind eher langsam und anders als die Rocker am Anfang. "New Hunger" ist ein eher langsamer, melancholischer und ganz düsterer Song. Genauso ist es auch mit "I am where it takes me", komplett magischer Song mit Johnette Napolitano als Gastsängerin. "Idione Sky", ganz am Schluss, lässt dich dann komplett abtauchen..............
Wer gerne Rock mag, die mit Klängen experimentiert und trotzdem richtig cool rockt, sollte sich dieses düstere, melancholische aber Spannende Stück Musik zulegen. Die Wirkung kommt langsam, aber umso nachhaltiger.