Produktinformation
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| Disk: 1 | |||
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| 1. Megalomaniac | |||
| 2. A Crow Left Of The Murder | |||
| 3. Agoraphobia | |||
| 4. Talk Show On Mute | |||
| 5. Beware! Criminal | |||
| 6. Sick Sad Little World | |||
| 7. Pistola | |||
| 8. Southern Girl | |||
| 9. Priceless | |||
| 10. Zee Deveel | |||
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| Disk: 2 | |||
| 1. Lollapalooza (Video) | |||
| 2. Bridge Benefit (Video) | |||
| 3. While We Were Out (Video) | |||
| 4. Brandon's Injury (Video) | |||
Incubus haben den Versuch unternommen, gleichzeitig organischer (mit leichter Red-Hot-Chili-Peppers-Schlagseite) und freakiger (dezente Anleihen bei At The Drive-In und The Mars Volta) zu klingen. Der Spagat bringt zwar weniger eindeutige Hits als die Vorgängeralben Morning View und Make Yourself hervor, gefällt aber mit vielen mutigen Songideen, originellen Soundspielereien und genügend knackigen Grooves und markanten Refrains, um keinen Fan abzuschrecken. A Crow Left Of The Murder ist anspruchsvolle, innovative Rockkunst auf dem schmalen Grat zwischen hoher Kunst und massentauglichen Melodien. --Michael Rensen
Schon der erste Track („Megalomaniac") beweißt, dass sich Incubus verändert hat.
Trotz dem für die Band typischen Gitarrenriff hat sich der Sound deutlich verändert; die Drums ( Jose Pasillas II )haben einen dreckigeren Charakter, die Gitarren tanzen gegenüber anderen momentan aktuellen Trends soundtechnisch aus der Reihe (Gitarrist Mike Einziger hat hörbar sein altes Equipment über Bord geworfen). Auch kann man hier schon bemerken, dass sich DJ Kilmour, der Mann an den Turntables, wie in der Vorhergehenden Platte sehr angenehm im Hintergrund hält.
Ansonsten ist „megalomaniac" ein rockiger, gut gelungener Einstieg in das Album. Die politische Message, die sich dahinter verbirgt, kommt allerdings erst mit dem Videoclip heraus, in dem unter anderem Hitler gezeigt wird, wobei Sänger Brandon Boyd „you're no Jesus! Step down!" ins Mikrophon schreit.
Wenn man die zwei vorhergehenden Alben beachtet, hebt sich der nächste Track „a crow left of the murder" vor allem durch den Gesang hervor, welcher sehr hoch und komplex ist. Der Stil hebt sich von allem ab, was Incubus vorher fabriziert hat.
Die Combo zeigt hier schon ihre, songschreiberisch betrachtet, hohen Fähigkeiten.
Nach dem nächsten Song „Agoraphobia", welcher sich sehr melodisch und eher ruhig präsentiert, folgt ein sehr ähnlicher Track „Talk show on mute". Dieser lässt sich mit dem früheren Stil vergleichen.
Der nächste Song auf der Platte, „Beware! Criminal" kommt ein wenig rockiger daher und leitet das darauffolgende Stück „Sick sad little world" würdig ein.
Der von Anfang an zum mitpogen auffordernde Song findet seinen Höhepunkt in einem Gigant-Solopart der sich bis nah ans Ende mogelt um dann in einem Bombast-Finale aufzugehen.
„Pistola" stellt vor dieses Konzept kein Stopschild und zwingt einen geradezu zum abgehen. Das Rockt.
Dieses Konzept wird allerdings kurzzeitig von „southern girl" unterbrochen. Musikalisch gesehen ist der Track zwar eine sehr gut komponierte Ballade, die Lyrics allerdings lassen sehr zu wünschen übrig und sollten wohl besser nicht allzu ernst genommen werden.
Die romantische Stimmung verfliegt allerdings schnell, da „Priceless" dem Hörer so ziemlich alles um die Ohren haut, was aus den Instrumenten rauszuholen ist.
Man würde es als ziemlich überladen bezeichnen, bis uns ein Wahnsinnsgitarrensolo wieder an Incubus' Fähigkeiten erinnert.
„Zee Deveel" macht wieder da weiter, wo „Pistola" aufgehört hat; rockig, eingängig.
Mit „Made for TV movie" geht es genauso weiter, Herr Einziger scheint sein altes Faible für strange Gitarresounds gefunden zu haben, welche sich effektmäßig nicht eindeutig identifizieren lassen. Sehr interessant.
Dieses Faible bestätigt sich im Anfang des darauffolgenden Songs „Smile lines", welcher mit seinen Breaks zweimal den Anschein erweckt, zu Enden, wonach stattdessen ordentlich weitergerockt wird.
„Here in my room" ist das erste Stück in der Incubus-Geschichte, in dem ein Piano den Ton angibt, worauf Gitarrist Einziger klimpert.
Es ist auch das definitiv Gefühlvollste Stück auf dem Album, obgleich der Text nicht das Klischee einer Ballade erfüllen möchte: „love is a verb here in my room" was übersetzt so viel heißt wie: Liebe ist ein Verb (man rufe sich in Erinnerung Verb= Tu-Wort) hier in meinem Raum.
Der finale Titel, welcher sich „Leech" nennt, bildet einen gelungenen Abschluss. Sehr rockig, wobei die Band (man höre und staune) schon wieder ein neues Instrument für sich entdeckt hat. Es stammt aus dem asiatischen Raum. Den Namen wissen wir nicht. Incubus wahrscheinlich auch nicht. Klingt aber lustig.
Alles in allem ist „A crow left of the murder" eine sehr abwechslungsreiche, rockige und genial komponierte Platte.
Alle Achtung.
Schon mit ihrer ersten Single-Auskopplung "Megalomaniac" haben sie die Erwartungen an den Longplayer hochgeschraubt. Trotzdem fällt es ihnen auch diesmal nicht schwer, selbige zu erfüllen.
Ein Album, was mit ausgesprochen schönen Tönen daherkommt und sich diesmal nicht einfach an die Allgemeinheit richtet, sondern vor allem mit den weltpolitischen Ereignissen, die sich in den letzten Jahren abgespielt haben, abrechnet ("Megalomaniac", "Made For TV Movie").
Am meisten aufgefallen (außer "Megalomaniac", zu dem im Übrigen ein großartiges Video entstanden ist) ist mir "Made For TV Movie", weil die Zeilen "Hello!? I'm trying to focus but my eyes deceive me..." und die schöne Gitarren-Unterlegung sofort in den Bauch gehen.
Wie gewohnt ist das Album ein Gesamtkunstwerk, in das allerdings der an "S.C.I.E.N.C.E." erinnernde Track "Priceless" nicht ganz hineinpasst.
Gewöhnt sind wir auch die gesanglichen Qualitäten von Sänger Brandon Boyd, ungewohnt allerdings die hohe Stimme bei "Leech".
Insgesamt trotzdem fünf Sterne, weil Incubus nach wie vor zu den besten Bands der Zeit gehören und mit ein hervorragendes Album produziert haben.
Ungewohnt übrigens auch der neue Basser der Band, Ben Kenney, der sich jedoch voll in die Band eingegliedert zu haben scheint und auf der Bühne wesentlich zappliger ist als Dirk Lance ;)
Megalomaniac ist die erste Single und dadurch wie gewohnt der Track, den ich meist skippe [Wie ein By The Way auf der gleichnamigen Chili Peppers Platte].
Trotzdem überzeugt dieser Song, besonders durch den genialen Gitarrenpart und den griffigen Chorus.
Selbst meine Freundin, die sonst mit dieser "Krachmusik" nichts zu tun hat, tanzte heute durch die Küche und ich konnte Fetzen wie "You're no fucking Elvis" aus ihrem leisen Gesang aufschnappen. Ohrwurmpotenzial.
Mit dem zweiten Song, der den Albumnamen A Crow left of the murder trägt treffen die Jungens [mit genialem neuen Bassisten wie ich finde] bei mir aber bereits ins Schwarze. Der Track beginnt langsam und still und bricht dann aber auch schnell los. Sowohl Gitarre als auch Bass treiben diesen Song immer weiter vorwärts.
Das Ganze hat dann zwischendurch einen Ruhepunkt mit sphärischen Klängen und ruhiger Gitarre und schaukelt sich dann langsam wieder hoch und endet dann mit einem verzweifelt schreienden Brandon Boyd "Yet, Do you get it?!".
Schon direkt ein Erlebnis zum Anfang. Auf jeden Fall ein genialer Song.
Es folgt Agoraphobia, ein eher ruhiger Song, der allerdings einen sehr melodischen Chorus hat, dahinfliesst und in seinem Verlauf doch einige Überraschungen bietet.
Auf jeden Fall solide.
Mit Talk Shows On Mute folgt ein weiterer eher stiller, melodischer Song bei dem ich mich noch nicht endschieden habe, ob ich ihn mag, oder nicht. Auf jeden Fall sehr chillig und interessant. Im Verlauf gibt es auch ein schönes Gitarrenstück, welches gut zur Athmosphäre beiträgt.
Alles in allem doch sehr gut.
Beware! Criminal ist eins der Stücke, die dann wieder auf dem Niveau des zweiten Tracks sind. Wieder sehr treibende Gitarre, coole Bassstücke und unerwartete Tempowechsel. Der Text gefällt mir auch sehr gut...
Könnte etwas aggressiver gesungen sein, aber gut...
Auf jedenfall vom Verlauf her ein sehr abwechslungsreiches Stück mit ruhigen Teilen, vielen athmosphärischen Hintergrundeffekten und wieder plötzlich einsetzenden lauten aggressiven Parts.
Sick Sad Little World : Vermutlich das beste Stück auf der Platte. 6:23 lang und von Vorn bis Hinten so abwechslungsreich, dass es hier jetzt zu lange dauern würde das halbwegs darzustellen. Sehr geniale Bass und Gitarrenparts drin. Mal laut, mal leise, mal sehr chillig und vor allem ein geniales "The Mars Volta" mässiges Gitarrensolo fällt auf. Wie gesagt einer der besten Songs...
Pistola...schon vom Text her genial irgendwie.
Anfangs still, aber der Schein trügt schnell und schon prescht Boyd los : "And my pen is a Pistola!" und ein verdammtest Gewitter aus Gitarre, Drums und Bass bricht auf einen los um dann den Track weiter vorran zu treiben.
Der Track beruhigt sich dann auch nicht wieder sondern bleibt druckvoll. Wieder interessante Effekte und auch ein cooler Bass Part in der Mitte, der von Boyd mit Klatschen begleitet wird, woraufhin Mike dann mit seiner Gitarre sofort noch einen nachlegt. Kurze Ruhepause, die sich dann aber sofort im Chorus wieder entläd.
Ein Track wie das folgende Southern Girl darf natürlich auf ner Incubus Platte nicht fehlen. Guter alter Lovesong, der eigentlich sofort funktioniert. Schöne Gitarrenparts drin, die zur schönen, sanften und dichten Athmosphäre beitragen.
Sehr schön...verzeiung, wenn ich so oft das Wort schön benutze.
Ohne Umschweife, fast schon etwas zu krass kommt dann sofort ein Hartes Drumsolo auf den Hörer zu. Ein Kurzer Schrei und schon leutet die scheppernde Gitarre Priceless ein.
Erinnert sehr an S.C.I.E.N.C.E. Tage, wenn in all dem Trubel plötzlich eine total chillige Passage auftaucht, die so gar nicht passen will und doch perfekt an dieser Stelle ist.
Der Chorus überzeugt mich nicht wirklich.
Stille und ein cooles Solo folgt in dem Einziger und der neue Bassist Ben Kenney zeigen, was sie können und funky zeigen, was die Chili Peppers früher mal konnten.
Genial!
Zee Deveel : Sehr direkt, wieder Abwechslungsreich und wieder trügt der erste Schein und was sehr poppig klingt bietet dann doch sehr verquere Gitarrenparts und peitschende Drums und einen Part in dem man fast denken könnte Marilin Manson sänge. Der Chorus wird von schönem Backgroundgesang begleitet und schon ist das ganze vorbei und man hat ne wilde Fahrt hinter sich.
Made For TV Movie startet recht ruhig aber bereits sehr dicht durch viele athmosphärische Hintergrundgeräusche.
Der Chorus wird dann etwas lauter und zerläuft sich in einem schönen Gitarrenteil und schon ist man in der nächsten Strophe. Wieder landet man beim eher popigen Chorus und doch geht es alles anderes als popig weiter, sondern sehr rockig mit tiefen, bösen Gitarren und fortan treibenden drums.
Der Schlusspunkt wird dann wieder eher ruhig gesetzt.
Smile Lines beginnt sehr energetisch mit schnellem Drum und allerlei Hintergrundgeräuschen und rollt dann los um schneller zu werden und mit Einsetzendem Gesang doch erst nochmal ne Stufe runter zu schalten.
Doch wer dieses Album mittlwerweile verstanden hat weis, dass es jetzt natürlich wieder lautstark in den Chorus geht. Besonders auffällig ist der Bass, der fast kling wie ein Banjo oder irgendwas in der Art. Und schon wieder entläd sich alles im Chorus, der wiederholt wird und auf den Stille folgt. Das Knarzen eines Amps ist zu hören und schon geht es lautstark mit coolem Gitarrenpart, der wirklich in die Eier tritt weiter. Das ganze zerläuft sich dann wieder in kurzzeitiger Stille und die Drums werden immer leiser, stoppen komplett und es singt nur Boyd, von wenigen Gitarrentönen begleitet und der Chorus kickt wieder rein und beendet das Ganze druckvoll.
Was stille Sachen angeht folgt mit Here In My Room ein echtes Schätzchen. Wenn ich ein Supermodel als Freundin hätte, würde ich diesen Song vermutlich auch schreiben...
Auf jeden Fall sehr melodisch, sehr schön, sehr ehrlich...ich höre den oft, wenn ich Nachts im Auto sitze und von irgendwo nach Hause fahre, weil ich dabei so wunderbar abschalten/abschweifen kann. [Ja, ich weis, genau das richtige um es im Auto zu tun...]
Fazit : Schön.
ES HÄTTE DER LETZTE SONG AUF DER PLATTE SEIN MÜSSEN, denn es hätte einen wunderbaren Schlusspunkt gesetzt wie einst Aquerous Tansmissions bei der Morning View.
Aber Dieses Album hat nichts mit Morning View zu tun und das ist auch gut so...
Was gibts zum Schluss? Leech - Einen Track, der zwar interessant und weisgott abwechslungsreich ist und auch einige Parts hat, die wirklich sehr geil sind, der für mich aber kein würdiger Schlusstrack für diese Platte ist...und dann ist er doch wieder genial und er passt doch wieder.
Es Hängt von der Laune ab. Ich kann dieses Teil auch nicht beschreiben, aber seis drum...der einzige Track, der für mich persönlich irgendwo ein Schwachpunkt der Platte ist, weil er einfach schlecht positioniert ist, auch wenn die Textzeile "The ride is over", welche hier am Schluss immer wieder zu hören ist auf jeden Fall passend ist, denn es ist eine rasante Fahrt, die man hinter sich hat, wenn man die 58 Minuten A Crow Left Of The Murder hinter sich hat.
Was dort in einem Rock-Pop-Gewand daherkommt hat viele Qualitäten, die es erst zu entdecken gibt. Und hinterher fühlt sich die Platte jedes Mal anders an. Das Teil klingt oft roh und ein Review beschreibt das ganze recht gut : "Es klingt als sei das Ganze in einer Fabrikhalle für Roboter aufgenommen, die sich zwischendurch mit ihren eigenen Geräuschen zu Wort melden.
Dieses Album hat nichts mit Strand und Meer zu tun. Es ist schmutziger und auch wenn Boyd zu Morning View Zeiten noch behauptete er brauche kein Geschrei und keine Agrression mehr in seiner Musik, so beweist er hier das Gegenteil.
Wie gesagt, Incubus at their best!
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