Crosswinds ist eines der großartigsten Jazz-Alben der 70er Jahre und das beste Album von Billy Cobham aus dieser Zeit überhaupt.
Warum?
Zum einen sind die Titel superb arrangiert. Der Sound klingt auch unter heutigen Gesichtspunkten frisch und modern (im Gegensatz zu vielen anderen Fusion-Alben dieser Zeit, die heute antiquiert erscheinen). Die rhythmischen Finessen von Cobham lassen jedes Schlagzeugerherz höher schlagen.
Zum anderen wegen den großartigen Soli, allen voran den beiden Soli von Michael Brecker, dem einzigartigen - am 13. Januar diesen Jahres verstorbenen - Tenorsaxophonisten, der hier am Beginn seiner großen Karriere seinen unverwechselbaren Stil bereits deutlich erkennen läßt. In "The Pleasent Pheasent" setzt er den ultimativen Maßstab dafür, wie ein Tenorsaxophon in dieser Zeit zu klingen hatte. Und "Heather" ist eine einzige Liebeserklärung an dieses Instrument, welchem Brecker sämtliche Facetten der menschlichen Stimme entlockt.
Ein Meilenstein, der in keiner gut sortierten Jazz-Bibliothek fehlen sollte.