Ratgeber Crosstrainer

Crosstrainer erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit im Segment der Ausdauer-Geräte, forcieren sie doch den Ganzkörper-Einsatz auf eine sehr sanfte Weise. Wie auf Schienen rotieren die Füße vor und zurück. Der Bewegungsablauf beschreibt eine Ellipse, weshalb manche Modelle noch heute als "Ellipticals" bezeichnet werden. Das englische Wort „Cross“ bezeichnet das Kreuzen der Arme und Beine. Praktisch entspricht die Bewegung dem Joggen oder Walken: Geräte mit der Schwungmasse vorne simulieren eher das Walken, ist die Schwungmasse hinten, ähnelt die Bewegung dem Joggen.

Crosstrainer eignen sich perfekt, um den Körper auch nach längerer Pause langsam wieder in Form zu bringen. Beine, Rumpf, Schultern und Arme: Da alle großen Muskelgruppen aktiv sind, mobilisiert und kräftigt das Training im großen Stil, dazu steigert es zügig den Energieverbrauch, von moderat bis intensiv. Die rhythmische Pendel-Bewegung von Armen und Beinen schult optimal für die Walking- oder Jogging-Runde in der Natur, denn oft wird draußen die wichtige Armarbeit vergessen.

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Raum und Zeit

Der Crosstrainer gehört von seiner Konstruktion her zu den geräuscharmen Geräten und eignet sich so auch zum Training während des Fernsehens. Durch die komplexe Konstruktion fehlen Klappmechanismen, so dass sich jeder im Haushalt mit der Gegenwart des Gerätes anfreunden sollte und es im Idealfall natürlich gleich selbst benutzt, wobei sich Schrittabstände und Stangenhöhen nicht auf Kinder-Niveau verstellen lassen! Die Crosstrainer mit Schwungmasse haben meist vorne oder hinten Rollen zum leichten Manövrieren im Zimmer.

Das Training verlangt anfangs eine gewisse Aufmerksamkeit, bis die Bewegungen richtig synchronisiert sind. Deswegen sollte die Übungszeit nicht zu kurz gewählt werden – 30 Minuten am Stück sollte für jedermann zu leisten sein, weil der Wechsel zwischen gemächlichen und intensiven Passagen problemlos möglich ist.

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Qualität und Preis

Bei allen Geräten mit Schwungmasse und elektronisch gesteuerter Bremse lässt sich der Widerstand stufenweise einstellen, wobei die Möglichkeit zur Feinjustierung meist vom Preis des Gerätes abhängt. Die Höhe der Schwungmasse (ab 6 Kilo aufwärts) bedingt den runden Lauf der Mechanik und damit das typische Gleitgefühl des Crosstrainers. Über das Display des Cockpit-Computers lassen sich verschiedene Programme wie Zufall oder Intervall für ein abwechslungsreiches Training wählen.

Höherpreisige Geräte können sogar über die gemessene Herzfrequenz gesteuert werden und sind somit auch für Reha-Zwecke geeignet – zur exakten Messung benötigt man einen Brustgurt. Die Mess-Dioden in den Griffen liefern eher grobe Pulswerte zur Orientierung. Neben der kreativen Trainingsgestaltung zeigt das Display Daten wie Distanz, Dauer und Kalorienverbrauch, wertet sie statistisch aus und speichert sie auf Wunsch. Einfache mechanische Crosstrainer gibt es bereits für weniger als 100 Euro, je nach Ausstattung reichen die Preise der Mittelklasse-Modelle von 300 bis 1000 Euro, während die Preise der Studiogeräte bei 1000 Euro beginnen.

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Tipps und Tricks

Wer mit dem Training beginnen möchte, sollte auf jeden Fall ein solides Gerät wählen, damit über die Sicherheit die leichtfüßige Bewegung schnell Spaß macht – das Können des Computers ist zweitranging. Trainierte Walker und Jogger, die das Gerät als Alternative bei schlechten Witterungsverhältnissen einsetzen möchten, profitieren von einer intelligenten Software, die das Training auf Knopfdruck vielseitig gestaltet – auf guten Geräten lässt sich die Leistung gezielt steigern. Auch die eigene Körperkonstitution sollte Einfluss auf die Wahl des Crosstrainers haben: Je nach Größe und Gewicht stößt man bei niedrigpreisigen Geräten schnell an die Grenze der maximalen Belastbarkeit. Das Workout auf dem Crosstrainer lässt sich perfekt mit Aktivitäten wie Musik hören oder Fernsehen kombinieren. Dies dient nicht der Ablenkung, sondern der Motivation. Anfangs liegt die Konzentration auf der Bewegung, doch schnell stellt sich der Rhythmus ein und bietet Platz für andere Reize: Entspannen, Lernen, Informieren; das Training kann man nutzen diese Prozesse zu begleiten.

Der Clou des Crosstrainers aber ist die Möglichkeit zum konzentrierten Rückwärtslaufen - eine eigene kleine koordinative Herausforderung. Das ungewohnte Bewegungsmuster ist anfangs bestimmt ungewohnt, geht mit der Zeit aber locker vom Fuß. Wer den elliptischen Bogen erst einmal raus hat, wechselt flott und ganz natürlich die Richtung. Doch auch hierbei ist auf die aufrechte Haltung und regelmäßige Atmung zu achten, da dies maßgeblich zum Trainingserfolg beiträgt. Daher lieber langsam starten, aber immer aufrecht bleiben und mit breiter Brust tief ein- und ausatmen. So kann der Crosstrainer vieles wieder einpendeln und ins Gleichgewicht bringen.

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