Inhalt
Seit dem gewaltsamen Tod ihrer Mutter, den sie als Kind verkraften musste, hat sich die Gerichtsmedizinerin Jordan Cavanaugh der Verbrechensbekämpfung verschrieben. Nicht selten überschreitet sie bei ihrer Ermittlungstätigkeit ihre Kompetenzen und gerät wegen ihrer unorthodoxen Methoden in Schwierigkeiten.
Bildbewertung
Mit allen 23 Folgen der ersten Staffel von "Crossing Jordan", kommt diese Crime-Serie, die ihren Fokus auf die Gerichtsmedizin und Pathologie richtet, durch "Universal" auf sechs DVDs, zuzüglich umfangreicher Extras, zur Veröffentlichung. Die Idee zu dieser Serie, deren TV-Serien-Start in den USA im September 2001 und für die deutschen Zuschauer im April 2003 war, stammt vom amerikanischen Produzenten und Drehbuchautor Tim Kring. Bei der Produktion von "Crossing Jordan" hatte Tim Kring auch die Idee zu der ebenfalls sehr erfolgreichen US-amerikanischen, seit 2006 produzierten Fernsehserie "Heros".
In der Storyline von "Crossing Jordan" wird die Geschichte der Gerichtsmedizinerin Jordan Cavanaugh, gespielt von Jill Hennessy, die beinahe die Rolle der "Dana Scully" in der Serie "Akte X" gespielt hätte, erzählt. Nachdem sie Jahre zuvor, aufgrund ihrer weit über die Arbeit einer Gerichtsmedizinerin hinausgehenden ständigen Einmischungen in die Ermittlungsarbeit der Polizei entlassen wurde, möchte sie gerne wieder zurück in ihren alten Job in ihrer Heimatstadt Boston. Sie bittet ihren ehemaligen Chef, den Leiter der Gerichtsmedizin Dr. Garret Macy, gespielt von Miguel Ferrer, um einen Job. Dieser gibt ihr trotz einiger Zweifel eine zweite Chance.
Mit ihrem Job rückt auch ihr Vater "Max" (Ken Howard), zu dem sie ein eher gespaltenes Verhältnis hat, wieder intensiver in ihr Leben. Zugleich kommen die schrecklichen Erinnerungen an den ungeklärten Mord an ihrer Mutter, die Jordan im Alter von 12 Jahren tot in der eigenen Wohnung auffand, wieder in ihr hoch. Die Suche nach dem Mörder der Mutter zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte erste Staffel dieser Veröffentlichung. Sie schafft es, sich wieder schnell in ihren Job einzuleben und findet in "Nigel" (Steve Valentine), "Bug" (Ravi Kapoor), "Lily" (Kathryn Hahn), "Trey" (Mahershalalhashbaz Ali) und dem Chef "Garret" (Miguel Ferrer) nicht nur Kollegen, sondern auch wahre Freunde. Dennoch kann sie es nicht lassen, sich immer wieder in Ermittlungen einzumischen und löst mit Unterstützung ihrer Kollegen und Detectives die Mordfälle und entlarvt und überführt die Täter.
Das Besondere in dieser ersten Staffel ist die Art der Inszenierung und mit welch dramaturgischer Idee und Umsetzung die Mordfälle in den einzelnen Folgen analysiert und die Form der Ermittlungen gezeigt werden. Von ihrem Vater, der ehemals selbst Polizist war, hat Jordan eine höchst effiziente, aber dabei auch sehr gefährliche Form einer Art von "Verbrechensrekonstruktion" für ihre Ermittlungsarbeit übernommen. Dabei versetzt sie sich in einer Art Rollenspiel psychisch in das Wesen und die Gedankenwelt des Mörders oder die des Opfers, um die Taten rekonstruieren und in ihrem Verlauf der Entstehung und Ausführung verfolgen zu können. Nicht selten begibt sich Jordan dabei in höchste Gefahr, da sie den von ihr Gejagten dabei im Zuge ihrer so durchgeführten Ermittlungen sehr nahe kommt.
Auch wenn die Serie in ihrer Glaubhaftigkeit und Authentizität aufgrund der doch recht fiktiven Grundidee nicht ganz überzeugt, so bietet sie dennoch von der ersten Folge an, spannungsgeladene Unterhaltung, die den Zuschauer mitfiebern und auch selbst mit "ermitteln" lässt. Eben genau das, was ein gut gemachter Krimi bieten sollte.
Das Bild der einzelnen Episoden selbst zeigt sich nicht in gleichbleibender Qualität. Die ca. 974 Minuten Laufzeit der insgesamt sechs DVDs dieser Veröffentlichung präsentieren sich im Bildformat 4:3 Vollbild (1.33:1). Wirken die Farben in sich noch recht natürlich und auch passend zur Serie, fallen die in einigen Episoden schon verstärkt auffallenden Unschärfen im Bild schon recht deutlich auf. Recht schwach zeigen sich ebenfalls in einigen Folgen die Einstellungen beim Kontrast. Hingegen gibt es dann auch wieder Folgen, in denen Schärfe und Kontrast im Bild, wieder vollkommen überzeugend zur Ansicht kommen.Einige Filmstellen zeigen deutlich ein verstärktes Grundrauschen in sich, wobei sich diese Momente in erträglichen Maßen halten.
Die Gestaltung der DVD-Menüs erfolgt zum Teil mit Animationen und Soundeffekten. Mit Einlegen der DVD startet ein Hauptmenü, von dem aus die bis zu vier jeweils ca. 42 Minuten laufenden Episoden "am Stück", also ohne Unterbrechung der Wiedergabe angesehen werden können. Natürlich können über eine Episodenauswahl auch Einzelfolgen von der DVD gestartet werden. Über das Hauptmenü gelangt man auch zu den Einstellungen für Ton und Untertitel. Jede der sechs DVDs dieser Veröffentlichung beinhaltet einige Extras. So können von den DVDs eins bis fünf aus insgesamt drei, die Episoden begleitende Audiokommentare und zehn entfallene Szene gestartet werden. Die eigentlichen Extras dieser Veröffentlichung finden sich auf DVD sechs. Hier gibt es gleich vier sehr interessante filmische Beiträge von je ca. 15-17 Minuten, in denen die Produzenten und verschiedene Darsteller der Serie zu Wort kommen und über die Serie und ihrer Entstehung und Produktion berichten. Alle Beiträge stammen aus dem Jahr 2008 und bieten den englischen Originalton, zu dem deutsche Untertitel zu sehen sind.
Tonbewertung
Von den DVDs der Veröffentlichung kommt ein deutscher und englischer Ton im Dolby Digital 2.0 zu Gehör. Beide Varianten überzeugen mit ihrer guten Verständlichkeit und zeigen keine auffallenden bzw. erwähnenswerten Mängel in sich. Gut erkennbare und lesbare Untertitel, in deutscher und englischer Sprache, werden zur optionalen Anwahl von allen sechs DVDs dieser Veröffentlichung angeboten.
Gesamteindruck
War das Format und die Idee von "Crossing Jordan" als es 2001 erstmals im Fernsehen zu sehen war, noch etwas ganz besonderes und einzigartiges, muss es sich heute mit der Veröffentlichung der ersten Staffel auf DVD durch "Universal", gegen zahlreiche thematisch und in ihrer Machart ähnlich gehaltener Serien behaupten. Sehenswert mit seinen abwechslungsreichen Geschichten der Drehbücher und einer gut inszenierten und sich dramaturgisch geschickt aufbauenden Spannung, ist diese Serie auf jeden Fall. Vor allem auch Dank der großartig und wunderbar lebendig und frisch aufspielenden Darsteller in dieser Produktion. Empfehlenswert.
Autor: Torsten