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Crossing California
 
 
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Crossing California [Gebundene Ausgabe]

Adam Langer , Christa Krüger , Grete Osterwald
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Das Foto auf dem Schutzumschlag ist irreführend, wenn nicht gar abschreckend. Das sieht nach Frauenroman aus, trivialer Lesekost. Hier aber gilt die englische Weisheit: „Don't judge a book by its cover“. Denn Crossing California offenbart beträchtliche innere Werte. Adam Langers Debüt erinnert mit seinem satirischen Blick auf die amerikanische Familie sogar an die großartigen Korrekturen eines Jonathan Franzen, wenn es auch nicht mit dessen sprachlicher Brillanz konkurrieren kann. Bestechend an diesem im Chicago der frühen 80er Jahre angesiedelten Roman ist allerdings der ausgefeilte Aufbau und die Fähigkeit seines Autors, nicht weniger als zehn Hauptfiguren und mehr als ein Dutzend Nebenfiguren in eine überzeugende Geschichte zu verweben, ohne dass der Roman mit seinen annähernd 600 Seiten je unübersichtlich oder überladen wirkte.

Ganz im Gegenteil: Die drei Familien im Mittelpunkt -- Rovner, Wasserstrom und Wills, insgesamt fünf Teenager und fünf Erwachsene -- sind einem schon nach wenigen Kapiteln ans Herz gewachsen. Man verfolgt allzu gern ihren Lebensalltag in West Rogers Park, einem jüdisch geprägten Viertel, durchschnitten von der California Avenue, die auch als Gradmesser des sozialen Aufstiegs dient. Denn Überschreiten -- wie im Titel angedeutet -- sollte man sie von Osten nach Westen, wo die wohlhabenderen Familien wohnen. Die aber deshalb nicht glücklicher sind, wie die Rovners beweisen. Das Arzt-Ehepaar hat sich auseinander gelebt und versucht -- entschlossen, aber erfolglos --, sich gegenseitig zu betrügen. Das sind köstliche Szenen voller Tragikomik, die man gerne von Woody Allen verfilmt sähe. Und was Sohn Larry umtreibt, ist ebenso filmreif: mit jüdischer Rockmusik ein Star werden zu wollen -- dabei würde er für ein Date mit einem Mädchen wie Michelle Wasserstrom sofort sein Schlagzeug verpfänden.

Die süße Verzweiflung der Pubertät -- selten ist sie so schillernd und vielgestaltig in Szene gesetzt worden wie in diesem Roman. Und die Romanze zwischen zwei 13-Jährigen -- Jill Wasserstrom und Muley Wills -- ist in ihrer zarten Vergeblichkeit so etwas wie das insgeheime Zentrum des Buches und eine der rührendsten Liebesgeschichten, die jenseits des Kitsch denkbar sind. Nicht nur deshalb ist Crossing California ein weiterer Anlass, auf die US-amerikanische Literaturszene und ihre zahlreichen Talente aus hiesiger Sicht etwas neidisch zu sein. --Christian Stahl

literature.de, 5. September 2005

Fazit: Adam Langers Familienroman "Crossing California" ist ein Stück Zeitgeschichte und Kritik an selbiger. Der Autor enttarnt den Traum des schönen amerikanischen Westen als skrupellosen Alptraum des sozialen Aufstiegs.

Kurzbeschreibung

4. November 1979: In der US-Botschaft in Teheran werden 70 Geiseln genommen. Es ist die Ära Carter, und nicht nur Amerikas Psyche kränkelt, sondern auch die der Rovners, Wasserstroms und Wills, die rund um die California Avenue auf Chicagos North Side leben. Vielfach durch Liebe, Hass, Ehrgeiz und Intrige verbunden, tasten sie sich durch eine Welt, die jenseits voller Kühlschränke und ewig laufender Fernseher wenig Erfüllung bietet. Alles beginnt mit einem harmlosen Knutschfleck, den die schüchterne Jill Wasserstrom am Tag der Geiselnahme dem klugen Muley Wills verpasst haben will. Und es endet mit Spaß und Trauer, mit Ehekrisen und sexueller Verwirrung, mit Abschied und Neubeginn ... Scharfsichtig und ironisch beschreibt das Buch das alltägliche Amerika mit seinen schlichten Existenzen und hochfliegenden Träumen.

Über den Autor

Adam Langer wurde 1967 in Chicago geboren. Er ist Journalist, Bühnenautor und Filmemacher. Nach einem Literaturstudium in Vassar und an der University of Illinois arbeitete er u.a. als Schauspieler, Komödiant und Radioproduzent. Nebenbei unterrichtete er an diversen Schulen und Universitäten. Heute ist er Chefredakteur des "Book Magazine". Er lebt mal in New York, mal in Bloomington, Indiana. "Crossing California" ist sein erster Roman.Christa Krüger, geboren 1938 in Rostock, lebt in Berlin, studierte Literaturwissenschaften, Philosophie und Latein. Dissertation über Friedrich Schlegel, Georg Forster und die französische Revolution. Lehrbeauftragte an der Universität Göttingen. Heute als Übersetzerin tätig.Grete Osterwald wurde 1947 in Bielefeld geboren und lebt als freie Übersetzerin aus dem Englischen und dem Französischen in Frankfurt am Main. Sie erhielt u. a. 2001 den Übersetzerpreis des Verlages C.H.Beck und 2007 den Wilhelm-Merton-Preis für ihr umfangreiches Gesamtwerk.
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