Crossfire, das ist er nun, der 42. Thriller von Dick Francis. Vier davon (dead heat, silks, even money und crossfire) mit seinem Sohn Felix Francis als Co-Autor. Leider ist es definitiv der letzte Thriller vom Altmeister Dick Francis, da dieser im Februar 2010 verstorben ist.
Crossfire ist eine echter "Francis" und ein würdiges Ende für seine lange Karriere.
Thomas Forsyth, Offizier der englischen Armee und Soldat aus Leidenschaft, kehrt schwer verletzt und perspektivlos von seinem Einsatz in Afganistan zurück. Verbittert und ohne Alternativen geht er nach Lambourn in den Rennstall seiner Mutter. Diese "First Lady of racing" ist wenig begeistert von der Rückkehr des erwachenen Sohnes. Bald entdeckt Thomas, dass seine Mutter zwar einen guten Draht zu Rennpferden hat, aber wenig Ahnung von Finanzen. Und schon steckt Thomas mitten drin, in einem großen Schlamassel aus Rennmanipulation, Lügen und Erpressung. Forsyth realisiert, dass es auch außerhalb der Armee Minenfelder und tödliche Gefahren gibt.
Crossfire gehört eindeutig zu meinen Lieblingsbüchern von Dick Francis. Es kann sich meiner Meinung nach mit seinen besten Thrillern: "wip hand", "reflex", "for kicks" und "straight" messen. Das Buch hat alles was zu einem guten Francis gehört: ein sympathischer aber angeschlagener Held, das Rennsport-Milieu, Gefahr, Geldgier, Liebe und ein gut recherchiertes Spezialgebiet.
Bleibt zu hoffen, das Felix Francis das Erbe seines Vaters weiterführt und auch allein ebenso spannende Thriller schreibt. Den Anfang hat er bereits gemacht.