Die achtziger Jahre sind vorüber und die Musik von Howard Jones herangereift. Er hob sich schon mit dem ersten Album "Humans Lip" von den anderen Elektronik Poppern durch die tiefsinnigen Texte ab. Zum anderen hat er und seine Musik diese Welle anders als andere Bands, die mit ihm zusammen die Charts bevölkerten überlebt. Dies liegt nicht zuletzt daran, daß Jones auch in der Lage ist mit dem Rock-Set oder "unpluged" und pur am Piano seinen Mann zu stehen. Die Botschaft die er vermitteln möchte ist lebensbejahend und positiv. Er zitiert das Tao Te King und singt von denen die die Wolken bewegen. In "Last Supper" wird der traurige Moment beschworen, den alle kennen, die sich "aus Vernunft" von etwas oder jemanden getrennt haben. "Little Bit Of Snow" apelliert an Drogenabhängige und zeigt, wie sehr Jones an seinem lichtvollen Weltbild gelegen ist, wenn er singt "Du hast das Licht für uns, es wird jeder Glimmer gebraucht". Alle einzelnen sind in seiner Philosophie ebenso wichtig wie die Welt und die Luft, der wohl dieses Album gewidmet zu sein scheint. Howard Jones war nie die Schlagzeilen-Diva. Anstatt sich dem großen Business mit all seinen Verpflichtungen zu unterwerfen macht er ab und zu eine Platte. Viel zu selten, wie ich finde. Jedoch sind diese Alben durchdacht und von schönem Geist erfüllt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)