Die Darsteller sind mittelmäßig, aber das ist man ja von Filmen dieser Sorte gewöhnt und so schlecht, daß es Störend wäre sind sie auch wieder nicht. Die Handlung ist vorhersehbar, das trifft einen aber auch nicht unerwartet. Eine Gruppe von Jugendlichen - eine Gruppe deshalb, damit einer nach dem anderen vom Krokodil umgebracht werden kann und trotzdem noch genug Überlebende für das Happy-End übrigbleiben - trifft auf ein Riesenkrokodil und rennt von da an bis zum Schluß um ihr Leben. Was mich aber wirklich zum Erstaunen brachte, waren die Spezialeffekte, nur leider im negativen Sinne: selten sah ich in einem Tierhorrorfilm schlechtere. Wenn das Krokodil an der Kamera vorbei schwimmt bewegt es sich nicht einmal, genauso könnte man einen Baumstamm an der Linse vorbeiziehen. In keiner Szene kommt auch nur der Hauch einer Illusion auf, daß Krokodil könnte echt sein. Die Szenen, in denen das Krokodil per Computer animiert wurde, sind nicht ganz so schlecht, aber viel besser auch nicht. Jedesmal ist deutlich zu sehen, daß das Krokodil nachträglich hineingeklebt wurde. Auch wirken die Bewegungen sehr künstlich. Höhepunkt, oder besser Tiefpunkt war für mich, als das Krokodil über ein Boot gesprungen ist, natürlich mit einem perfekten Hechtsprung. Das war einfach zu lächerlich. Ich kann auch überhaupt nicht nachvollziehen, warum es nicht besser gemacht wurde. Der Film ist schließlich aus dem Jahr 1999, selbst wesentlich ältere Filme, bei denen es sich auch um Billigproduktionen handelt, sehen besser aus.
Mein Rat, kaufen Sie sich lieber "Lake Placid". Dort finden Sie sehr gute Schauspieler, gute Spezialeffekte und eine angenehme Portion Humor. Sollten Sie "Lake Placid" schon kennen, dann kaufen Sie sich diesen Film trotzdem nicht, Sie werden enttäuscht sein.