Steve Irwin, der Crocodile Hunter, ist ein echtes Phänomen. Er holt die gefährlichsten Tiere der Welt vor die Kamera, dabei ist seine Vorgehensweise fast schon wahnwitzig zu nennen. Doch mit klugen Kopf und einer großen Portion Humor meistert er die gefährlichsten Situationen.
Nach den sehr erfolgreichen "Crocodile Hunter" Serien im Fernsehen folgte 2002 der Sprung auf die Leinwand. Zum Glück für den Fan der Serie enthält der Film neben einer "normalen" Filmhandlung die aus der Serie bekannten Szenen mit Steve und seiner Frau Terri (statt Breitbild sogar nur im 4:3 Format mit schwarzen Balken an der Seite).
Die eigentliche Story ist schnell erzählt: ein Satellit stürzt im Australischen Outback ab, die CIA will eine Black Box mit hochbrisantem Inhalt bergen. Diese Kapsel wird aber dummerweise von einem Krokodil verschluckt. Genau dieses Krokodil sollen Steve und Terri umsiedeln, da es die Kühe eine nur als durchgeknallten Farmerin verspeist.
Die CIA-Agenten glauben, die Irwins wüßten von der Kapsel und das sie die Informationen daraus öffentlich machen. Doch Steve und Terri halten die Agenten für Wilderer, die das Krokodil fangen und töten wollen. Den Rest kann man sich ausmalen.
Im großen und ganzen ist der Film nicht schlecht. Fans der Serie werden sich sofort heimisch fühlen. Selbstverständlich darf man keinen hochkarätigen, superintelligenten Actionfilm erwarten. Aber es erwarten einen 90 Minuten kurzweilige Unterhaltung. Steve nimmt sich auch selbst auf die Schippe und es ist fast schon zum Schreien komisch, wenn die CIA die Irwins analysiert und zum Schluß kommt, das sie "hochgefährlich" sind und sogar mit Bürgerkriegen und Staatsstreichen in Verbindung gebracht werden.
Lediglich die Synchronstimme von Steve, die einen eindeutig englischen (bzw. australischen) Akzent hat, nervt etwas. Die Serienlösung mit Voice-over-Synchro hätte zwar nicht so gut in einen Spielfilm gepasst, aber ohne diesen fast schon lächerlichen Akzent wäre es wesentlich besser gewesen. Und zwar vor allem, weil nur Steve mit Akzent spricht, alle anderen Australier nicht (seine Frau ist Amerikanerin).
Abgesehen davon ist der Film witzig, lehrreich und ein Spaß für die ganze Familie.
Erwähnenswert wäre noch die Tatsache, das Steve und Terri die Einspielergebnisse des Films ihrem Zoo, dem Australia Zoo zukommen lassen und das Geld für den Tier- und Naturschutz verwenden.