Crocodile Dundee 1 ist absolut genial und war daher zurecht ein echter Kassenknüller. Crocodile Dundee 2 ist um einiges schwächer als der erste Teil, wie das leider so oft bei Fortsetzungen ist, hat aber noch immer sehr gut unterhalten. Und nun taucht unser liebenswertes Krokodil aus dem Busch ein drittes Mal auf und obwohl es noch immer mit Witz und Charme zugeht, hat man ein wenig das Gefühl, daß den Drehbuchautoren die Ideen ausgehen. Vom Esprit und von der Originalität des ersten Teils ist bei "Crocodile Dundee in Los Angeles" nicht mehr viel zu spüren.
Die Story ist äußerst dünn: Crocodile Dundee verschlägt es halt in die Filmmetropole, gerät an einen Kriminalfall und arbeitet dann, um bei der Auflösung dieses Kriminalfalles mitwirken zu können, als Statist für das verdächtigte Filmstudio. Nicht unbedingt der helle Wahnsinn. Auch sind die Gags zum größten Teil etwas zahnlos, mehr als ein Schmunzeln ist oftmals nicht drin. Das einzige echte Highlight ist das Auftauchen eines alten Freunds von Crocodile Dundee, der ebenfalls Krokodiljäger ist. Zum brüllen habe ich die Szene gefunden, wo die beiden nacheinander vor einem Krokodil auf einen Baum flüchten, der über dem See hängt und dabei dann von Touristen ertappt werden. Solche Szenen hätte ich gerne mehr gesehen! Mir geht auch Wally ab, der vertrottelte Freund von Mick Dundee aus den ersten beiden Filmen. Er ist zwar nervig, aber irgendwie urig und er hätte auch dem dritten Teil sicherlich gut getan. Weiters ist von einem Zivilisationsschock bei Dundee nichts mehr zu spüren und das ist schade, denn so nimmt man ihm den bodenständigen, naturverbundenen "Wilden" aus dem Busch nicht mehr wirklich ab.
Fazit: Nett und unterhaltsam, aber die Klasse des ersten Crocodile Dundee-Films kann bei weitem nicht erreicht werden. Daher ist "Crocodile Dundee in Los Angeles" auch nur mehr eine seichte familientaugliche Hollywood-Komödie wie hunderte andere anstelle einer sozial- und gesellschaftskritischen Satire wie noch der erste Teil.