Als Hauptakteure treten auf:
Dr. Craig Bowmann ... der Angeklagte, sehr guter Arzt, sehr narzistisch.
Alexis Stapleton Bowmann ... die Ehefrau, Psychologin.
Jack Stapleton ... Bruder/Schwager, Rechtsmediziner.
Da Laurie nur eine Nebenrolle spielt und Jack anfangs auch wirklich nur eine unbedeutende Nebenrolle einnimmt, war ich mir anfangs nicht sicher, ob dieses Buch zur Laurie/Jack Reihe gehört. Nachdem ich das Buch nun beendet habe, würde ich es allerdings schon dazu zählen. Warren und Lou nehmen nur unbedeutende Rollen ein, Laurie kommt zwar nicht oft vor, hat aber eine bedeutende Rolle und Jack ist sowieso einer der Hauptakteure.
Der Anfang (die ersten 50 Seiten +/-) zieht sich bei dem Buch ein bisschen, aber sobald Jack auftaucht, wird das Buch sehr spannend.
Robin Cook erwähnt in seiner Danksagung selbst, dass es sich dieses Mal nicht um einen reinen Medizinthriller handelt, sondern dass auch Justizelemente untergebracht werden mussten. In Wirklichkeit ist es so, dass ziemlich viel Zeit vor Gericht verbracht wird (auch für den Leser). Zeugen (obwohl sie auch Ärtze sind) müssen befragt werden, Gutachten vorgelesen werden etc. Sofern recht untypisch, aber trotzdem gut zu lesen.
Und natürlich eckt Jack auch wieder bei so einigen Leuten an, wie es Leser, die Jack kennen, eigentlich eh schon erwarten
Im Klapptext heißt es, dass Craig Jack um Hilfe bittet, und dieser dann bei der Autopsie etwas Schreckliches entdeckt. In der Tat, allemal, allerdings ist es nicht so, dass die Autopsie bald einmal durchgeführt werden würde... eher im Gegenteil, sie wird so spät durchgeführt, dass es sehr fraglich ist, ob er es noch rechtzeitig zu Gericht schafft und was noch viel wichtiger ist... nein, das sag ich jetzt allerdings nicht
Alles in allem ein sehr spannender Thriller. Etwas anders, wegen den Justizelementen, aber trotzdem super. Wenn man den Schluss (sprich die Auflösung) kennt, dann nehmen gewisse Geschehnisse, die im Buch so vorkommen, auf einmal ein ganz anderes Gesicht an und wirken noch viel schrecklicher.
Mit der Auflösung hätte ich so gar nicht gerechnet und als erfahrener Cook-Leser, wie ich mich bescheiden bezeichne, hätte ich etwas ganz anders vermutet und bin richtig auf die falsche Fährte gelockt worden.
Ich bin gespannt, ob es von Laurie und Jack noch mehr geben wird, denn dieses Buch bietet eigentlich einen krönenden Abschluss, obwohl ich natürlich auf mehr hoffe. - Apropos: "Das Labro des Teufels" sollte man vorher gelesen haben und wenn möglich noch eines, um Jack kennenzulernen (ich verweise an dieser Stelle immer ganz gerne auf "Das Labor").