10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gute Idee, mittelmäßige Umsetzung, 6. Juni 2008
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: The Abbey (DVD-ROM) (Computerspiel)
Erst mal vorab die meisten beschweren sich hier über Abstürze, Kopierschutz, fehlerhafte Installation usw. Ich hatte das Glück das Spiel problemlos auf VISTA zu installieren, da ich die nervige Benutzerkontensteuerung eh ausgeschaltet hatte. Einige technische Fehler sind jedoch aufgetreten gelegentlich Abstürze und leider konnte ich auch die meisten Zwischensequenzen nicht sehen ich sah lediglich einen schwarzen Bildschirm und hörte die Musik im Hintergrund. Und an einigen Stellen konnte man Objekte erneut aufnehmen die eigentlich schon längst gebraucht wurden.
Zum eigentlichen Spiel fang ich erst mal mit den positiven Bemerkungen an, da sie leider auch weniger als die negativen sind. Und zwar fand ich den grafischen Stil super, wobei das natürlich Geschmackssache ist. Aber ich stehe total auf 2d-Comic-Style, auch bei düsteren Geschichten. Dazu ein herrlicher und hochprofessioneller Soundtrack, wohl eingespielt vom Prager Symphonie-Orchester, wirklich filmreif. Auch die Lokalisation ist durchaus gelungen, die deutsche Übersetzung ist exzellent und stimmungsvoll und die Stimmen passen immer zum Geschehen. Ich wartete aufgrund des einzigartigen Grafikstils und der düsteren Mittelalter-Geschichte schon lange auf The Abbey und in Hinsicht Atmosphäre war ich nicht enttäuscht.
Doch was das Gameplay angeht, hab ich leider Einiges zu bemängeln.
Erstens, ich habe in so einem Spiel nie so oft den spaßbremsenden Spruch Das geht so nicht gehört. Sicher gehört er leider in Adventures wie die Pommes zur Currywurst, dennoch kommt er in The Abbey so oft vor, dass es schlicht und ergreifend nervt. Wenn man etwas probiert, was im Spiel nicht vorgesehen ist, kommt weder in Hinweis, noch vielleicht mal ein sarkastischer Spruch zur Abwechslung, sondern ein müheloses, langweiliges, zum tausendsten mal wiederholtes Das geht so nicht. Auch in Situationen wo die Taten des Spielers durchaus nachvollziehbar sind. Beispiel: Ich weiss dass ich ins Hospital einbrechen will und kombiniere eine just gefundene Brechstange mit der Tür, da ich im Inventar zu dem Zeitpunkt sonst nichts sinnvolles habe. Antwort: Das geht nicht.
Zweites großes Manko, die elend langen Dialogen. Gerade am Anfang des Spiels wo man alle Charaktere kennenlernt, muss man Gespräche mit ihnen führen die den Spielfluss hemmen. Die Handlung und die Story werden dadurch so schleppend entfaltet, dass man vor Langeweile verzweifelt. Überhaupt fühlt sich das Spiel an machen Stellen wie auf ein Wallpaper starren und dabei ein Hörbuch hören. Eigentlich muss ein Adventure eine spannende Story erzählen und The Abbey hat im Prinzip eine ein Mordfall muss aufgeklärt werden und der Spieler kommt schrittweise auf die Spuren des Mörders. Aber die wird eben in riesigen, pausenlosen Monologen erzählt.
Drittens, es gibt keine logische Zusammenhänge. Man ermittelt an verschiedenen Stellen und kommt zu Teilergebnissen, die allerdings überhaupt nicht miteinander verknüpft zu sein scheinen. Das trägt nicht zur Spannung bei, sondern ab einem gewissen Punkt lässt das Interesse des Spielers einfach nach. Oft habe ich ein Teilrätsel gelöst, sprich eine aktuelle Aufgabe erledigt, und wusste nicht wozu, geschweige denn wie es weitergeht. Glücklicherweise haben die Entwickler eine sehr gute Tagebuch-Funktion integriert, wo man oft Hinweise bekam was man als nächstes zu tun hatte. Aber mir wirkte es als eine Notfalllösung, sprich die Texte wurden wohl wahrscheinlich erst geschrieben nachdem man eventuell gemerkt hat an welchen Stellen die Spieler nicht weiterkommen.
Und nicht zuletzt hab ich als sehr negativ empfunden, dass man innerhalb der ersten 2 Spielstunden alle Orte im Spiel entdeckt hat und sie bis zum Spielende nur noch erneut besucht. Sprich wirklich viel gibt es im Spiel nicht zu sehen. Die Locations sind immer die gleichen, in jedem Kapitel. Zwar spielt sich das komplett in einem Kloster, aber man würde wünschen dennoch immer was Neues zu entdecken. Immerhin ersparen uns die Entwickler das Warten, da man mit einem Doppelklick die Location sofort verlässt. Ausserdem wirkt die Umgebung sehr steril, nicht einmal ein Blatt bewegt sich oder eine Hofkatze läuft herum. Alles ist grau und eintönig, bei den Closeups zu den Charakteren gibt es immer wieder die selben Animationen. Daher bald nachdem man das Intro-Video gesehen hat erfolgt die Ernüchterung.
Auch einige andere Design-Fauxpas findet man in The Abbey. ZB Objekte die man erst zu einem gewissen Zeitpunkt einsammeln kann. Vorher sind sie für die Spielfigur uninteressant, später darf der Spieler es aber erneut probieren. Ausserdem gab es ein oder zwei logische Rätsel, zB die Teile eines Puzzles verschieben um ein Bild wiederherzustellen. Ist definitiv nicht jeder Manns Sache. Bruno, der Schüler der Leonardo immer hinterher dackelt ist sonst grundsätzlich nutzlos, doch vielleicht an insgesamt drei Stellen im Spiel ansprechbar und des Rätsels Lösung. Sonst läuft zwischen ihm und Leonardo grundsätzlich immer der selbe Dialog ab.
Aus diesen Gründen denke ich dass The Abbey leider ein mittelmäßiges Adventure geworden ist, seelenlos und eintönig. Gute Idee, mittelmäßige Umsetzung Schade!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Und wieder mal unfertig...., 27. Mai 2008
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: The Abbey (DVD-ROM) (Computerspiel)
Ok, als in diversen Foren von einem besonderen Kopierschutz die Rede war, der Probleme bei Installation und Ausführung des Spieles machen soll, dachte ich, vielleicht gilt das nicht für alle Pc-Systeme, und siehe da, es ließ sich anstandslos installieren und "anwerfen"! ABER : Wie sich gerade herausgestellt hat, scheint der Kopierschutz das kleinste Problem des Spieles zu sein, gleich zu Anfang wartet The Abbey schon mit den ersten Bugs auf, bishin zu Hängern, die einen zum Abbruch des Spieles zwingen!!! Schon am Anfang kann es passieren, daß uns der junge Begleiter beim benutzen eines Brunnens in den Brunnenschacht fällt, nun gilt es, ihn irgendwie wieder hinaus zu bekommen...so weit, so gut! Leider aber spielt das Spiel ungeachtet dessen so weiter, als ob der Knabe immer noch an unserer Seite sein würde, und nicht im Brunnen! Er spricht neben uns ganz normal weiter, wird auch von anderen Mönchen neben uns wahrgenommen, obwohl er nicht bei uns ist, sondern immer noch im Schacht! Ich hoffe sehr, daß schnellstens nicht nur ein Patch erscheint, der sich um leichte Startproblemchen kümmern wird, sondern in erster Linie dafür sorgt, daß dieses Spiel auch spielbar sein wird, denn bis jetzt ist es das nicht!!!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Du sollst nicht Werbung machen, 4. Juni 2008
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: The Abbey (DVD-ROM) (Computerspiel)
für Features, die nicht wirklich vorhanden sind. Von einer ,innovativen cinematischen Präsentation' ist The Abbey leider genauso weit entfernt, wie von der ,kompletten Nachbildung einer mittelalterlichen Abtei'. Mag sein, dass die Anordnung der Gebäude stimmt, aber die einzelnen Locations sind unrealistisch spärlich ausgestattet. Es gibt weder Bäume und Sträucher, noch Risse oder Unebenheiten in den traurig farbarmen Texturen von Steinen, Mauern und Böden.
Bis auf wenige Ausnahmen glänzen praktisch alle Areale durch das Fehlen jeglicher Details. Darüber hinaus ist den Entwicklern das Kunststück gelungen, eine extrem kleine Spielewelt zu erschaffen, die unübersichtlich ist. ,Dynamisches Licht' wird nur sporadisch und an den immer selben Plätzen eingesetzt. Zudem wirkt sich das Licht verschiedener Tageszeiten nicht korrekt bzw. gar nicht auf Innenräume und Höfe aus. Die Hardwareanforderungen sind gemessen an der gebotenen Grafik auf jeden Fall unverhältnismäßig hoch.
Der Dialoganteil ist extrem hoch und schlecht umgesetzt. Die Fragen sind nicht sehr zielorientiert und enden nur allzu häufig in allgemeinen und wenig spannenden Plaudereien. Ermittlung ist was anderes.
Die Charaktere sind weder besonders sympathisch, noch interessant, witzig oder mysteriös und der Rätselanteil sehr gering. Die Steuerung ist gut, das Inventarmenü völliger Unnsinn (es scrollt über den ganzen Bildschirm auf, obwohl es eher unansehnlich ist) und der an sich ordentliche Soundtrack ist mit den immer selben Tracks an die immer selben Orte gebunden, also viel zu statisch und monoton.
Wer auf Adventures im Comic Look steht, sollte lieber zu den grafisch weit schöneren und obendrein spannenderen Genreklassikern Monkey Island 3 oder Baphomets Fluch 1 und 2 (Fanprojekt Baphomets Fluch 2.5 erscheint am 21.8.08 auf brokensword25.com), den etwas jüngeren zwei Teilen von Runaway oder dem neuen Goin Downtown greifen.
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