Sicher: Auch 'Criminal Minds' nutzt den seit geraumer Zeit anhaltenden 'Hype' um Crime-Serien verschiedener Colour, und doch hebt sich diese Serie erfrischend von anderen ab. Denn anders als in den, zum Teil redundanten, CSI (Las Vegas, New York oder Miami)-Serien stehen bei Criminal Minds, wie der Titel anzeigt, intelligente 'Köpfe' (und nicht kriminaltechnische Hilfsmittel) im Vordergrund. Und dass es in dieser Serie in erster Linie genau darum geht: um die Köpfe der Täter wie gleichermaßen um die der Profiler, die sich bisweilen nur im Vorzeichen unterscheiden, macht den Reiz der Serie aus. Der (versuchte) Blick in den Kopf des Täters entpuppt sich nämlich stets auch als ein Blick in die Psyche der Ermittler - was wiederum alles andere als 'blutarm[e]' Charaktere und 'dünne[ ]' Drehbücher (s. Rezension von "critics not welcome...? "...gibt's trotzdem !!! (RP-Germany) unten) zur Folge hat.
'Criminal Minds' präsentiert sich von der ersten Folge 'Der Abgrund' an bis zur letzten (dem Cliffhanger 'Die Suche - Teil 1') als eine Serie, die mit ihren Geschichten (zweifellos nur) unterhalten will - woran übrigens nichts Verwerfliches ist. Denn dieses Unterhalten gelingt ihr in jeder Hinsicht, weil die Folgen spannend konstruiert sind, überraschende Wendungen haben, zum Teil psychologisch ausgefeilt inszenierte Figurenkonstellationen präsentieren, wie sie überhaupt erst seit dem 'Schweigen der Lämmer' leinwandfähig wurden, und keine Chance ungenutzt lassen, einzelnen Charakteren nach und nach ein beachtliches Tiefenprofil zu geben. Einer der interessantesten Charaktere mit dem meisten (psychischen Konflikt-)Potential ist übrigens, neben dem Teamleiter Jason Gideon, der hochbegabte und im sozialen Umgang wenig versierte Dr. Spencer Reid. Bleibt zu hoffen, dass die folgenden Staffeln der Serie das Potential, das die erste Season legt, nutzen werden.