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Crime
 
 
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Crime [Gebundene Ausgabe]

Irvine Welsh , Harald Hellmann , Clara Drechsler
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1., Auflage (18. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 346204334X
  • ISBN-13: 978-3462043341
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 51.857 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein Triumph ... Ein großartiges, erlösendes Buch" (The Observer)

"Mit Abstand Welsh's maßvollstes, nachdenklichstes Buch" (The Times)

Kurzbeschreibung

Der neue Welsh: Ein Roman für Leser mit starken Nerven und weichem Herzen. In "Crime" beweist sich Irvine Welsh eindrucksvoll als einer der besten britischen Gegenwartsautoren. Sein neuer Roman um den Kriminalinspektor Ray Lennox hat ihm in der englischsprachigen Welt nicht nur höchstes Lob von Seiten der literarischen Kritik eingebracht, sondern auch zahlreiche neue Leser. Inspektor Ray Lennox fliegt mit seiner Verlobten Trudi nach Florida, um nach einem mentalen Zusammenbruch in Edinburgh wieder auf die Beine zu kommen. Sein letzter Fall, der Mord an einem Mädchen, das zuvor entführt und vergewaltigt worden war, hatte ihm schwer zugesetzt. Trudi aber hat in diesem Urlaub nur die Planung der bevorstehenden Hochzeit im Kopf. Entnervt zieht Ray schon bald ohne sie um die Häuser in Miami Beach. Am Ende einer Nacht voller Alkohol, Koks und schlechtem Sex trifft er auf die zehnjährige Tianna, die Tochter einer seiner Feiergefährtinnen, offenbar auch sie ein Opfer sexueller Gewalt. Die Mutter fleht ihn an, das Mädchen in Sicherheit zu bringen. Lennox flüchtet quer durch Florida an den Golf von Mexiko, wild entschlossen, Tianna vor weiterem Missbrauch zu schützen. Doch kann Lennox das überhaupt? Wo sind seine eigenen Grenzen? Wird er mit dem Thema je zu Rande kommen? "Crime" ist ein ungemein spannender Kriminalroman mit einem ruppigen, anrührenden Anti-Helden, der über sich selbst hinauswächst.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Lange mussten wir in Deutschland auf die deutsche Fassung von "Crime" warten - das Original erschien immerhin bereits 2008. Aber das Warten hat sich gelohnt, denn was Welsh hier abliefert, ist ein großartiges, vielleicht sogar sein bislang bestes Buch. Allerdings zeigt sich auch ein neuer Welsh. Die sozialen Brennpunkte Edinburghs ließ der Autor zwar schon in den beiden Vorgängern ("Die Bettgeschichten der Meisterköche" - "Dann lieber gleich arbeiten") weitgehend hinter sich, aber diese ausschließliche Ernsthaftigkeit, mit der Welsh hier zu Werke geht, kannte ich so bisher nicht von ihm. Kategorisch würde ich "Crime" dem Bereich der Spannungsliteratur zuordnen, denn die auf drei Zeitebenen angeordnete Handlung ist einfach ungemein spannend und entwickelt einen fantastischen Sog, dem ich mir nur schwer entziehen konnte. Sprachlich auf einem oftmals hoch angesiedelten Niveau, hat dieses Buch aber noch weitaus mehr zu bieten: es geht ums Vertrauenfassen, das Bewältigen traumatischer Erlebnisse und zeichnet den Versuch, wieder zurück in ein normales Leben zu finden. Den sexuellen Missbrauch an Kindern schildert Welsh mal mehr, mal weniger direkt - zum Teil belässt er es bei Andeutungen. Niemals aber wirkt diese thematische Schwerpunktsetzung reißerisch. Nebenbei verzichtet Welsh jedoch nicht komplett auf altbewährte Versatzstücke; sein Können, authentische Dialoge zu kreieren, kommt auch in "Crime" zum Tragen. Zudem kenne ich keinen Autor, dem es so treffend gelingt, Alkohol- und Drogenexzesse zu schildern, wie es bei Welsh der Fall ist. Wobei es hier weitaus weniger feuchtfröhlich zur Sache geht. "Crime" ist ein spannendes und rasantes, teilweise knallhartes und Roadmovie-mäßiges Buch. Aber es ist auch ein warmes, sensibles und sehr gut ausbalanciertes Buch, perfekt angesiedelt irgendwo zwischen spannender Unterhaltung und dem Erzählen tragischer Lebensgeschichten. Eine absolute Empfehlung - auch für Leute, die mit Welshs bisherigen Werken nicht allzu viel anfangen konnten.
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Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Hier ist er wieder, der zeitgemäße Polizist als gebrochene Person mit tausend Ängsten, Süchten, Sehnsüchten. Ziemlich lange her inzwischen, dass Männer auch einfach nur harte Kerle sein durften, die der Gerechtigkeit zum Sieg verhalfen. Doch Irvine Welsh hat mit seiner Figur Ray Lennox meiner Ansicht nach überzogen. Der fortdauernde, ausufernde Konsum von Koks, Alkohol und Tabletten wirkt unglaubwürdig und ermüdet, ja langweilt. Man möchte den handelnden Figuren am liebsten zurufen: jetzt kommt endlich mal in die Pötte, Jungs!, so fade redundant wird hier geschnieft und geschluckt, gejammert und sich erinnert an Zeiten, in denen man geschnieft und geschluckt hatte.

Ganz nebenbei gehts auch noch um Kindsmissbrauch, um Vergewaltigung und Kinderpornographie, wobei sich Rays Alleingang zur Errettung der Tochter einer Barbekanntschaft ziemlich lahmarschig dahinläppert. Passend dazu fährt er einen VW Polo durchs schicke Florida. Autor Welshs Kernkompetenz scheint eher bei den Drogen zu liegen als bei Krimiplots. Eines der wenigen dicken Bücher, durch die ich mich durchgekämpft habe, um kurz vor Schluss doch noch aufzugeben. Es hat mich einfach nicht mehr interessiert. Für einen harten Thriller eigentlich der Super-GAU. Trotzdem drei Punkte für ein paar nette Figuren, die durch Florida stolpern und nicht recht zu wissen scheinen, was sie da überhaupt sollen.

Vielleicht hat man ja erst Spaß an dem Buch, wenn man selbst sich was reinschüttet oder ne Linie schnupft.
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Harter Tobak, gut recherchiert 12. November 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Nach dem letzten Roman-Meisterwerk "Die Bettgeschichten der Meisterköche" schafft Irvine Welsh mit "Crime" weitgehend einen thematischen Sprung weg von Edinburghs Alkohol-, Drogen- und Sexexzessen. Natürlich wird auch in "Crime gesoffen und gekokst, der Fokus liegt aber auf einem wesentlich härteren Terrain - Kindesmissbrauch.
Der Hauptprotagonist gerät im Erholungsurlaub, den er nach der Untersuchung eines Kindesmordes verordnet bekommt,einem Pädophilenring auf die Spur. Der abgestumpfte und psychisch fertige Lennox macht sich sogleich daran, ein Mädchen, welches bereits zum Opfer geworden war, aus den Fängen der Peiniger zu befreien und sie zu schützen.

Welsh hat bei diesem Werk nahezu alles richtig gemacht - er beschreibt eindringlich, wie Lennox nach dem Mordfall an einem kleinen Mädchen in ein tiefes psychisches Loch fällt, woran auch der Erholungsurlaub mit seiner Verlobten nichts zu ändern vermag. In einem Zustand völliger körperlicher und psychischer Verkommenheit, gerät Ray Lennox in eine Situation, aus der er sich nicht mehr zurücknehmen kann. In diesem Punkt kann der Cop Ray Lennox in "Crime" trotz all seiner Schwächen als das Gegenstück zum Cop Bruce Robertson in "Drecksau" (1998) herangezogen werden.

Man wundert sich bei "Crime" jedoch, warum ein psychisches Wrack, das "Psychopharmaka wie M&M's frisst" und meist nur an seine nächste Linie Koks denkt, sich für ein Mädchen so engagiert und in Gefahr bringt, welches ihm eigentlich völlig egal sein könnte oder müsste. Die Lösung liegt neben dem bereits erwähnten Mordfall an einem kleinen Mädchen an einem vom Hauptprotagonisten am eigenen Leib erlebten Missbrauch, der vom Autor jedoch erst gegen Ende des Buches enthüllt wird. Dieser Punkt wirkt für mich ein wenig überladen und künstlich "psychologisiert", daher auch der Punkt Abzug.

Fazit: "Crime" tut weh, rüttelt wach, und das ohne Rücksicht auf Verluste. Die Verhaltensweisen und Abwehrmechanismen der jungen Opfer von sexuellem Missbrauch werden realitätsnah verarbeitet, auch die psychische Struktur der schwachen Mutter des jungen Missbrauchsopfers - hier wurde offensichtlich gut recherchiert. Ganz ohne Längen kommt "Crime" (speziell auf der Fahrt mit Tianna zum vermeintlichen Retter Chet) jedoch nicht aus, was aufgrund der starken Story und des gelungenen Spannungsaufbaus aber nicht so stark ins Gewicht fällt.

Es bleibt dabei, Irvine Welsh kann kein schlechtes Buch schreiben.
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