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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Statt Thriller eher eine Studie des Milieus,
Rezension bezieht sich auf: Crime Insiders (DVD)
Der Film ist eigentlich gar kein Thriller im herkömmlichen Sinn. Mit Heat und der Pate ist er nicht zu vergleichen. Das Genre ist anders. In einem Thriller wie Heat gibt es die klassischen Gegenspieler: der Polizist und der Gangster. Diese beiden Pole finden sich in Crime Insiders nicht mehr. Das ganze sieht aus wie eine Studie des Gangster - Milieu. Deshalb vermutlich auch der Titel: Insiders. Es gibt locker zusammen gesetzte Banden, die sich mal den Arabern anschließen, dann mal mit Autoschiebern, mal mit Zigeunern kooperieren. Die Geschäftsfelder wechseln ebenso. Mal Schutzgeld, mal Frauenhandel und Prostitution, aber auch Drogenhandel und Autos. Eine treibenden Motive der Handlung sind die Intrigen um die Vorherrschaft im Milieu. Einige morden nicht im Auftrag, sondern eher um das Gleichgewicht im Milieu auszubalansieren. Direkte Motive sind oft nicht auszumachen.In einer Szene fragt Claude den Autoschieber: waren die Bullen schon hier? Nein, noch keine gesehen, sagt der. Polizei kommt so gut wie nicht in dieser Studie vor. Das ist untypisch. Dennoch ist es ein ganz besonderer Film. Ein Experiment eher. Die Story verflüchtigt sich irgendwie. Es gibt nur ein paar Motive, die die Handlung zusammen halten. Der Film scheint so ein Auflösungsprozess durchzumachen. In der Erzählliteratur ist diese Tendenz längst bekannt. Aber ist das Publikum unvorbereitet. Leser sind in dieser Hinsicht schon etwas weiter als der eher unbedarfte Kinogänger. Diese Tendenz scheint in beiden Bereichen eine Entwicklung der Franzosen zu sein. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Französischer Gangsterfilm der begeistert,
Von
Rezension bezieht sich auf: Crime Insiders (DVD)
Es handelt sich hier um einen Film, in dem alles stimmt. Die Handlung ist spannend und hat ein realistisches und überraschendes Ende. Besonders herauszuheben sind die schauspielerischen Leistungen, insbesondere der Gangsterboss Claude wird mit grosser Intensität und absolut glaubwürdig gespielt. Das hat selbst Jack Nicholson in "Departed" nicht besser hingekriegt. Diesen Film unbedingt auf französisch mit deutschen Untertiteln ansehen, sonst geht die ganze Atmosphäre verloren.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Verbrechen lohnt sich nicht...,
Von todaystomorrow (Frankfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Crime Insiders (DVD)
...das scheint jedenfalls die Botschaft zu sein, die '"Crime Insiders"' vermitteln will. Und das macht er ganz hervorragend: ungeschminkt negativ werden sämtliche Protagonisten dieses rauen, schmutzigen, harten Films über das organisierte Verbrechen gezeichnet. Werte wie Ehrgefühl, Loyalität und Freundschaft scheinen ihnen ausnahmslos allen vollkommen fremd zu sein ' gern wird mal was Entsprechendes vorgeheuchelt, wenn es der eigenen Sache dient; aber sobald ein Verrat sich lohnt, wird er auch begangen.Damit entwirft '"Truands"', so der Originaltitel, natürlich das genaue Gegenbild zu all den Gangster-Glorifizierungen zahlloser Genrefilme, wie wir sie in den letzten 20 Jahren vor allem auch aus Hong Kong kennengelernt haben. Hier gab es neben den skrupellosen, unmoralischen Killern stets auch die Hitmen alter Schule, die tief drinnen doch stets bereit waren, sich für das Gute aufzuopfern. Und sei das Gute auch mal nur die Treue zu ihrem väterlichen Syndikatsboss. All das gibt es in diesem französischen Vertreter nicht, aber davon abgesehen, erinnert er in Aufbau und Narration des Öfteren stark an genau diese Streifen (nein, nicht an die von John Woo). Und, was noch entscheidender ist, vom Look and Feel her: Glamour und das happy Highlife sucht man hier auch in den luxuriösen Unterkünften der jeweiligen Chefs vergebens, über allem liegt ein Gefühl von kompletter emotionaler Leere und ständiger Bedrohung. Macht wird um der Macht willen angestrebt, längerfristig glücklich macht sie aber keinen. Wir erleben Lowlifes, die trotz allen materiellen Reichtums Lowlifes bleiben: gewalttätig, niederträchtig und letztendlich vollkommen perspektivlos. Wie erwähnt, es gibt hier keinen Sympathieträger; am ehesten vielleicht noch Beatrice Dalle als Frau der Hauptfigur: ein älterer Gangboss, der keine Drogen in seinen Etablissements verkauft wissen will, aber das ist auch schon seine einzige Grenze. Seine Gang besteht aus unterschiedlichen Charakteren, die ihm alle in hohem Maße ergeben scheinen ' solange er noch die Macht in der Unterwelt innehat. Dann gibt es noch Francky, der nicht zu seinem Syndikat gehört, aber immer wieder Jobs als Freelancer wahrnimmt, und der für unseren Boss fast wie der Sohn ist, den er niemals auf die Welt setzen konnte. Am Rande seines Mafia-Universums gibt es dann noch zwei arabische Cousins, von denen einer gerade erst aus dem Knast entlassen wurde. Wo er offenbar in Kontakt mit radikalen Islamisten geriet und nun nicht mehr sicher ist, ob er sich einem Ungläubigen unterwerfen sollte... Daneben tritt aber noch eine Vielzahl anderer Figuren auf, die alle ihre eigenen Pläne verfolgen und jederzeit bereit sind, sie an die aktuelle Situation anzupassen. Das führt zwischendurch immer wieder zu einer nicht sehr stringenten Erzählweise. Zeitweilig nimmt der Film so viele Fäden gleichzeitig auf, daß es schwer wird, sie alle wieder zu entwirren und dem Verlauf des Ganzen zu folgen. Da zudem alle Figuren gleichermaßen wenig Identifikationspotential bieten, geht das Involvement des Zuschauers auch mal für eine Weile flöten. Hier wäre es vielleicht gut gewesen, sich auf ein paar Figuren weniger zu konzentrieren ' allerdings wäre dann die Realität vermutlich nicht so gut abgebildet worden. Letzteres war vermutlich auch die Idee hinter dem zum Glück nur manchmal auftretenden Einsatz einer Handkamera ' die sorgt aber für nichts anderes als Unübersichtlichkeit. Zusammengefaßt ist "'Crime Insiders"' eine Empfehlung für alle, die Lust auf einen gemeinen, teilweise schmerzhaften (und in einigen Szenen auch sehr brutalen) Film haben. Ich hätte mir allerdings manchmal deutlich mehr Tempo und Stringenz gewünscht, ab der Hälfte der Laufzeit läßt der Film hier deutlich nach und ist wohl auch einfach mindestens 20 Minuten zu lang. Deshalb nur 6,5 von 10 Punkten, aber ich war auf jeden Fall sehr positiv überrascht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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