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Vor einiger Zeit war diese Scheibe meine erste CD von Landgren und ich habe seinen "Liebesruf" zunächst nur wohlwollend gehört. Inzwischen bin ich ihm erlegen und rückwärts wie vorwärts gefolgt.
Die Musik dieses Albums erscheint wie eine charmante, polyphone Gestalt des Ortes, an dem sie entstand - New Orleans vor seiner Zerstörung. Sie kommt als ein sich vielfarbig vermengender Strom soulpoppigen R&B-Jazz daher, keiner, der zum Einheitsbrei wird, sondern trotz flüsssiger Linien die Charaktere, Einflüsse und Stimmungen bewahrt.
Landgrens relativ hohe, jedoch heiser-gebrochene Naturstimme ist nicht unbedingt jedermans Sache, kann aber eine unglaubliche Anziehungskraft entfalten. Ein schönes Element an seinen Alben außerdem: Er lässt nicht nur mitspielen, sondern auch mitsingen. Ganz sicher einer der Garanten dafür, dass keine Langeweile aufkommt. So gibt es ein powervolles Duett mit Charmaine Neville aus New Orleans sowie und seinem zeitweisen Funk Unit-Mitstreiter Ray Parker Jr.. Die Perle des gGanzen ist Mister Piano-Coolness Joe Sample höchstpersönlich, der zudem fünf Songs zum Album beisteuert und mit feiner Finesse für exorbitanten Groove sorgt.
Ein Album der locker-lässigen, ohrpflegend leichten Art, das seine Kraft vorallem aus bekannten, griffigen Songs schöpft, doch die werden mit übertragbarer Begeisterung, Intensität und variabler Emotionalität gespielt. Absolut hörenswert und Laune machend.
gea. Fassg. 3/10