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Creed

 

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Biografie

„I’m pleading as you‘re leaving/I’m begging you to stay/I’m not the man I used to be/I’ve changed.“ („Away In Silence“)

Fünf Jahre ist es her: Creed, eine der erfolgreichsten Rock-Bands der USA, lösten sich 2004 Knall auf Fall auf. Wie im Film folgte ein erbitterter Rosenkrieg zwischen Sänger Scott Stapp und den restlichen Mitgliedern. Man beschimpfte sich gegenseitig in der Presse, baute sich aber andere Karrieren auf: Stapp versuchte sich als Solokünstler (The Great Divide, 2005) und Mode-Designer, während Gitarrist Mark Tremonti, Bassist Brian Marshall und Drummer Scott Phillips zusammen ... Lesen Sie mehr

„I’m pleading as you‘re leaving/I’m begging you to stay/I’m not the man I used to be/I’ve changed.“ („Away In Silence“)

Fünf Jahre ist es her: Creed, eine der erfolgreichsten Rock-Bands der USA, lösten sich 2004 Knall auf Fall auf. Wie im Film folgte ein erbitterter Rosenkrieg zwischen Sänger Scott Stapp und den restlichen Mitgliedern. Man beschimpfte sich gegenseitig in der Presse, baute sich aber andere Karrieren auf: Stapp versuchte sich als Solokünstler (The Great Divide, 2005) und Mode-Designer, während Gitarrist Mark Tremonti, Bassist Brian Marshall und Drummer Scott Phillips zusammen mit Myles Kennedy (Ex-The Mayfield Four) Alter Bridge gründeten und zwei Alben (One Day Remains, 2004, und Blackbird, 2007) herausbrachten.

Am 4. Juni 2004 endete eine erstaunliche Karriere mit einem Paukenschlag; auf professioneller und vor allem persönlicher Ebene hatten sich die Vier von heute auf morgen nichts mehr zu sagen. Dabei war es Creed mit nur drei Alben gelungen, die Post-Grunge-Ära zu dominieren und allein in den USA mit 26 Millionen mehr Platten als seinerzeit Metallica zu verkaufen: My Own Prison von 1996 fand sechs Millionen begeisterte Fans, Human Clay (1999) sogar 11 Millionen und Weathered (2001) wiederum sechs Millionen – die letztgenannten beiden Alben stiegen direkt in der ersten Erscheinungswoche auf Platz eins der Billboard-Charts ein, ein untrügliches Zeichen für den enormen Beliebtheitsgrad des Quartetts. Creed-Hits beherrschten das US-Radio über Jahre hinweg, Songs wie „My Own Prison“, „Torn“, „What’s This Life For“, „One“, „Higher“, „With Arms Wide Open“, „My Sacrifice“ und „One Last Breath“ sorgten aber auch in Deutschland dafür, dass sich Creed einen Namen machten: Sowohl Human Clay (170.000 Stück) als auch Weathered (160.000 Stück) erreichten Goldstatus, obwohl die Band nur im Frühjahr und Herbst 1999 in Europa tourte.

Herbst 2008, ein Hotel in Orlando/Florida, der Heimat von Creed: Scott Stapp und Mark Tremonti treffen sich. Man tauscht Familienfotos aus, die Atmosphäre ist entspannt, die Probleme der Vergangenheit werden besprochen und bereinigt, nach 20 Minuten sind die Akustikgitarren ausgepackt, man verabredet sich erneut, diesmal soll es aber eine komplette Tour werden. Im Original-Line-Up. Am 27. April 2009 verkündet die überarbeitete Band-Website www.creed.com allerdings nicht nur die Daten – es wird auch ein neues Album geben! Kurz danach schließen sich die Vier in einem Studio ein, der namhafte Produzent Howard Benson (u.a. My Chemical Romance, Daughtry, Flyleaf, Motörhead, Papa Roach) wird mit den Aufnahmen betraut. Full Circle entsteht im Juni und Juli in Nashville, „eine zweite Chance für einen ersten Eindruck“, so Stapp und Tremonti in einem Statement. „Das gilt sowohl für uns als auch für unsere Fans.“

Full Circle ist mehr als ein Comeback, schon die erste Single „Overcome“ beweist Creeds bemerkenswerte Wandlung. Sie sind wieder da, besser denn je, bereit, die Vergangenheit zu begraben. Wie heißt es im Text so schön? „Everything we are and used to be/Is buried and gone/I’m entitled to overcome.“

Damit hatte eigentlich niemand gerechnet, am wenigsten die Bandmitglieder selbst. Gerade weil sie sich so lange kennen: Gitarrist Mark Tremonti wuchs mit Scott Stapp auf (sie gingen zusammen auf die Highschool und das College) und gibt heute rückblickend zu: „Als wir uns 2004 auflösten, dachten wir alle, es gäbe niemals ein Zurück. Aber fünf Jahre später sieht das Ganze anders aus. Wir haben begriffen, dass unser gemeinsames Projekt wichtiger ist als unsere persönlichen Befindlichkeiten. Scott ist wesentlich bescheidener als früher. Er respektiert jeden in seiner Umgebung. Wir alle sind jetzt reife, erwachsene Männer mit Familie. Es läuft gut.“
Textlich ist die Vergangenheit natürlich ein gefundenes Fressen. Stapp arbeitet viele seiner früheren Verfehlungen auf. Durch das gesamte Album ziehen sich seine persönlichen Niederlagen, der Kampf gegen Depression, Alkohol und Drogen; was letztendlich dazu führte, dass er am Ende allein dastand - ohne Frau, Familie und Band. In „Rain“ zum Beispiel wartet er auf die reinigende Dusche, die den „den ganzen Müll“ von ihm abwäscht. Eine schöne Metapher.
„Um wieder so ehrlich zu schreiben wie damals, mussten wir diese tiefe Bindung, dieses blinde Vertrauen von früher wiederherstellen“, sagt Stapp. „Die Offenheit der neuen Songs reflektiert das Wiedererstarken unserer Freundschaft.“ Alles mag sich neu anfühlen, aber die Markenzeichen sind die alten geblieben: melodischer Rock mit Hymnen-Charakter, zugleich ein Verweis auf Vergangenheit UND Zukunft. Wie singt Stapp? „It’s funny how times can change/Rearranging distance makes/The pain fades away.“
Tremonti ist sicher, dass die Pause gut und nötig war, denn „auf dem Höhepunkt unseres Erfolges waren uns die Leute irgendwann leid. Wir waren einfach zu präsent.“
Man war gewarnt und plante akribisch: Schon als sie ins Studio gingen, war die Tour von August bis Oktober 2009 gebucht, man setzte sich selbst bewusst unter Druck, um härter zu arbeiten als je zuvor. „Im Studio waren wir so schnell wie noch nie“, bestätigt Tremonti, „weil wir mehr miteinander gearbeitet haben. Alle gingen offener miteinander um, wir waren in vielen Dingen auf derselben Wellenlänge, deshalb ist die Platte so stark wie sie ist.“
„Das sind die brandneuen Creed“, bekräftigt Stapp. „Wir hatten unsere individuellen Identitäten verloren, irgendwo auf dem Weg. Dann bekamen wir alle die Chance, unser Leben außerhalb der Band neu zu gestalten, wir mussten sprichwörtlich unseren Mann stehen in Bezug auf unsere Familien, wir trugen plötzlich Verantwortung. Das hat uns alle sensibler gemacht, wir sind aber auch gleichzeitig selbstbewusster und sicherer.“
Ein gutes Beispiel dafür ist „Away In Silence“, ein Song, den Stapp über den Wendepunkt seines Lebens schrieb. Es war der Tag im November 2006, als seine Frau ihn verlassen wollte… „An diesem Tag starb der Rockstar mit dem langen Haar“, erinnert er sich. „Ich musste ganz schön weit zurückschauen, um wieder dorthin zu kommen, wo ich vor 2002 war, ich musste mich selbst wiederentdecken - mental, emotional und spirituell. Ich bin zwar immer noch nicht dort angekommen, aber die Probleme, die dazu führten, dass ich alles Geliebte in meiner Umgebung zerstören wollte, gibt es nicht mehr. Ursprünglich wollte ich den Songtitel sogar ins Arabische übersetzen, weil meine Frau aus Jordanien stammt.“
Mit Full Circle sind Creed bereit, ein neues Kapitel ihrer Karriere aufzuschlagen, was aber nicht heißt, dass andere Projekte deswegen auf Eis liegen, Alter Bridge zum Beispiel werden definitiv weitermachen. „Creed sind natürlich unsere Top-Priorität“, meint Stapp, „und wir werden uns davon nicht abbringen lassen. Für mich kommt immer zuerst die Band.“
Scott Stapp ist schon immer ein Mann der offenen Worte gewesen, aber auf diesem Album geht er einen bewussten Schritt zurück, um voranzukommen: Stücke wie „Overcome“ und „Song You Sing“ ähneln denen vom Debüt, von My Own Prison, sie sind innere Dialoge. „Ich komme mittlerweile mit mir klar“, erklärt er. „Es ist egal, wie tief du gefallen bist, wie dumm man sich verhält, du hast die Verantwortung für ein Leben, in dem du die richtigen Entscheidungen und Auswahlmöglichkeiten zu treffen hast, um Hindernisse zu überwinden. Dieses Album ist wie ein Katalysator, mit dem wir unsere Probleme verarbeiten konnten, für die wir früher keine Worte fanden. Wir kommunizieren quasi über die Musik. Es gibt Menschen, die mit Unglück bestens umgehen können. Aber es gibt auch welche, die stolpern und hinfallen und es auf die harte Tour lernen. Zu dieser Sorte gehöre ich, aber ich habe auch aus schlimmen Situationen immer wieder eine positive Lehre gezogen. Und dafür danke ich Gott! Wenn ich nicht diesen inneren Drang verspüren würde, aus Negativem positive Dinge zu machen, würde ich jetzt nicht hier sein, geschweige denn über dieses Album reden. Dann hätten die Dämonen, die ich in mein Leben ließ, eben jenes beendet.
„Close the door/And don’t look back“, heißt es nicht umsonst im Titelsong des Albums. „Wir sind noch genauso ambitioniert wie früher, was unsere Musik angeht, wenn nicht sogar ambitionierter“, bestätigt Tremonti. „Wir schauen nach vorne, wir möchten bessere Alben machen, wir sind immer noch nicht völlig zufrieden. Wir sind engagierter denn je, die beste Musik zu machen, die wir können.“
Auf Full Circle beweisen sie es. Dieses Mal sind sie allerdings gekommen, um zu bleiben.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

„I’m pleading as you‘re leaving/I’m begging you to stay/I’m not the man I used to be/I’ve changed.“ („Away In Silence“)

Fünf Jahre ist es her: Creed, eine der erfolgreichsten Rock-Bands der USA, lösten sich 2004 Knall auf Fall auf. Wie im Film folgte ein erbitterter Rosenkrieg zwischen Sänger Scott Stapp und den restlichen Mitgliedern. Man beschimpfte sich gegenseitig in der Presse, baute sich aber andere Karrieren auf: Stapp versuchte sich als Solokünstler (The Great Divide, 2005) und Mode-Designer, während Gitarrist Mark Tremonti, Bassist Brian Marshall und Drummer Scott Phillips zusammen mit Myles Kennedy (Ex-The Mayfield Four) Alter Bridge gründeten und zwei Alben (One Day Remains, 2004, und Blackbird, 2007) herausbrachten.

Am 4. Juni 2004 endete eine erstaunliche Karriere mit einem Paukenschlag; auf professioneller und vor allem persönlicher Ebene hatten sich die Vier von heute auf morgen nichts mehr zu sagen. Dabei war es Creed mit nur drei Alben gelungen, die Post-Grunge-Ära zu dominieren und allein in den USA mit 26 Millionen mehr Platten als seinerzeit Metallica zu verkaufen: My Own Prison von 1996 fand sechs Millionen begeisterte Fans, Human Clay (1999) sogar 11 Millionen und Weathered (2001) wiederum sechs Millionen – die letztgenannten beiden Alben stiegen direkt in der ersten Erscheinungswoche auf Platz eins der Billboard-Charts ein, ein untrügliches Zeichen für den enormen Beliebtheitsgrad des Quartetts. Creed-Hits beherrschten das US-Radio über Jahre hinweg, Songs wie „My Own Prison“, „Torn“, „What’s This Life For“, „One“, „Higher“, „With Arms Wide Open“, „My Sacrifice“ und „One Last Breath“ sorgten aber auch in Deutschland dafür, dass sich Creed einen Namen machten: Sowohl Human Clay (170.000 Stück) als auch Weathered (160.000 Stück) erreichten Goldstatus, obwohl die Band nur im Frühjahr und Herbst 1999 in Europa tourte.

Herbst 2008, ein Hotel in Orlando/Florida, der Heimat von Creed: Scott Stapp und Mark Tremonti treffen sich. Man tauscht Familienfotos aus, die Atmosphäre ist entspannt, die Probleme der Vergangenheit werden besprochen und bereinigt, nach 20 Minuten sind die Akustikgitarren ausgepackt, man verabredet sich erneut, diesmal soll es aber eine komplette Tour werden. Im Original-Line-Up. Am 27. April 2009 verkündet die überarbeitete Band-Website www.creed.com allerdings nicht nur die Daten – es wird auch ein neues Album geben! Kurz danach schließen sich die Vier in einem Studio ein, der namhafte Produzent Howard Benson (u.a. My Chemical Romance, Daughtry, Flyleaf, Motörhead, Papa Roach) wird mit den Aufnahmen betraut. Full Circle entsteht im Juni und Juli in Nashville, „eine zweite Chance für einen ersten Eindruck“, so Stapp und Tremonti in einem Statement. „Das gilt sowohl für uns als auch für unsere Fans.“

Full Circle ist mehr als ein Comeback, schon die erste Single „Overcome“ beweist Creeds bemerkenswerte Wandlung. Sie sind wieder da, besser denn je, bereit, die Vergangenheit zu begraben. Wie heißt es im Text so schön? „Everything we are and used to be/Is buried and gone/I’m entitled to overcome.“

Damit hatte eigentlich niemand gerechnet, am wenigsten die Bandmitglieder selbst. Gerade weil sie sich so lange kennen: Gitarrist Mark Tremonti wuchs mit Scott Stapp auf (sie gingen zusammen auf die Highschool und das College) und gibt heute rückblickend zu: „Als wir uns 2004 auflösten, dachten wir alle, es gäbe niemals ein Zurück. Aber fünf Jahre später sieht das Ganze anders aus. Wir haben begriffen, dass unser gemeinsames Projekt wichtiger ist als unsere persönlichen Befindlichkeiten. Scott ist wesentlich bescheidener als früher. Er respektiert jeden in seiner Umgebung. Wir alle sind jetzt reife, erwachsene Männer mit Familie. Es läuft gut.“
Textlich ist die Vergangenheit natürlich ein gefundenes Fressen. Stapp arbeitet viele seiner früheren Verfehlungen auf. Durch das gesamte Album ziehen sich seine persönlichen Niederlagen, der Kampf gegen Depression, Alkohol und Drogen; was letztendlich dazu führte, dass er am Ende allein dastand - ohne Frau, Familie und Band. In „Rain“ zum Beispiel wartet er auf die reinigende Dusche, die den „den ganzen Müll“ von ihm abwäscht. Eine schöne Metapher.
„Um wieder so ehrlich zu schreiben wie damals, mussten wir diese tiefe Bindung, dieses blinde Vertrauen von früher wiederherstellen“, sagt Stapp. „Die Offenheit der neuen Songs reflektiert das Wiedererstarken unserer Freundschaft.“ Alles mag sich neu anfühlen, aber die Markenzeichen sind die alten geblieben: melodischer Rock mit Hymnen-Charakter, zugleich ein Verweis auf Vergangenheit UND Zukunft. Wie singt Stapp? „It’s funny how times can change/Rearranging distance makes/The pain fades away.“
Tremonti ist sicher, dass die Pause gut und nötig war, denn „auf dem Höhepunkt unseres Erfolges waren uns die Leute irgendwann leid. Wir waren einfach zu präsent.“
Man war gewarnt und plante akribisch: Schon als sie ins Studio gingen, war die Tour von August bis Oktober 2009 gebucht, man setzte sich selbst bewusst unter Druck, um härter zu arbeiten als je zuvor. „Im Studio waren wir so schnell wie noch nie“, bestätigt Tremonti, „weil wir mehr miteinander gearbeitet haben. Alle gingen offener miteinander um, wir waren in vielen Dingen auf derselben Wellenlänge, deshalb ist die Platte so stark wie sie ist.“
„Das sind die brandneuen Creed“, bekräftigt Stapp. „Wir hatten unsere individuellen Identitäten verloren, irgendwo auf dem Weg. Dann bekamen wir alle die Chance, unser Leben außerhalb der Band neu zu gestalten, wir mussten sprichwörtlich unseren Mann stehen in Bezug auf unsere Familien, wir trugen plötzlich Verantwortung. Das hat uns alle sensibler gemacht, wir sind aber auch gleichzeitig selbstbewusster und sicherer.“
Ein gutes Beispiel dafür ist „Away In Silence“, ein Song, den Stapp über den Wendepunkt seines Lebens schrieb. Es war der Tag im November 2006, als seine Frau ihn verlassen wollte… „An diesem Tag starb der Rockstar mit dem langen Haar“, erinnert er sich. „Ich musste ganz schön weit zurückschauen, um wieder dorthin zu kommen, wo ich vor 2002 war, ich musste mich selbst wiederentdecken - mental, emotional und spirituell. Ich bin zwar immer noch nicht dort angekommen, aber die Probleme, die dazu führten, dass ich alles Geliebte in meiner Umgebung zerstören wollte, gibt es nicht mehr. Ursprünglich wollte ich den Songtitel sogar ins Arabische übersetzen, weil meine Frau aus Jordanien stammt.“
Mit Full Circle sind Creed bereit, ein neues Kapitel ihrer Karriere aufzuschlagen, was aber nicht heißt, dass andere Projekte deswegen auf Eis liegen, Alter Bridge zum Beispiel werden definitiv weitermachen. „Creed sind natürlich unsere Top-Priorität“, meint Stapp, „und wir werden uns davon nicht abbringen lassen. Für mich kommt immer zuerst die Band.“
Scott Stapp ist schon immer ein Mann der offenen Worte gewesen, aber auf diesem Album geht er einen bewussten Schritt zurück, um voranzukommen: Stücke wie „Overcome“ und „Song You Sing“ ähneln denen vom Debüt, von My Own Prison, sie sind innere Dialoge. „Ich komme mittlerweile mit mir klar“, erklärt er. „Es ist egal, wie tief du gefallen bist, wie dumm man sich verhält, du hast die Verantwortung für ein Leben, in dem du die richtigen Entscheidungen und Auswahlmöglichkeiten zu treffen hast, um Hindernisse zu überwinden. Dieses Album ist wie ein Katalysator, mit dem wir unsere Probleme verarbeiten konnten, für die wir früher keine Worte fanden. Wir kommunizieren quasi über die Musik. Es gibt Menschen, die mit Unglück bestens umgehen können. Aber es gibt auch welche, die stolpern und hinfallen und es auf die harte Tour lernen. Zu dieser Sorte gehöre ich, aber ich habe auch aus schlimmen Situationen immer wieder eine positive Lehre gezogen. Und dafür danke ich Gott! Wenn ich nicht diesen inneren Drang verspüren würde, aus Negativem positive Dinge zu machen, würde ich jetzt nicht hier sein, geschweige denn über dieses Album reden. Dann hätten die Dämonen, die ich in mein Leben ließ, eben jenes beendet.
„Close the door/And don’t look back“, heißt es nicht umsonst im Titelsong des Albums. „Wir sind noch genauso ambitioniert wie früher, was unsere Musik angeht, wenn nicht sogar ambitionierter“, bestätigt Tremonti. „Wir schauen nach vorne, wir möchten bessere Alben machen, wir sind immer noch nicht völlig zufrieden. Wir sind engagierter denn je, die beste Musik zu machen, die wir können.“
Auf Full Circle beweisen sie es. Dieses Mal sind sie allerdings gekommen, um zu bleiben.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

„I’m pleading as you‘re leaving/I’m begging you to stay/I’m not the man I used to be/I’ve changed.“ („Away In Silence“)

Fünf Jahre ist es her: Creed, eine der erfolgreichsten Rock-Bands der USA, lösten sich 2004 Knall auf Fall auf. Wie im Film folgte ein erbitterter Rosenkrieg zwischen Sänger Scott Stapp und den restlichen Mitgliedern. Man beschimpfte sich gegenseitig in der Presse, baute sich aber andere Karrieren auf: Stapp versuchte sich als Solokünstler (The Great Divide, 2005) und Mode-Designer, während Gitarrist Mark Tremonti, Bassist Brian Marshall und Drummer Scott Phillips zusammen mit Myles Kennedy (Ex-The Mayfield Four) Alter Bridge gründeten und zwei Alben (One Day Remains, 2004, und Blackbird, 2007) herausbrachten.

Am 4. Juni 2004 endete eine erstaunliche Karriere mit einem Paukenschlag; auf professioneller und vor allem persönlicher Ebene hatten sich die Vier von heute auf morgen nichts mehr zu sagen. Dabei war es Creed mit nur drei Alben gelungen, die Post-Grunge-Ära zu dominieren und allein in den USA mit 26 Millionen mehr Platten als seinerzeit Metallica zu verkaufen: My Own Prison von 1996 fand sechs Millionen begeisterte Fans, Human Clay (1999) sogar 11 Millionen und Weathered (2001) wiederum sechs Millionen – die letztgenannten beiden Alben stiegen direkt in der ersten Erscheinungswoche auf Platz eins der Billboard-Charts ein, ein untrügliches Zeichen für den enormen Beliebtheitsgrad des Quartetts. Creed-Hits beherrschten das US-Radio über Jahre hinweg, Songs wie „My Own Prison“, „Torn“, „What’s This Life For“, „One“, „Higher“, „With Arms Wide Open“, „My Sacrifice“ und „One Last Breath“ sorgten aber auch in Deutschland dafür, dass sich Creed einen Namen machten: Sowohl Human Clay (170.000 Stück) als auch Weathered (160.000 Stück) erreichten Goldstatus, obwohl die Band nur im Frühjahr und Herbst 1999 in Europa tourte.

Herbst 2008, ein Hotel in Orlando/Florida, der Heimat von Creed: Scott Stapp und Mark Tremonti treffen sich. Man tauscht Familienfotos aus, die Atmosphäre ist entspannt, die Probleme der Vergangenheit werden besprochen und bereinigt, nach 20 Minuten sind die Akustikgitarren ausgepackt, man verabredet sich erneut, diesmal soll es aber eine komplette Tour werden. Im Original-Line-Up. Am 27. April 2009 verkündet die überarbeitete Band-Website www.creed.com allerdings nicht nur die Daten – es wird auch ein neues Album geben! Kurz danach schließen sich die Vier in einem Studio ein, der namhafte Produzent Howard Benson (u.a. My Chemical Romance, Daughtry, Flyleaf, Motörhead, Papa Roach) wird mit den Aufnahmen betraut. Full Circle entsteht im Juni und Juli in Nashville, „eine zweite Chance für einen ersten Eindruck“, so Stapp und Tremonti in einem Statement. „Das gilt sowohl für uns als auch für unsere Fans.“

Full Circle ist mehr als ein Comeback, schon die erste Single „Overcome“ beweist Creeds bemerkenswerte Wandlung. Sie sind wieder da, besser denn je, bereit, die Vergangenheit zu begraben. Wie heißt es im Text so schön? „Everything we are and used to be/Is buried and gone/I’m entitled to overcome.“

Damit hatte eigentlich niemand gerechnet, am wenigsten die Bandmitglieder selbst. Gerade weil sie sich so lange kennen: Gitarrist Mark Tremonti wuchs mit Scott Stapp auf (sie gingen zusammen auf die Highschool und das College) und gibt heute rückblickend zu: „Als wir uns 2004 auflösten, dachten wir alle, es gäbe niemals ein Zurück. Aber fünf Jahre später sieht das Ganze anders aus. Wir haben begriffen, dass unser gemeinsames Projekt wichtiger ist als unsere persönlichen Befindlichkeiten. Scott ist wesentlich bescheidener als früher. Er respektiert jeden in seiner Umgebung. Wir alle sind jetzt reife, erwachsene Männer mit Familie. Es läuft gut.“
Textlich ist die Vergangenheit natürlich ein gefundenes Fressen. Stapp arbeitet viele seiner früheren Verfehlungen auf. Durch das gesamte Album ziehen sich seine persönlichen Niederlagen, der Kampf gegen Depression, Alkohol und Drogen; was letztendlich dazu führte, dass er am Ende allein dastand - ohne Frau, Familie und Band. In „Rain“ zum Beispiel wartet er auf die reinigende Dusche, die den „den ganzen Müll“ von ihm abwäscht. Eine schöne Metapher.
„Um wieder so ehrlich zu schreiben wie damals, mussten wir diese tiefe Bindung, dieses blinde Vertrauen von früher wiederherstellen“, sagt Stapp. „Die Offenheit der neuen Songs reflektiert das Wiedererstarken unserer Freundschaft.“ Alles mag sich neu anfühlen, aber die Markenzeichen sind die alten geblieben: melodischer Rock mit Hymnen-Charakter, zugleich ein Verweis auf Vergangenheit UND Zukunft. Wie singt Stapp? „It’s funny how times can change/Rearranging distance makes/The pain fades away.“
Tremonti ist sicher, dass die Pause gut und nötig war, denn „auf dem Höhepunkt unseres Erfolges waren uns die Leute irgendwann leid. Wir waren einfach zu präsent.“
Man war gewarnt und plante akribisch: Schon als sie ins Studio gingen, war die Tour von August bis Oktober 2009 gebucht, man setzte sich selbst bewusst unter Druck, um härter zu arbeiten als je zuvor. „Im Studio waren wir so schnell wie noch nie“, bestätigt Tremonti, „weil wir mehr miteinander gearbeitet haben. Alle gingen offener miteinander um, wir waren in vielen Dingen auf derselben Wellenlänge, deshalb ist die Platte so stark wie sie ist.“
„Das sind die brandneuen Creed“, bekräftigt Stapp. „Wir hatten unsere individuellen Identitäten verloren, irgendwo auf dem Weg. Dann bekamen wir alle die Chance, unser Leben außerhalb der Band neu zu gestalten, wir mussten sprichwörtlich unseren Mann stehen in Bezug auf unsere Familien, wir trugen plötzlich Verantwortung. Das hat uns alle sensibler gemacht, wir sind aber auch gleichzeitig selbstbewusster und sicherer.“
Ein gutes Beispiel dafür ist „Away In Silence“, ein Song, den Stapp über den Wendepunkt seines Lebens schrieb. Es war der Tag im November 2006, als seine Frau ihn verlassen wollte… „An diesem Tag starb der Rockstar mit dem langen Haar“, erinnert er sich. „Ich musste ganz schön weit zurückschauen, um wieder dorthin zu kommen, wo ich vor 2002 war, ich musste mich selbst wiederentdecken - mental, emotional und spirituell. Ich bin zwar immer noch nicht dort angekommen, aber die Probleme, die dazu führten, dass ich alles Geliebte in meiner Umgebung zerstören wollte, gibt es nicht mehr. Ursprünglich wollte ich den Songtitel sogar ins Arabische übersetzen, weil meine Frau aus Jordanien stammt.“
Mit Full Circle sind Creed bereit, ein neues Kapitel ihrer Karriere aufzuschlagen, was aber nicht heißt, dass andere Projekte deswegen auf Eis liegen, Alter Bridge zum Beispiel werden definitiv weitermachen. „Creed sind natürlich unsere Top-Priorität“, meint Stapp, „und wir werden uns davon nicht abbringen lassen. Für mich kommt immer zuerst die Band.“
Scott Stapp ist schon immer ein Mann der offenen Worte gewesen, aber auf diesem Album geht er einen bewussten Schritt zurück, um voranzukommen: Stücke wie „Overcome“ und „Song You Sing“ ähneln denen vom Debüt, von My Own Prison, sie sind innere Dialoge. „Ich komme mittlerweile mit mir klar“, erklärt er. „Es ist egal, wie tief du gefallen bist, wie dumm man sich verhält, du hast die Verantwortung für ein Leben, in dem du die richtigen Entscheidungen und Auswahlmöglichkeiten zu treffen hast, um Hindernisse zu überwinden. Dieses Album ist wie ein Katalysator, mit dem wir unsere Probleme verarbeiten konnten, für die wir früher keine Worte fanden. Wir kommunizieren quasi über die Musik. Es gibt Menschen, die mit Unglück bestens umgehen können. Aber es gibt auch welche, die stolpern und hinfallen und es auf die harte Tour lernen. Zu dieser Sorte gehöre ich, aber ich habe auch aus schlimmen Situationen immer wieder eine positive Lehre gezogen. Und dafür danke ich Gott! Wenn ich nicht diesen inneren Drang verspüren würde, aus Negativem positive Dinge zu machen, würde ich jetzt nicht hier sein, geschweige denn über dieses Album reden. Dann hätten die Dämonen, die ich in mein Leben ließ, eben jenes beendet.
„Close the door/And don’t look back“, heißt es nicht umsonst im Titelsong des Albums. „Wir sind noch genauso ambitioniert wie früher, was unsere Musik angeht, wenn nicht sogar ambitionierter“, bestätigt Tremonti. „Wir schauen nach vorne, wir möchten bessere Alben machen, wir sind immer noch nicht völlig zufrieden. Wir sind engagierter denn je, die beste Musik zu machen, die wir können.“
Auf Full Circle beweisen sie es. Dieses Mal sind sie allerdings gekommen, um zu bleiben.

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