Das ist nun das vermeintlich schwächste Album der Frau mit der großen und einzigartigen Stimme. "Credo" ist ruhig gehalten, eine Ballade reiht sich an die andere und fast alle Titel haben den gleichen getragenen (langweiligen) Rhythmus und ähneln sich auch vom Sound. Dem Album fehlt einfach etwas Schwung und Pep. Und selbst Jennifers Stimme wirkt hier über weite Teile brav, gar bieder. Sie geht einfach nicht richtig aus sich heraus, wie sie das sonst so großartig auf ihren anderen Alben tut.
Es lohnt sich eigentlich nicht auf die einzelnen Titel einzugehen, die Highlights sind dann auch schnell aufgezählt. Da ist der Titelsong "Credo", der durch eine schöne Melodie und einen herrlichen Chor besticht und ein romatisches Feeling hinterlässt. Dann ist da noch der Schlußtitel "All in love is fair", der einzige Titel, bei dem Jennifers Stimme in voller Schönheit zu hören ist und voll ausgereizt wird, eine wunderschöne und gefühlvolle Ballade. Die restlichen Songs laufen seicht und ruhig vor sich hin, nicht wirklich schlecht, durchaus auch hörbar aber irgendwie nicht großartig und ohne Wiedererkennungswert. Selbst der einzige etwas schnellere Titel "Sweet thing" wirkt wie ein altmodischer Schlager, überhaupt sind hier die Grenzen zwischen Pop und Schlager fließend.
Was bleibt ist die große Stimme des Pop, die hier nicht in voller Schönheit erklingt und ein Album, das leicht langweilig scheint. Am Ende versucht man sich an einen herausragenden Ohrwurm aus "Credo" zu erinnern, doch da ist keiner.