24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Auf den Spuren einer neuen Religion!, 3. August 2008
Bekannt geworden ist Douglas Preston durch die Bestseller mit seinem Co-Autor Lincoln Child. Doch seit einiger Zeit wandelt er auch erfolgreich auf Solopfaden. Mit DER CODEX und DER CANYON hat Douglas Preston zwei überaus lesenswerte Solothriller geschrieben. Mit CREDO greift er jetzt ein aktuelles Thema auf und fragt, wie weit religiöse Überzeugung gehen darf.
In einem abgelegenen Labor in seinem Indianer-Reservat erforscht eine Gruppe von Wissenschaftlern eine neuartige Energiequelle. Sie simulieren den Urknall und versuchen auf diesem Wege neue kosmologische Erkenntnisse zu bekommen. Doch das Resultat ist nicht das, was erwartet wird, denn plötzlich erhalten die Wissenschaftler eine Botschaft: Seid gegrüsst. Eine offensichtlich übermenschliche Intelligenz verlangt von den Wissenschaftlern etwas Unglaubliches.
Douglas Preston mixt in diesem Thriller aktuelle Thesen aus Religion und Wissenschaft. Mit Wyman Ford hat er eine interessante Hauptfigur, die bereits in seinem letzten Soloroman DER CANYON eine Nebenrolle hatte. CREDO beginnt auch ausgesprochen gut, kann dieses Niveau aber nicht bis zum Schluss halten. Douglas Preston verliert sich im Verlauf der Handlung in religiösen Thesen und liefert am Ende eine Auflösung, die nicht besonders spektakulär ist.
Dabei kann man Preston für die handwerkliche Gestaltung nur ein Kompliment machen. Die zahlreichen Handlungsebenen werden geschickt verknüpft und gut platzierte Cliffhanger sorgen gerade zu Beginn für das nötige Tempo. Aber gerade dies kann Douglas Preston nicht halten. So dass am Ende nur das Resultat bleibt, dass CREDO zwar ein guter, aber bisher sein schwächster Soloroman ist.
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27 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Seid gegrüßt!", sprach Gott ... (+ Hörbuch-Rezension), 23. Juni 2008
... von irgendwo aus dem Inneren eines simulierten Urknalls. - Also, wenn das nicht eine eins a Eröffnung für einen Wissenschaftsthriller ist, dann weiß ich auch nicht. ;-)
Irgendwo in einem Indianer-Reservat nordöstlich von Flagstaff (Arizona) soll ein Teilchenbeschleuniger den URKNALL nachahmen - - - und 12 Wissenschaftler warten gespannt auf Ergebnisse und Erkenntnisse dieses gigantischen Versuchsaufbaus, namens ISABELLA.
Genau so gespannt, wie die Wissenschaftler ihr Urknall-Experiment, verfolge ich als Leser dieses Unterfangen, denn der Klappentext verspricht mir ja bereits, dass - auf unerklärliche Weise - GOTT aus dem Teilchenbeschleuniger spricht! Dass das freilich wie ein "schlechter Scherz" klingt, dürfte allen soweit klar sein. So gehen die 12 Wissenschaftler mit sich - relativ isoliert von den Reservats-Bewohnern, mit denen sie ohnehin nicht nett umgehen - in Klausur und versuchen krampfhaft dieser Fehlfunktion (also der Stimme Gottes ;-) auf die Spur zu kommen. Sie kappen sich noch dazu von der Kommunikation mit den Auftraggebern, sprich der von Regierung, ab. Doch die Regierung, nicht auf den Kopf gefallen, engagiert mit dem Privatdetektiv Wyman Ford, einem ausrangiertem CIA Agenten, eine Art "Maulwurf", der so schnell wie möglich herausfinden soll, warum die Wissenschafter sich abkapseln, und so beharrlich ausschweigen, so dass auch nach Monaten noch keine Ergebnisse von dem elendig teuren Experiment (=ISABELLA) vorliegen.
Die Lage hätte verzwickter nicht sein können, da kommt auch noch ein geldgieriger Lobbyist auf den Plan, der der Navajo-Regierung, die immerhin von dem Projekt profitiert, noch mehr Geld für seine Dienste abknöpfen will. Er spannt einen Fernsehprediger für seine Zwecke ein, der gegen das ISABELLA Projekt predigen soll, denn es steht ja fest: Das Projekt dient zu nichts anderem als GOTT zu lästern und die Schöpfungsgeschichte infrage zu stellen... Ab hier wird's mächtig lustig!
Ein fantastischer Thriller. Liest sich rasant und anstrengungslos. In den Hauptrollen hochintelligente - trotzdem gläubige - Wissenschaftler, sowie fundamentalistische Religions-Anhänger und eine handvoll Navajos, die mitten in einen grandiosen Showdown geraten!
Also, wenn das nicht ein hochgradig filmreifer Bestseller ist, weiß ich auch nicht. (M)Eine enthusiastisch-emotionale Empfehlung - aus unterhaltungstechnischer Sicht, freilich - für Douglas/ Preston Fans! (Aus wissenschaftlicher Sicht vermag ich dieses belletristische Thriller-Highlight nicht zu beurteilen.)
Alldieweil die
Hörbuch-Ausgabe wieder einmal mit der
Gebundenen Ausgabe zusammenverlinkt wurde, hier die ...
Hörbuch-Rezension: CREDO - DAS LETZTE GEHEIMNIS von Douglas Preston, gelesen von Johannes Steck | Bearbeitete Fassung | Lesung | 6CDs im im ProfilePac (aufklappbares Pappcover zum Einstecken) | 427 Minuten Laufzeit | 66 Tracks | erschienen bei LÜBBE AUDIO
Inhalt siehe oben.
In Form der vorliegenden Lesung auf 6 CDs kommt CREDO glatt noch einmal so gut! Damit das Fazit gleich vorab. - Warum? Johannes Stecks Stimmvariationen helfen dem Zuhörer nicht nur die mehr als ein Dutzend Akteure voneinander zu unterscheiden, denn Prestons Vorlage ist durchaus Dialog-lastig, - es kommt noch besser: Johannes Steck liest mit einer Hingabe, dass es die wahre Freude ist am Ball zu bleiben und der ohnehin spannenden Handlung zu folgen. Nach dem inhaltlich eher missglückten Wissenschaftsthriller
100 Stunden (Hörbuch), der nur Dank Stecks Stimmwandlungs-Talent bis zum Ende erträglich war, ist das hier die optimale Kombination aus grandios action-reichem Plot und perfektem Vortrag. - Minimal zu meckern gäb's vielleicht noch das: Es gibt ein, zwei Charaktere (Frauen), die einerseits schön weich in der Stimme betont werden (das klingt freundlich und keineswegs unfreiwillig komisch), doch bei lauten Nebengeräuschen (z.B. im Auto) können diese Dialoge schon mal als "zu leise" erscheinen. Doch spätestens wenn Reverend Don T. Spates wieder an der Reihe ist, sind Sie wieder wach. Versprochen!
Eine leidenschaftliche Lesung, die wie im Flug vergeht. Das Hörbuch kann und muss ich einfach empfehlen! Auf meiner Hörbuch-Latte ein eindeutiges: HÖRRLICH!
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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Religion vs Wissenschaft oder Wissenschaft als Religion?, 25. Juni 2008
Wieder mal ein spannendender Thriller von Douglas Preston, einem Part des Autorenduos Preston/Child. Während Herr Child in Eigenregie eher die wissenschaftlich-technische Front bedient, setzt Herr Preston eher auf wissenschaftlich-mystisches. Nun, viel Mystery gibt es - wenn man davon absieht, dass Gott aus einer Singularität heraus mit Wissenschaftlern kommuniziert - in diesem Roman nicht. Und das ist in diesem Fall auch gut so. Die Beschreibung von bigotten, teilweise wirklich irren "Gläubigen" (die in den USA nun leider allzu erschreckende Realität sind) ist grusliger als jedes Monster.
Sehr mutig von D. Preston, wenn er dem fiktiven US-Präsidenten die Worte "Die (christlichen Fundamentalisten) sind auch nicht anders als Al-Qaida oder die Taliban" in den Mund legt. Hochachtung!
Ich möchte jetzt nichts von der, für mich, genialen Auflösung des Romans verraten. Bitte lesen!
Vorher gibt es erstmal in 2/3 des Buches eine langsame Einführung der Charaktere und einiges an (nachdenkenswerter, aber nicht zu anspruchsvoller) Philosophie. Im letzten Drittel geht dann actionmäßig dermaßen die Post ab, dass man das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen kann.
Fazit: ein gelungener Balanceakt zwischen Anspruch light und spannendem Thriller.
Ich freu mich schon auf neuen Stoff von Preston/Child!
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