Ein sehr schöner, kleiner Player: AEG - auspacken, einschalten, geht.
Alles Vorgenannte ist korrekt: Das Ding ist wirklich so groß wie ein Elektrofeuerzeug, aber eher eine Nummer leichter. Er kann alles, was er können muss, inklusive WMA-DRM (noch nicht getestet, weil ich mich mit sowas prinzipiell nicht abgebe). Insofern: Wer einen kleinen, putzigen Player sucht, der eine auswechselbare Batterie oder einen auswechselbaren Akku als Energiequelle nutzt -- absolute Kaufempfehlung.
Die Mankos aus meiner Sicht -- allesamt akzeptabel (ich beziehe mich auf die Firmware-Version 1.10.03):
Der Player bringt, solange die Beleuchtung eingeschaltet ist, ein sehr, sehr leises, hochfrequentes Störgeräusch. Sobald die Display-Beleuchtung sich abschaltet, ist das aber wieder weg -- also (konfigurierbar) 3 oder meintwegen 5 Sekunden nach dem letzten Tastendruck.
Die Öse für die Trageschlaufe ist aus dünnem Kunststoff - keine Ahnung, ob das Ding beim Joggen langfristig hält. Also lieber pfleglich behandeln. Dasselbe gilt für den Akkudeckel.
Etwas kurz gedacht die Idee des Designers, den Kopfhörer-Ausgang nach oben zur Trageaufhängung zu legen, statt nach unten, wo das Kabel einfach baumeln könnte. Dort befindet sich stattdessen der Line-In - umgekehrt wäre geschickter gewesen.
... Warum der Line-In nicht in 3,5 mm Stereo-Klinke, sondern in 2,5 mm Stereo-Klinke ausgeführt ist -- weiss der Fuchs (vermutlich, um die Verwechselung von In und Out zu vermeiden). Immerhin liegt ein Adapterkabel bei.
Der Anschluss via USB geschieht zwar, wie beschrieben, nicht mit einem ins Gerät integrierten USB/A-Stecker, dafür aber über eine völlig standardkonforme Mini-USB/B-Buchse, wie man sie an diversen Mobilgeräten wie Digitalkameras, Palm-PDAs uvam. kennt. Die USB2-Datenrate könnte allerdings höher (lies: schneller) sein. Immerhin wird der Player als mobiler Datenträger erkannt, eine gesonderte Software ist nicht nötig (liegt aber bei).
Unterordner beherrscht der Player sehr wohl, er zeigt sie lediglich nicht an. Sprich: Eine Ordnerstruktur
\Eins
\--\Eins_A
\--\Eins_B
\Zwei
würde der Player als
\Eins_A
\Eins_B
\Zwei
"flach" darstellen und den übergeordneten Ordner "Eins" ausblenden -- ungewohnt, aber völlig akzeptabel.
MP3-Encoding vom Line-In oder per Mikro habe ich noch nicht getestet, Aufnehmen vom Radio erfolgt weder in MP3 noch in WMV, sondern mit einem eigentlich nur für Sprache geeigneten WAV-ADPCM-Codec. Nun gut, damit fallen Aufnahmen vom Radio quasi flach, was nicht wirklich tragisch ist.
Der 5-bandige, manuell regelbare Equalizer bändigt auch preiswerte, nicht-lineare Ohrhörer. Die beiliegenden habe ich noch nicht getestet, dafür einen vergleichsweise billigen von Sony und einen regulären, HiFi-Kopfhörer. Mit beiden war ein Radio-Sendersuchlauf und entsprechender Radio-Empfang problemlos möglich.
Der Haken am Equalizer: Die Einstellung betreffen wirklich nur die Wiedergabe von MP3/WMV/WAV-Dateien. Radio wird immer im flachen Equalizer-Profil abgespielt.
So weit, so gut: Mehr muss nun die Praxis zeigen, also der Betrieb bei der Hausarbeit oder beim Joggen. Schaumermal.