1990 erschien "Crazy World" und wurde produziert von Keith Olsen und den Scorpions und ist damit das 1. Album seit "In Trance" (1975) ohne Mitwirkung von Dieter Dierks. Man hatte sich von dem Erfolgsproduzenten nach "Savage Amusement" (1988) getrennt. Ansonsten waren wieder am Start: Rudolf Schenker (Guitars), Klaus Meine (Lead Vocals), Matthias Jabs (Lead Guitar), Herman Rarebell (Drums) und letztmalig Francis Buchholz (Bass Guitar).
"Crazy World" ist mit über 16!!! Millionen verkauften Exemplaren das erfolgreichste Album der Gruppe aus Hannover. Hauptsächlich hängt das natürlich mit dem Riesenhit `Winds of change` zusammen. Ich muss gestehen, ich finde `Winds of change` gar nicht so schlecht. Es war offenbar für viele Menschen das richtige Lied zur richtigen Zeit.
Insgesamt wurden 5 Singles ausgekoppelt, auch `Send me an angel` wurde eine recht erfolgreiche Single.
Bei 7 der insgesamt 11 Songs taucht Jim Vallance als Co-Autor auf, das gab es bisher ganz selten bei den Scorps. Bei einem Song `Kicks after six` hat sogar erstmalig Francis Buchholz als Autor mitgewirkt.
Für "Crazy World" gilt für mich das Gleiche wie für `Winds of change`, es ist gar nicht so schlecht. Das Album gefällt mir sogar besser als der Vorgänger, kann aber auf der anderen Seite mit Alben wie "Love Drive" und "Blackout" nicht mithalten. "Crazy World" ist mir insgesamt zu brav, hier fehlen härtere Rocksongs. Das kann evtl. an der Mitwirkung von Jim Vallance liegen. Dagegen spricht jedoch, dass er gerade an den erfolgreichen Singles nicht beteiligt war.
Wie auch immer, das Album ist insgesamt ganz gut, aber mehr als 3 Sterne kann ich nicht vergeben. Es ist aber besser, als es von vielen gemacht wird.