Dass der Film es schafft, die Gefühle und Erfahrungen des 16-jährigen Benjamin so sensibel und unaufgesetzt einzufangen, liegt nicht zuletzt an der hervorrangenden musikalischen Begleitung. Die Filmmusik ist nicht aufdringlich und effekthaschend, sondern sparsam und treffend wie das beängstigende, sphärische "Nach Neuseelen" oder das Scratching in "Keckswichsen", das dieser Szene erst ihre Komik gibt. Die Lieder, die in dem Film vorkommen könnten passender nicht sein. Jedes fängt die Stimmung einer Szene ein, macht sie greifbar und universell - man kann ganz anderes erlebt haben, aber die Emotionen sind die gleichen - Einsamkeit, Unverstandensein, Liebeskummer, Lebenshunger oder das Gefühl wie ein Raumschiff nachts durch die Straßen zu fliegen. Die Orginalmonologe wirken wie ein Grüst, das alles zusammenhält und die einzelnen Facetten zu der wiedersprüchlichen tragisch-komischen Gesamtheit verwebt, die den Film bestimmt. Und das Leben eben auch.