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ProduktinformationPlattform: Xbox
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Nun, auf den ersten Blick hat sich nicht viel geändert, und auf den zweiten Blick dann eigentlich auch nicht. Noch immer besteht eure Aufgabe darin, speziell markierte Personen (bis zu vier auf einmal) in einer von 3 Städten aufzusammeln und sie so schnell wie möglich zum gewünschten Zielort zu bringen. Gedanken um andere Autos oder Verkehrsregeln müsst ihr euch dabei nicht machen. Ohne Rücksicht auf Verluste rammt ihr alles, was euch im Weg steht, beiseite, einzig die Geschwindigkeit zählt.
Um euch das Taxileben zu erleichtern, habt ihr spezielle Fähigkeiten. Mit dem Crazy Dash könnt ihr einen kurzzeitigen Turbo aktivieren, der Crazy Drift lässt euch schnell um bis zu 180° drehen und der Crazy Jump befördert euer Taxi weit in die Höhe, um so auch auf Gebäuden landen und Abkürzungen finden zu können. Alle Fähigkeiten kennt man schon aus den Vorgängern, Neuerungen gibt es nicht.
Dafür protzt der dritte Teil der Taxi-Saga mit einem guten Umfang. Aus Teil 1 findet ihr die Arcade-Stadt „West Coast" wieder, die mit neuen Locations glänzt. Zusätzlich könnt ihr in dieser Stadt jetzt erstmals den Crazy Jump benutzen und mehrere Fahrgäste auf einmal aufsammeln. Durch diese Features wird man noch immer motiviert, die ein oder andere Runde durch die an San Francisco angelehnte Stadt zu drehen.
Aus Teil 2 wurde der „Small Apple" übernommen, der deutlich von New York inspiriert ist. Bereits bei „Crazy Taxi 2" war diese Stadt nur mäßig spannend. Jetzt erlebt ihr die Stadt auch noch nachts, was die Orientierung nicht einfacher macht und den Spaßfaktor nach unten drückt. Meiner Meinung nach die deutlich schwächste Stadt.
Völlig neu ist die an das Zockerparadies Las Vegas angelehnte „Glitter Oasis", die mit einer glitzernden prunkvollen Stadt und Grand Canyon-mässigem Umland daherkommt. Solide, aber nicht überragend. Jede der 3 Städte hat übrigens vier eigene Fahrer zur Auswahl.
Schlussendlich gibt es noch das „Crazy X", in dem ihr tonnenweise Minispiele absolvieren dürft, die allesamt hochmotivierend sind.
Technisch enttäuscht „Crazy Taxi 3" auf ganzer Linie. Die Grafik ist nur unwesentlich besser als zu „Dreamcast"-Zeiten, dazu kommen auch noch teils heftige Slow-Downs. Die Musik ist gewohnt super (Bad Religion, Offspring, Citizen Bird und die Methods of Mayhem sind dabei), enttäuscht aber mit viel zu wenig Tracks, die dann noch nicht einmal komplett ausgespielt werden. Dank fehlender Festplatten-Unterstützung lassen sich auch keine eigenen Songs ins Spiel einbinden. Zusätzlich gibt es bei einigen Versionen des Spieles einen Sound-Bug, bei dem anstatt der Sprachausgabe nur ein nerviges Rauschen ertönt, da hilft nur Abschalten der Sprach-Files.
Fazit: Trotz der fehlenden Innovation und einiger technischer Defizite macht „Crazy Taxi 3" noch immer so viel Spaß wie die Vorgänger. Ein guter Umfang und nicht zuletzt die Highscore-Liste motivieren stets zu einer neuen Runde. Im Prinzip kann ich das Spiel also jedem empfehlen, nur Besitzer der Vorgänger sollten das Spiel vielleicht einmal anspielen und dann selbst entscheiden, ob sie den dritten Teil wirklich auch noch brauchen.
Strecken stehen jetzt insgesamt drei zur Verfügung: Neben den leicht modifizierten Stadtkursen aus Crazy Taxi 1 (San Francisco) und 2 (New York) gibt es mit Glitter Oasis (Las Vegas) auch eine komplett neue Metropole. Und die hat es in sich: Abgesehen davon, dass man nun auch nachts unterwegs ist, kann man sich nicht nur an den glitzernden Leuchtschriften, Casinos und dergleichen mehr erfreuen, sondern auch äußerst seltsame Fahrgäste aufgabeln. Oftmals wollen gleich ganze Gruppen transportiert werden, etwa ein paar Basketballspieler, Drag-Queens oder auch Elvis Presley.
Hat man genug vom Stress des Taxifahrer-Alltags, kann man sich auch mit den zahlreichen amüsanten, aber wirklich schwierigen Minispielchen beschäftigen. Hier darf man sich dann im Weitsprung mit Auto versuchen oder muss mit seinem Wägelchen an einer Reihe Football-Spieler vorbeikommen.
Fazit:
Nachdem die kürzlich erfolgten Umsetzungen für Gamecube und PC eher enttäuschten, da sie nur eine wenig verbesserte Neuauflage des Dreamcast-Klassikers waren, hat die Xbox-Version endlich wieder Neues zu bieten. Und somit ist auch die alte Motivation plötzlich wieder da - durch Glitter Oasis zu fahren und die seltsamsten Personen zu transportieren ist ein Vergnügen, das man auch nach Tagen und Wochen des Spielens immer mal wieder erleben möchte.
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