Pro7 hat wieder mit einer Eigenproduktion aufgewartet, die einem dem Atem verschlägt. Nicht, weil sie so gut ist, sondern weil es eine Frechheit ist, einen solchen Schmarrn für teures Geld anzubieten.
Ganz kurz zur Handlung:
Urlaubsflieger startet von Nizza nach Deutschland (München). An Bord der übliche fantasielose Mix an Flugpassagieren, die nicht nur keine Überraschung bieten sondern zudem noch teilweise grottenschlecht Schauspielern können. Der Flieger hebt ab, wird von anderer Maschine gesteift und fliegt unsteuerbar gen Deutschland. Und da beginnen die absolut grausligen handwerklichen wie auch logischen Fehler.
Der Urlaubsbomber steuert natürlich genau auf Berlin zu, weshalb der (laufende) Innenminister die Mühle per bundesdeutscher Lustwaffe vom Himmel schießen lassen will. Dass die 'Tornados', wie die Jäger immer genannt werden, computeranimierte Eurofighter/Jäger90/Typhoon sind mag nur Flachleuten auffallen. Dass die Passagiere aber nach einigen 'graussam-und-mitreißend-durch-das-große-Loch-im-Rumpf-fallen'-Abgängen die Maschine nur Sekunden, ach was, Wimpernschläge wieder in den Griff bekommen, bevor die Kiste abgeschossen wird ist leider völlig vorauszusehen,
Spannung wird gekonnt umschifft, schlechte Schauspieler geben ihr Bestes, um ja keine Sympathien für sich aufkommen zu lassen, und die logischen Fehler sind fast schon Körperverletzung.
'More Drama, Baby' sagte schon der gute Pro7-Bruce bei den Flopmodels. Das hätten sich die Macher mal zu Herzen nehmen sollen.
Was gut ist: Die Bild- und Tonqualität mag überzeugen und hat Kinoformat. Der Film an sich ist aber auf Laienspielniveau. Schade.
Schlimm ist es, dass der Privatfernsehquatsch mit öffentlichen Geldern gefördert wurde und dass ein Vertrieb gefunden wurde, der diesen Mist auf resourcenwichtige kleine Plastikscheiben speichert und auch noch zum Verkauf anbietet.
Keine Kaufempfehlung, sicher nicht.