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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
153 von 183 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Mit Vorsicht genießen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Crashkurs: Weltwirtschaftskrise oder Jahrhundertchance? - Wie Sie das Beste aus Ihrem Geld machen (Taschenbuch)
Die folgende Kritik geht nicht gegen den Autor als Person. Ich möchte nur auf ein Phänomen aufmerksam machen, dass ich leider auch in diesem streckenweise gute Buch feststellen musste.Viele sog. Experten haben isoliert über ihren Fachbereich eine Menge Wissen. Darüber hinaus aber verstehen sie oft von anderen Dingen, die auch in Beziehung zu ihrem Fachbereich stehen, erschreckend wenig, wodurch sie dann auch ihren eigenen Fachbereich falsch interpretieren. Liegt dieses Fachbereich in einem Sektor, in dem man mehr mit Symptomen und weniger mit Ursachen zu tun hat, werden diese Fachleute dazu verführt, Symptome als Ursachen zu interpretieren, weil Ursachen oft außerhalb ihres Fachbereichs zu finden sind. Zunächst zu dem Positiven des Buches: Der Autor hat von seinem Fachbereich Ahnung. Dieser Fachbereich ist die Spekulation an den Börsen. Er schafft es, für den Laien sehr verständlich darzustellen, was in diesem Spekulationsbereich vor sich geht. Für Einsteiger, die also erst einmal grundlegend wissen wollen, was Spekulation ist und wie sie funktioniert, ist dieses Buch gut. Die Sprache, die er anwendet, ist stellenweise sehr flaxig, aber wirkt trotzdem nicht unseriös. Sie macht das Buch eher kurzweilig und die eingebaute Ironie verdeutlicht oft seine Argumentation. Er weist auch auf das grundlegende Problem des Zinseszins hin. Ein Geldsystem, dass auf Zinseszins, also auf exponentielles Wachstum basiert, kann niemals dauerhaft funktionieren, weil es erzwingt, dass auch die reale Wirtschaftsleistung exponentiell wachsen muss, um die exponentiell wachsende Zinslast zu finanzieren. Unendliches exponentielles Wachstum der Produktion ist auf einem begrenzten Planeten mit begrenzten Ressourcen natürlich nicht möglich, und immer wieder in einem weltweiten Wirtschaftscrash enden, wenn es an seine Grenzen stößt. Nun zum Negativen: Die zwei Sterne Abzug habe ich gegeben, weil der Autor leider außerhalb seines Fachbereichs nicht mehr so viel Ahnung hat. Er schreibt zwar am Anfang und auch während des Buches immer wieder, dass man auch ihm nicht glauben soll, aber wenn letztendlich vertritt er auch seine offensichtlichen Irrtümer mit genügend Überzeugung, dass man geneigt ist, diesen Hinweis zu vergessen. Ich beschäftige mich seit einigen Jahren mit der Analyse des Geldsystems (was etwas anderes ist, als die Spekulationssphäre, die ein Symptom des Geldsystems darstellt) und konnte daher feststellen, dass der Autor leider nicht weiß, was Geld ist, und was kein Geld ist. Nehmen Sie das Girokonto Ihrer Bank. Die Zahl, die auf Ihrem Girokonto steht, ist kein Geld. Es ist Anspruch auf Geld. Dieser Unterschied ist bei der Bewertung der tatsächlichen Geldmenge sehr wichtig. Leider machen selbst Zentralbanken den Fehler, nicht zwischen "Geld" und "Anspruch auf Geld" zu unterschieden. Wenn Sie einer Person ein Buch leihen, und dafür einen Schein bekommen, auf dem steht, dass Sie bei der betreffenden Person ein Recht auf Rückgabe des Buches haben, dann gibt es ja nun nicht zwei Bücher. Sondern es gibt ein Buch und einen Anspruch auf das Buch. Genauso ist es dann auch ,wenn Sie der Bank Bargeld leihen (durch Einzahlung). Sie bekommen auf dem Girokonto eine Verbuchung, dass Sie den Anspruch auf Rückgabe einer bestimmten Menge Geld (Bargeld) haben. Diese ANSPRÜCHE kann man aber nun durch sog. Überweisung auf jemand anderen übertragen. In so einem Fall habe ich aber nicht mit Geld bezahlt, sondern mit Kredit. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil der Autor leider "Geld" und "Anspruch auf Geld" als ein und dasselbe betrachtet, und beides zusammenrechnet und das dann als die komplette Geldmenge ausgibt. Aufgrund dieser falschen Annahme errechnet er eine völlig falsche Inflationsrate. Diese falsche Inflationsrate zieht sich dann durch den Rest seines Buches. Wenn man aber von falschen Daten ausgeht, versperrt das den Blick auf das eigentliche Problem. Große Schwäche bei wichtigem Thema: Durch seine mangelnden Kenntnisse außerhalb seines Fachbereichs, versteht er leider auch einen Lösungsansatz, der schon seit 100 Jahren existiert (Bargeld ist in seiner Funktion heute nicht anders, als vor 100 Jahren), völlig falsch. Er hat dem Buch ein kurzes Kapitel zum Thema "Freiwirtschaft" gewidmet. Er erwähnt ganz kurz die Freiwirtschaft, macht aber nach wenigen Zeilen schon den Fehler, dieses Freiwirtschaftsmodell mit dem Zinsverbot der Religionen zu vergleichen. Freiwirtschaft hat mit einem ZinsVERBOT absolut gar nichts zu tun. In der Freiwirtschaft ist Zins nicht verboten, aber er kann nicht mehr entgegen der Marktsituation erzwungen werden. Der ins muss sich also in der Freiwirtschaft der Realität anpassen, und nicht wie heute, die Wirtschaft muss sich den Zinsforderungen mit unendlichem Wachstum anpassen. Auch ist seine Geschichtserzählung über die Auswirkungen des christlichen Zinsverbotes nicht korrekt. Die Blütezeit zwischen 1150 und 1450, als es im Mittelalter 300 Jahre regionalen Dauerwohlstand ohne Krisen gab, führt er auf das Zinsverbot der Kirche zurück. Viel mehr (das ist sogar von Universitäten untersucht worden), ist die Art des Bargeldes dieser Zeit, die "Brakteaten", der Grund für den Dauerwohlstand. Das war nämlich Geld, das dem Geldkreislauf nicht mehr entzogen werden konnte. Dadurch konnte kein künstlicher Geldmangel entstehen. Geldmangel ist die Grundlage für Zins. Die Brakteaten haben also strukturell Zins verhindert. nicht etwa ein Zinsverbot. In einem Geldsystem, das Zins erzwingt, lässt sich Zins nicht verbieten. In der Brakteatenzeit hat (unwissentlich) ein Geldsystem geherrscht, das keinen Zins erzwang. Wenn man so etwas übersieht, sieht es natürlich leicht so aus, als wäre ein Zinsverbot die Ursache für Wohlstand gewesen, was aber rein strukturell nicht möglich ist. Das Problem ist nun, dass er unter der Kapitelüberschrift "Freiwirtschaft" fast ausschließlich von etwas spricht, was mit Freiwirtschaft nichts, aber auch gar nichts zu tun hat, und damit bei dem unbedarften Leser Irrtümer en mass auslöst. Ebenso macht er den fatalen Fehler, die Lösung in 200 Jahre alten, und schon längst als überholt bewiesenen Dogmen zu suchen, wie z.B. dass eine Goldwährung etwas Gutes sei. Die Goldwährung verursachte Ende des 19. Jahrhunderts bis zum ersten Weltkrieg 40 Jahre Dauerkrise, die sich dann im ersten Weltkrieg entlud. Heutzutage noch Goldwährung als etwas Positives hinzustellen, ist ein sehr großes Problem und beweist mangelnde Kenntnisse im Bereich "Was ist Geld". Geld erhält seinen Wert schon immer aus dem, was die Wirtschaft im Tausch zum Kauf anbietet. Geld wurde immer deshalb akzeptiert, weil man wusste, dass man selber wiederum dieses Geld gegen Ware umtauschen kann. Nie wurde ernsthaft Geld deshalb akzeptiert, weil man bei irgendeiner Bank das Geld gegen Gold eintauschen kann. Kann einem Gold die Wohnung heizen? Macht Gold satt? Kann Gold einen im Winter warm halten? Der Glaube, dass Bargeld seinen Wert aufgrund des Stoffes hätte, aus dem es gefertigt wurde, oder der irgendwo in einem Tresor hinterlegt ist, war zur Zeit der Goldwährung ein Irrtum, was man in den 1970er Jahren dann endgültig erkannte, als Goldwährung vollständig abgeschafft wurde, und ist heute immer noch ein Irrtum. Würde das Goldwährungsdogma stimmen, hätte alles Geld der Welt bei der weltweiten Abschaffung der Goldwährung vor knapp 40 Jahren sofort all seinen "Wert" verlieren müssen. Man konnte trotzdem weiter mit dem Geld einkaufen, weil es eben faktisch niemals das hinterlegte Metall gewesen ist, das die Kaufkraft und die Akzeptanz des Bargeldes ausgemacht hat. Fazit: Leider ist das Buch mit einigen fatalen Irrtümern gespickt, die Vorsicht beim Lesen dieses Buches nötig machen. Im Bereich der Spekulation, also seines Expertenthemas, hat der Autor nützliche Informationen für den Leser. Im Bereich der Ursachen, die im Geldsystem als solches liegen, was außerhalb des Spekulationsbereiches liegt, unterliegt er leider alten, zum Teil fatalen Dogmen, da er zwar weiß, was ein Zertifikat an der Börse ist, aber leider nicht weiß, was Geld als solches ist. Aufmerksam geworden bin ich auf den Autor, weil er in einer Diskussionsrunde auf Phönix bei Anne Will zum Thema "Griechenlandkrise" sagte, dass unser System auf einen Zwangszusammenbruch hinausläuft, und wir uns mal wieder einbilden, wir könnten das verhindern, aber es passiert in diesem System immer und immer und immer wieder. Diese Aussage hätte auch von mir stammen können :o) Daraufhin kaufte ich sein Buch, um zu erfahren, wie viel er verstanden hat. Leider hat er im bereich wichtiger grundlegender Dinge Irrtümer. Andererseits muss man auch fragen, würde er überhaupt noch zu öffentlichen Diskussionsrunden eingeladen werden, wenn er die Sache noch besser durchschauen würde, und mehr Klartext sprechen würde. Wahrscheinlich nicht. Leider hilft aber halbherzige Kritik, oder Kritik von Symptomen auch nicht wirklich weiter, sonst hätten Symptomkritiker, die es massenhaft gibt, ihre Ziele in den letzten Jahrzehnten schon erreicht. Mein Tip für alle, die dieses Buch lesen wollen: Innerhalb seines Fachbereiches, der Spekulation, hat er Ahnung davon, was Zertifikate sind, und wie ein Kurs einer bestimmten Aktie oder Ware... Lesen Sie weiter... › Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
115 von 143 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Informativ und nachvollziehbar,
Von
Rezension bezieht sich auf: Crashkurs: Weltwirtschaftskrise oder Jahrhundertchance? - Wie Sie das Beste aus Ihrem Geld machen (Gebundene Ausgabe)
Dirk Müller ist als Gesicht der Frankfurter Börse zu einiger Berühmtheit gelangt. Nun legt er Crashkurs" vor, ein Buch, das sich mit seinen Steckenpferden - Wirtschaft und Finanzen - beschäftigt.Zweifellos ist dieses Buch sprachlich äußerst limitiert und teilweise extrem vulgär geschrieben. Zudem ist das Buch recht oberflächlich und reißt viele Probleme nur an, ohne sie wirklich zu klären. Auch schwingt hier eine lächerlich anmutende Angst vor der gelben Gefahr" mit, die zudem sachlich kaum begründet wird. Und trotzdem habe ich dieses Buch mit Gewinn gelesen, denn Müller gelingt es, klar, deutlich und nachvollziehbar über Wirtschaft und Finanzen zu schreiben. Vor allem die Gründe der gegenwärtigen Finanzkrise stellt er für einen Laien verständlich dar. Dabei vereinfacht er selbstverständlich gewisse Zusammenhänge, was ihm sicher die Kritik mancher Wirtschaftsexperten einbringen wird, doch die sind auch nicht die Adressaten seines Buches. Aufgrund des hohen Informationswertes und der gut nachvollziehbaren Zusammenhänge ist dieses Buch, für den mündigen Leser ein guter Überblick über die Welt der Hochfinanzen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
28 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
"Einmal kurz einatmen für 3 Cent, einmal tief durchatmen für 10 Cent",
Von
Rezension bezieht sich auf: Crashkurs: Weltwirtschaftskrise oder Jahrhundertchance? - Wie Sie das Beste aus Ihrem Geld machen (Taschenbuch)
Wer sich für Funktionsweise und Probleme der Weltwirtschaft und solide Geldanlagestrategien interessiert, findet nur schwer vernünftige Sachliteratur. Entweder verstehen die Experten die Ursachen der Krisen und Wege zur Beseitigung selbst nicht oder sehen in ihren Publikationen nur bessere Pamphlete. Bei Dirk Müller wird man genausowenig fündig wie etwa bei Stiglitz oder Straubhaar. Ein jeder reitet ein Steckenpferd und breitet genüsslich seine Ideen aus, ohne links und rechts von seiner Position zu findende Daten und Argumente aufzugreifen.Crashkurs ist dabei ein Vertreter der übleren Sorte: es macht aus Unredlichkeit eine Tugend. Der Autor postuliert ganz unverblümt, dass ihm an der Verbreitung und dem Ausmalen von Verschwörungsfantasien gelegen ist. Das funktioniert nach folgender Methode: Eine einflussreiche Institution wird vorgestellt ("Plunge Protection Team") über die er nichts genaues weiß, die aber aufgrund ihrer Historie nur manipulativ agieren kann. Keine Frage, dass also auch heute die Märkte von dort nach Lust und Laune bestimmt werden. So erspart man sich Recherchearbeit und läuft erst gar nicht Gefahr, auf Widersprüche zu eigenen Vorurteilen zu stoßen. Weltanschaulich schöpft er gängige Platitüden ab, die zur Grundlage von Party-Smalltalk gehören. Egal ob Kapitalismuskritik á la SED ("unser Wirtschaftssystem produziert seit JAHRHUNDERTEN Zusammenbrüche und muss immer wieder resettet werden") oder frei nach Westerwelle ("...Spätphase des Römischen Reichs. Kaum noch jemand ist bereit, Leistung zu erbringen"). Möglich, dass der flapsige und humorig gemeinte Stil den fehlenden Argumentationsfaden locker zu überspielen vermag. Man liest die forsche Abhandlung in einem Rutsch herunter und findet es amüsant. Außerdem erhält man einige seichte Tips zum Anlageverhalten. Dabei vollführt "Mr. Dax" so manchen Spagat. Wer mehr erfahren möchte landet wie von selbst auf der zugehörigen Website des Autors und kann dort (mehrheitlich kostenpflichtige) aktuelle "Informationen" abrufen. Das Geschäftsmodell bedient die Zielgruppe der systemkritisch gestrickten Möchtegern-Durchblicker und scheint wohl zu funktionieren. Leicht verdientes Geld - Chapeau! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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