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Crash
 
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Crash

James Spader , Holly Hunter , David Cronenberg    Freigegeben ab 18 Jahren   DVD
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: James Spader, Holly Hunter, Elias Koteas
  • Regisseur(e): David Cronenberg
  • Komponist: Howard Shore
  • Format: Dolby, PAL
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
  • Studio: MCP Sound & Media AG
  • Erscheinungstermin: 12. Dezember 2000
  • Produktionsjahr: 1996
  • Spieldauer: 96 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000056JWY
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 23.971 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

OFDB.de

Mit "Crash" inszenierte David Cronenberg einer seiner stillsten und gleichzeitig intimsten Film, der seine Rezipienten stark fordert, denn hier gibt es ein schwer nachvollziehbares Thema zu goutieren: die emotionale Entfremdung und die daraus resultierende Kompensation von fehlenden Gefühlen, indem man sich dem erotischen Nervenkitzel von Autounfällen hingibt.

James Spader und Deborah Kara Unger geben hier ein Ehepaar, daß sich soweit von einander entfernt hat, daß es sich beim Sex schon nicht mehr in die Augen blickt, wenn man denn überhaupt mal miteinander verkehrt, vorzugsweise von hinten, während beide vor sich hinsinnieren oder von ihren schmalen Offenbarungen sexueller Frustration und anderen körperlichen Abenteuern berichten.
Erst als sie bei einem Autounfall einen entgegenkommenden Fahrer durch die Frontscheibe bekommen und selbst mit Knochenbrüchen galore enden, kommt ihr Leben in Fahrt. Wie zufällig geraten sie an eine Clique von ähnlich gearteten Zeitgenossen, die tödliche Unfälle von Berühmtheiten nachstellt, um sich einen Kitzel zu verschaffen - bis das Extrem der scheinbar einzige Lebenszweck wird.

Cronenberg verbirgt die wahre Welt vor den Augen des Zuschauers und läßt sie so seine Protagonisten gar nicht mehr wahrnehmen. Elias Koteas gibt einen wahren Fanatiker des motorisierten Todes, dessen Frau (Rosanna Arquette) nur noch durch ein Metallkorsett von der Stelle kommt, während sie ihren nächsten Crash in Gedanken plant. Gleichzeitig verführt Spader Holly Hunter in unmöglichen Stellungen hinter dem Steuer im nächsten Parkhaus und macht so das Automobil zum modernen Fetish, die letzte Bastion wahrer Leidenschaft.

Ohne merkliche Spannungskurve und nur getragen durch die sexuell stimmige Bildsprache führt uns Cronenberg seine zur Kommunikation kaum noch fähigen Protagonisten vor, die allesamt mehr für sich leben und im riskanten Geschäft des Fahrens die einzigen Berührungspunkte finden.
Dabei wagt er sogar eine Art Happy End, in dem er das zentrale Pärchen schließlich nach dem letzten Unfall in einem finalen Akt im Straßengraben zusammen kommen läßt (im wahrsten Wortsinne), ohne daß die Straße ins Bild kommt, der Mensch hat somit zur eigentlichen und zu seiner wahren Natur gefunden.

Da die Obsession die Bilder bestimmt, ist es verdammt viel Arbeit bei soviel Abgegrenztheit dranzubleiben, denn die Fremdartigkeit sind der bestimmende Moment allen Geschehens - trotzdem muß man vor dem Filmemacher den Hut ziehen, der sich und sein Projekt vor alles stellt und so sein Publikum zu vergrätzen riskiert, indem er keine Fortentwicklung, keine Analyse und keine Lösungen bietet.
Fremdartiges Kino vom anderen Stern oder aus dem Winkel sexuellen Verlangens, in dem wir noch nicht wahren - Cronenbergs neues Fleisch ist in den 90ern endgültig zu Stahl und Blech geworden. Die Zukunft ist jetzt.

--- Silvan Prefetzky (Moonshade)

Produktbeschreibungen

Der monotone Alltag des Filmproduzenten James Ballard und seiner Frau Cathrine hat nur wenig Abwechslung in einer grauen, anonymen Großstadt. Ein Autounfall ändert alles. Quietschende Reifen, zersplitterndes Glas und der Knall des Metalls bringen dem Leben der Ballards neue intensive Gefühle. Das kühle Metall und die Kraft der Maschine werden zur sinnlichen Erfahrung, das Auto wird zu erotischen Leidenschaft...

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Geílig's Blechle! 28. November 2009
Von jury HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:DVD
Wir leben in Gesellschaften, in welchen die Zerstörung des Menschen durch seine eigenen Abhängigkeiten über alles gestellt wird. Regierungen betreiben Versuche, den Menschen vor sich selbst zu schützen, bestenfalls noch halbherzig. [1] Auch wenn man dabei vielleicht zunächst an Drogen und Zigaretten denkt: Nichts dominiert unser individuelles und gesellschaftliches Leben so stark wie der Fetisch Auto [2]; für viele von uns hat es sogar die Urkraft des Lebens, die magischen Anziehung zwischen den Geschlechtern, in ihrer elementaren Bedeutung verdrängt und ersetzt.

Wie alle Fetische wurde auch der des Autos künstlich geschaffen.

So gesehen lag die Idee auf der Hand, in einem Film Erotik und Sexualität direkt mit der Gier nach dem Auto zu konfrontieren und zu verbinden, die Zerstörung des Fetisch gleichermaßen zu zelebrieren wie die Zerstörung des Menschen, den Wahnsinn der Abhängigkeit und der Sucht nach immer extremeren Reizen sowohl mit der Blechkiste als auch in der menschlichen Sexualität zu verstricken.

Catherine (Deborah Kara Unger, 32) und James (James Spader, 36) fliegt das Blech nur weg, wenn sie's auf ihm treiben. Nach einem Unfall gesellt sich Helen (Holly Hunter, 38) dazu. Zunehmend werden auch die Knochen dieses Trio Infernal mittels Medizintechnik mechanisiert, was die Begeisterung nur noch weiter anfacht.

Die Dosierung der Unfallgeilheit erreicht kritische Ausmaße, als sich ein Spezialist für Unfall-Installationen dazu gesellt. Der erregende Reiz von Crashblech und Quetschleichen wird sogar wichtiger als der Überlebensinstinkt, Catherine und James sehnen sich nach einem Ende mit Schrecken.

Selbst einem für skurrile Provokation bekannten Künstler vom Format eines Cronenberg kann es eigentlich nicht gelingen, die verrückte Wirklichkeit noch zu überzeichnen. Wer noch ein Minimum an Distanz zu seiner eigenen Autosucht erhalten konnte, wird das bestätigen.

Künstler, die derart provozierende Auseinandersetzungen in einem Film transportieren möchten, müssen bestens unterhalten und dürfen sich nicht scheuen, Tabus iher Ära zu ignorieren. Nur so haben ähnlich provokative Vorbilder wie "Das große Fressen" ihr Publikum erreicht.

Nun, es steht wohl völlig außer Frage, dass dies gelungen ist. Kein Erotik- oder Sexfilm ist auch nur annähernd so scharf, kein "Actionthriller" so aufregend, keine Zerstörungsorgie so wild und gleichermaßen erbärmlich wie "Crash".

Niemand wird diese Bilder vergessen. Niemand hat eine Chance, "cool" durch diesen Film zu kommen.

Aber wird es auch gelingen, die Denk-Barriere von uns Autosüchtigen zu durchbrechen? Dafür müsste, steht zu befürchten, wohl noch härterer Toback kommen.

film-jury 5* A0020 12.5.2010eg 11A 3F

[1] Es sei denn, man kann damit zusätzliche Steuern oder Gebühren begründen.

[2] natürlich gelten diese Betrachtungen sowohl in der Realität als auch im Film für jede Art motorisierten Verkehrs.

[3] tatsächlich werden in Deutschland inzwischen mehr als ein Drittel der Einkünfte eines Durchschnittshaushalts für Autos o.ä. aufgewendet.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Retro Kinski TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
Cronenberg polarisiert sicherlich wieder seine Zuschauer. Das hat er auch während des Zuschauens mit mir gemacht. Obwohl ich großer Cronenberg Fan bin, dachte ich nach ca. der Hälfte des Films einen der schwächsten Filme von ihm vor mir zu haben - ich tendierte zu einer 2/5 Sternen.

Selten hat aber das Schlußbild und die Gedanken an den Film danach (was nicht oft vorkommt) meinen anfangs getrübten Eindruck doch noch sukzessive verbessert. Es ist dennoch schwer verdauliche Filmkost und man denkt oft zwischendrin, daß der Regisseur sich hier übernommen hat und das Motto "strange-as-strange-can" überzogen wurde. Die Schauspieler agieren angemessen unterkühlt und souverän zugleich. Und vor allem ohne Rücksicht auf Etikette und Moral. Auch die Erotikszenen sind relativ offen und gewagt. Gorehounds werden den Film kategorische ablehnen. Ich zähle mich auch durchaus zu den überaus hartgesottenen Sehern.

Doch es gibt so einige Szenen die durchaus direkt oder indirekt Ekel auslösen - nicht brachial. Sondern langsam, fließend, aber damit um so NACHHALTIGER - wie das liebkosen der gegenseitigen Narben und das perfide Spiel von Unfallverletzungen, Behinderungen und die Lust den anderen zu lieben und gleichzeitig zu verletzen...Wie gesagt, alles sehr ruhig und selbstverständlich vorgetragen, der Seher wird wirklich auf eine Geduldsprobe gestellt. Ich rate sie durchzuhalten, es wird ein Filmerlebnis der anderen Art sein.

Es ist nicht mein Lieblingsfilm von Cronenberg, dafür ist das Sujet zu speziell, aber ich gebe gute 4/5 Sterne.

4/5 Sternen
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von !=21*
Format:DVD
Der Roman von james G.Ballard galt als unverfilmbar , bis zu jenem Zeitpunkt als david Cronenberg , der wohl einzige intellektuelle Regisseur des Horrorgenres sich dessen annahm und einen seiner besten und kontroversesten Filme drehte!
Wer Cronenberg kennt der weiß das er keine Filme macht die zu großen Blockbustern werden und wer seine Werke kennt der weiß auch das sich der einst als reinrassiger Horror und Splatter Regisseur mittlerweile zu einem psychologischen Horror Analytiker entwickelt hat!

Auch diese Geschichte ist irgendwie ein Horrorfilm , wenn auch keiner im klassischen Sinne , denn Cronenberg bringt hier auf ungewöhnliche Weise seine Lieblingsthematik und zwar die Verschmelzung von Mensch und Maschine wieder zum Vorschein und das war ja schon in einigen seiner Filme seine erklärte Lieblingsthematik.

Mit ausufernden Sex Szenen, trostlosen Bildern und einer wahrlich "kranken" Geschichte zeigt Cronenberg uns den Verfall der Gesellschaft auf indem er eine Hand voller Menschen zeigt die sich einen ungewöhnlichen fetish hingeben und anscheinend einfach nur des Lebens müde geworden sind!
"Crash" ist Kunst - geniale,verstörende und polarisierende Kunst - und keiner versteht es so perfekt sie so zu inzenieren wie Mr.Cronenberg.

Prominent besetzt mit James Spader , Holly Hunter , Elias Koteas und Rosanna Arquette schuf Cronenberg erneut ein Meisterwerk welches unter anderem einen Preis bei den Filmfestspielen in Cannes bekam.

Bei solch einem Meisterwerk der von der Kritik und vom Publikum gelobt wurde ist es einfach eine Frechheit diesen so stümperhaft auf DVD zu veröffentlichen. Das Bild ist lediglich nur in Full Screen und ziemlich matt, der Ton ist eine einzige katastrophe , klingt einfach nur blechern und die Extras warten zwar mit einigen kurzen Interviews auf aber so wirklich informativ ist das nicht!
Dieser Film benötigt dringend eine richtige Neuauflage!

Film:*****
Bild:**
Ton:*
Extras:**
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CRASH? oder L.A. CRASH? 1 08.02.2008
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